BiAn
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2017

kulinarische Highlights auf 1870m lassen sich hier erleben, auf der Hühnerspielhütte wird aufgekocht, und wie!

09.12.2017 - Hühnerspielhütte

 

Wer Lust auf kulinarische Highlights in den Bergen hat findet auf der Hühnerspielhütte einen wahren Genusstempel. Die Hüttenwirte warten in der kleinen Hütte mit einem durchgängigen Bioangebot auf das selbst im Tal schwer zu finden ist. Bevor man sich aber verwöhnen lassen darf muss man erst noch die ca. 600Hm hinter sich bringen. Vom Parkplatz Dachs oberhalb der Kehre Richtung Gossensass führt die Rodelbahn (derzeit nicht befahrbar) hinauf zur Hütte. Es liegt sowenig Schnee dass wir den Steig durch den Wald nehmen können, nur weiter oben ist es durch viele Windverfrachtungen besser die dort bereits präparierte Bahn zu nehmen. Es ist ungemein kalt und der Wind tut sein Bestes um die Kälte noch zu verstärken. Umso mehr fühlen wir uns dann in der warmen Stube der Hütte wohl und genießen die einfach traumhafte Verpflegung (die Ziegenkasnocken mit Ronencapaccio sind ein Wahnsinn!!!!). Auch wenn die Preise gehoben sind - das Essen ist jeden Cent wert und die gesamte Umsetzung der Bio Idee wirkt hier einfach sehr stimmig. Gut gestärkt geht es wieder hinaus in die Kälte und retour zum Auto. Am Montag soll hier endlich auch etwas Schnee kommmen, dann ist es aber mit der derzeitigen Ruhe auch vorbei, aber den Hüttenwirten ist ein reger Zustrom natürlich zu wünschen!

der Winter hält Einzug und wir dürfen das in der warmen Stube der Rosskogelhütte live mit verfolgen

08.12.2017 - Rosskogelhütte

 

Die Rosskogelhütte ist (auch aufgrund der neuen Führung) eines unser bevorzugten Ziele für ein kurze Wanderung. Für den Aufstieg haben wir schon etliche Varianten hinter uns gebracht, noch nie sind wir aber vom Tiefental aus zur Hütte gewandert. Wir parken daher beim Ziel der Naturrodelbahn und suchen nach einem Steig. Die Hütte ist zwar beschildert
doch dieser Weg führt entlang der Rodelbahn und der wollen wir eigentlich nicht folgen. Nach mehreren mißglückten Versuchen einen alternativ Weg/Steig zu finden geben wir unser Vorhaben auf und nehmen doch die Rodelbahn als Aufstiegsweg. Kurz nach dem Starthaus dann wieder ein Schilderbaum, allerdings an einer Stelle an der man kaum falsch abzweigen könnte, dafür aber befindet sich an einer wichtigen Stelle (keine 20m danach) kein Schild und keine Markierung welche auf einen Steig hinauf nach Gfas deuten würde. Und so wandern wir gezwungenermaßen dem markierten, steilen Steig hinauf Richtung Krimpenbachalm/Rosskogel. Kaum ist der steile Anstieg überwunden gibt es dann endlich eine beschilderte Abzweigung nach Gfas welche wir gerne nehmen. Nach einem kurzen Abstieg und der Überquerung des Tiefentalbaches gelangen wir nach Gfas. Es hat zu schneien begonnen und was anfänglich ein paar Flocken in der Minute waren ist jetzt in wunderschönes Schneetreiben übergegangen - einfach herrlich bei diesem Wetter in der stillen Natur unterwegs zu sein. Der restliche Weg von Gfas zur Hütte erfolgt dann der Rodelbahn entlang, das Schneetreiben wird dabei immer stärker. In der Hütte dürfen wir uns dann wärmen und stärken und durch die Fenster den immer noch stärker werdenden Schneefall beobachten. Am Rückweg hat sich die Natur dann gehörig verändert, es sind seit unseren Aufstieg ca. 15cm Neuschnee gefallen - und das in ca. 1 Stunde. Auch die Wiesen in Gfas liegen nun unter einer dicken Schneeschicht, trotzdem finden wir den eigentlichen Steig und so auch den "Normalweg" retour zur Rodelbahn - ein kleiner Hinweis dort hätte uns den Umweg über den steilen Steig erspart - aber egal, bei solch einem Wetter in dieser Gegend wandern zu können ist trotzdem einfach nur schön!

Solche An- und Ausblicke ziehen uns immer wieder in das schöne Sellraintal

03.12.2017 - Sonnbergalm

 

Es geht weiter bergauf (auch gesundheitlich). Trotzdem bleiben wir "am Boden" und lassen dem Körper Zeit sich zu erholen. Auch sind wir sehr spät dran (wie üblich - :-)), aber eine kurze Tour an diesem herrlichen Wintertag muss einfach sein. Ziel ist eines unserer Lieblingsplatzerln - die Sonnbergalm, und die macht heute ihrem Namen wieder alle Ehre. Die wenigen Höhenmeter sind bald überwunden und dann heißt es "Sonnenbaden" vom Feinsten. Es muss nicht immer etwas außergweöhnliches oder extremes Ziel sein um sich wohl fühlen zu können und neue Kraft zu tanken - auch solche Plätze sind einzigartig schön!

neben der feinen Einkehr auf der Alm und dem Rodelspass wird man mit solchen Ausblicken belohnt

02.12.2017 - Milderaun Alm

 

Die Milderaun Alm hat bereits die Wintersaison eröffnet und ist somit ein ideales Ziel für eine kurze Wanderung und einer vorsichtigen Rodelpartie. Mit dabei ist heute "Brüderchen" Stefan, welcher die für Ihn doch etlichen Höhenmeter respektabel hinter sich bringt. Ab ca. Kehre 5 ist die Schneedecke soweit, dass ein vernünftiges Rodeln möglich wird, darunter muss man sich den Weg zwischen den aperen Stellen suchen. Die Einkehr bei der Milderaun Alm ist wie üblich fein und der Wirt Christian wie immer ungemein freundlich und aufmerksam - allein deshalb lohnt sich eine Wanderung hier herauf!

Sattelalm - heute war die Wanderung bis hierher für uns vollkommen ausreichend

26.11.2017 - Sattelalm

 

Wie schnell sich das Leben ändern kann wurde uns in der letzten Woche vor Augen geführt. Daher heißt es für uns in den nächsten Wochen schaumgebremste Wanderungen durchzuführen, wie die heutige zur Sattelalm. Wir starten bei der Eisbrücke und wandern der Rodelbahn entlang hinein ins Fotschertal - bis zur Abzweigung Richtung Saiges Alm. Bis hierher liegt kaum Schnee und an Rodeln wäre nicht zu denken - aber das stand heute sowieso nicht auf unserem Plan. Je weiter wir Richtung Saiges Alm aufsteigen umso mehr Schnee füllt den Forstweg und bei der Sattelalm beenden wir dann das Gestapfe - hier heroben liegt dann doch eine stattliche Schneedecke. Retour geht es dem Aufstiegsweg entlang zum Auto, mit einer schönen Vorweihnachtlichen Begegnung im Wald - :-)

sie trotzen dem nahenden Winter und bringen so Farbe in die überwiegend weiße Landschaft

12.11.2017 - Stöckl Alm - Naviser Hütte

 

Wieder so ein Tag wo vor lauter Arbeit kaum noch Zeit für anderes bleibt. Aber eine kurze auszeit in der Natur muss einfach sein. Und so geht es vom Parkplatz Strassberg (im Navis Tal) dem Steig entlang hinauf zur Naviser Hütte, an dieser vorbei weiter zu Stöckl Alm. Es hat relativ wenig Schnee und so können wir direkt über die Wiesen aufsteigen, auch einmal eine sehr schöne Alternative, sind wir doch normalerweise mit unseren Raketen bewaffnet und dadurch an den Rodelweg gebunden. Am Retourweg kehren wir bei der Naviser Hütte ein und nach einer feinen Stärkung geht es retour zum Auto. Eine den derzeitigen Möglichkeiten entsprechend kurz Tour, aber Ihren Zweck hat sie erfüllt - der Kopf war zumindest für kurze Zeit frei!

 

unscheinbarer Gipfel - einfaches Kreuz - trotzdem bei all dieser Stille ein sich lohnendes Ziel

11.11.2017 - Kogelalmkreuz

 

Wir möchten die Schneeverhältnisse in Lüsens/Praxmar erkunden und so entscheiden wir uns, auch aufgrund des späten Aufbruchs, für die Kogelalm bzw. das nahegelegene "Gipfelkreuz". Der Parkplatz in Praxmar bietet einen seltenen Anblick, denn kaum ein Fahrzeug ist zu sehen - das wird sich bald ändern, falls die Wettervorhersagen recht behalten! Wir wandern vorerst über die Skipiste durch doch recht tiefen Schnee hinauf zur "Rodelbahn"/Forststrasse. Weiter geht es entlang der Bahn aufwärts bis zu Kogelalm. Es hat zu schneien begonnen und dementsprechend ist es unglaublich still und unter unserer wärmenden Bekleidung einfach nur fein. Also wandern wir noch durch den hier bereits beachtlichen Schnee hinüber zum "Kogelalmkreuz". Nach einer kurzen Rast geht es dann denselben Weg retour zum Auto. So ruhig wie heute wird man diese Gegend wohl selten erleben können - wir hatten das Glück!

unser heutiges Ziel hat 2014 leider viel erleiden müssen - doch die Natur erobert langsam den Platz zurück

05.11.2017 - Hochmahdkopfrunde

 

Das Zeitfenster für Wanderungen wir derzeit leider immer enger. Deshalb führt uns die heutige kurze Rundwanderung auf den Hochmahdkopf, auch weil wir uns einmal ein eigenes Bild über die (hoffentliche) Erhohlung der Flora machen wollten - diese ist ja bekanntlich durch ein verherenden Waldbrand im Jahr 2014 auf einen Schlag vernichtet worden. Vom Parkplatz am Eingang zum Halltal folgen wir kurz dem Weg Taleinwärts. Bald zweigt der (noch) Forstweg links hinauf und führt uns zum steilen Südhang des Hochmahdkopf. Einem Steig entlang geht es jetzt aufwärts und wer von Euch Lust auf einen durchgängig steilen Anstieg verspürt ist hier genau richtig. Von Beginn an bis zum Gipfel gibt es kein Erbarmen es bleibt immer konsequent steil! Dafür geht es aber auch sehr direkt zum Gipfel aber leider sind die Hänge welche wir dabei durchqueren noch 
immer von der damaligen Katastrophe gezeichnet. Doch irgenwie hat man das Gefühl und die Hoffnung dass isch die Natur den "verlorenen" Platz wieder langsam zurückerobert! Oben am Gipfel gibt es eine kurze Rast ehe es dem Steig hinunter nach St. Magdalena geht. Dieser Steig entpuppt sich als Genußwanderung mit traumhaften Blick zum Bettelwurfmassiv. Nach einer feinen Einkehr in St. Magdalena geht es gut gestärkt durch das Halltal hinaus retour zum Parkplatz. Eine wunderbare Rundwanderung, allerdings aufgrund des steilen Aufstiegs zum Hochmahdkopf nur bei Verhältnissen wie heute, also eher kühlen Temperaturen empfehlenswert.

Zunderspitze - normalerweise ein prächtiger Aussichtsberg - heute ist die Sicht leider etwas eingeschränkt

04.11.2017 - Zunderspitze

 

Auch die Zunderspitze hatten wir schon lange auf unserer Gipfelliste, allerdings ist uns im Winter hier viel zu viel Trubel aufgrund der vielen Skitourengeher, welche sich (verständlicherweise) die schönen Hänge unterhalb des steilen Gipfels als Genußskitour aussuchen. Heute aber haben wir den Gipfel für uns allein - so ruhig wird man diesen prächtigen Aussichtsberg wohl selten erleben und antreffen dürfen. Vorher warten aber noch einige Höhenmeter auf uns, allerdings sehr angenehm zu bewältigende sollen es werden. Wir parken etwas oberhalb vom Langlaufzentrum und folgen einem sehr flachen Forstweg talauswärts bis wir auf den Steig treffen welcher vom Feuerwehrhaus in Gasse heraufführt(auch ein möglicher Start). Hier verlassen wir den Forstweg und folgen den Steig hinauf zum riesigen Almgebiet - der Gewingesalm. Vorbei an der Zunderhütte und 
demütig die noch hoch über uns thronende Zunderspitze querend geht es weiter hinauf zur Oberen Gewingesalm. Nach zweit weiteren steilen Aufschwünden erreichen wir über einen steilen Grat die Spitze mit dem kleinen aber sehr schönen Gipfelkreuz. Der Ausblick ist grandios, aber die Wolken verhindern einen normalerweise fantastischen Rundumblick. Bis zur Oberen Gewingesalm folgen wir dann dem Aufstiegsweg retour, ab hier wählen wir den Steig Richtung Martalm/Staudenbergtal - es soll ja eine schöne Rundwanderung werden. Der Steig hinunter zur Martalm entpuppt sich dann als richtiges Juwel - wunderbar führt er durch eine fast märchenhafte urige Landschaft und bereitet einen damit schon auf das ebenfalls wunderschöne Staudenbergtal vor. Bald erreichen wir die Martalm und können hier wieder bequem über den Forstweg retour zum Parkplatz 
wandern. Eine sehr empfehlenswerte Rundwanderung im Herbst für all jene die die Ruhe und Stille erleben wollen welche die Natur ausstrahlt wenn sie sich auf den kommenden Winter vorbereitet!

Allerheiligen begehen wir in letzter Zeit nicht mehr am Friedhof - sondern in aller Stille auf einem schönen Berggipfel - auch hier lässt es sich sehr nahe unseren Verstorbenen sein und man hat viel Zeit an sie zu denken

01.11.2017 - Mittagsspitze

 

Schon sehr lange hat uns dieses unscheinbare Tal für eine Erkundung gereizt, heute ist es endlich soweit! Die Rede ist vom Jaufental - JA Jaufental, NICHT Jaufenpass. Wahrscheinlich alle unserer Webseiten Besucher kennen den Jaufenpass und haben denselben auch schon etliche male überquert, aber das Jaufental? - wer war dort schon einmal? Für uns ist es jedenfalls eine Premiere und was für eine - dieses herrlich ruhige Tal mit seinen Seitentälern!!! hat uns sicher nicht zum Ersten und Letzten mal gesehen! Unser Ziel heute - die Mittagsspitze. Aber jetzt zur Tour selbst: Nach der Ausfahrt bei der Mautstelle in Sterzing folgen wir den Wegweisern Richtung Jaufenpass um in Gasteig, beim letzten Kreisverkehr dem Wegweiser hinein ins Jaufental zu folgen. Nach einer langen Durchquerung des Tales gelangen wir nach Schluppes bzw. zur Ungererhofschenke! Wir parken dort (leider hat die Schenke heute geschlossen - also gibt es keine Belohnung nach der Wanderung), und wandern noch etwas weiter hinein in das schöne und vor allem sehr ruhige Tal. Bei einem schilderbaum überqueren wir den Bach und ab jetzt geht es steil hinauf, durch einen schönen Wald bis zu einer Hochebene. Diese wird nach Osten gequert und bald folgt der nächste, noch steilere Aufstieg zum Gipfel. Vom Gipfel haben wir dann einen prächtigen Ausblick und Tiefblick in alle Richtungen!
Am heutigen Allerheiligentag sind wir auf diesem einsamen Berg genau richtig - hier lässt es sich am besten an alle unsere Verstorbenen denken! Für den Abstieg folgen wir dann dem Grat entlang Richtung Hochplattspitze um in einer der vielen Senken dann dem nicht mehr gewarteten Steig (Achtung - sehr steil und rutschig!!!) hinunter zur Hochebene zu wandern. Von dort geht es wieder retour zum Ausgangspunkt. Wieder ein (für uns) weißer Fleck weniger - und was für ein schöner Fleck Erde hat sich uns da aufgetan!

"Rauch" auf der Rumer Spitze - aber keine Angst - es brennt nicht, der Gipfel möchte heute nur bedeckt bleiben

28.10.2017 - Thaurer Rosskopf

 

Selbst wenn im Moment wenig Zeit für eine Wanderung bleibt - in der Umgebung von Innsbruck findet sich immer ein wunderbarer Ort zum Wandern. Heute geht es für uns hinauf zum Thaurer Rosskopf und nach einer Einkehr bei der Thaurer Alm (Saisonschluß) wieder retour. Eine wenig aufwendige Tour aber trotzdem immer wieder beeindruckend schön!

am Weg zum Horn - wer noch nie dort war sollte die wenigen Meter von der Alm unbedingt einplanen!!

26.10.2017 - Simmering

 

Wir waren schon unzählige Male auf der Simmering Alm und dem Simmering. Aber interessanter Weise niemals beim Simmering Horn - heute sollte also Premiere dafür sein. Wir starten an diesem herrlichen Herbsttag über den Alplsteig steil hinauf zur Simmering Alm. Diese lassen wir im wahrsten Sinn des Wortes "links liegen" und wandern weiter zu unserem "weisen Fleck auf der Landkarte" - dem Simmering Horn (auch: Auf dem Horn). Und schon gleich erkennen wir auf welch wunderbaren Hochebene wir hier gelangt sind - die Weite ist beeindruckend und der Tiefblick grandios. Lediglich die (gut gemeinte) Aussichtsplatform passt nicht in das idyllische Bild und man kann darauf verzichten, denn selbst vom Boden aus hat man einen herrlichen Blick auf das Mieminger Plateau und die namensgleiche Bergkette! Nach einer Pause wandern wir querfeldein hinauf zum Simmering - auch hier gibt es in der Sonne eine kurze Rast. Hinunter geht es wieder 
weglos vorbei am See zur Simmering Alm und hier lassen wir die Sonne auf uns wirken - mit vielen Gleichgesinnten! Gut gestärkt geht es dann dem Aufstiegsweg retour zum Auto - so darf der Herbst noch lange andauern!!!

wir sind sehr gerne hier heroben - aber nur außerhalb der Saisonzeiten, wenn es ruhig ist - so wie heute!

22.10.2017 - Juifen Alm

 

Das Wetter ist zwar nicht besonders - aber das hält uns nicht davon ab in der Natur zu wandern. Unser Ziel ist (nach langem wieder einmal) die Juifen Alm. Oben dürfen wir sogar das erste Schneetreiben genießen, die Einkehr in der Alm ist Pflicht und heute sehr angenehm, da die sonst meist überlaufene Alm heute fast leer ist. Daher hat die Wirtin auch viel Zeit mit uns über "Gott und die Welt" zu plaudern und wir haben dabei viele Gemeinsamkeiten feststellen können!

im "Schatten" vom Schafleger oft übersehen - der Schafkogel, ein traumhafter Aussichtsberg im Senderstal

15.10.2017 - Schafkogel

 

Unsere Aufmerksamkeit liegt an diesem heutigen Traumtag auf den  "unbenannten Gipfel" (2607m) in der Gratkette zwischen Schafleger und Schwarzhorn im hinteren Senderstal. Dort angekommen wähnten wir uns zunächst auf den in den Karten bezeichneten Schafkogel, mussten nach eingehender Recherche jedoch feststellen, dass wir unser ursprünglich anvisiertes Ziel auch erreicht haben. Jedenfalls handelt es sich bei unserem Berg um eine zu unrecht selten besuchte Destination. Obwohl um einiges höher als der allseits bekannte Schafleger erhält der "nördliche Schafkogel" trotz grandioserer Aussicht wenig Besuch, dafür wird es mehrere Gründe geben. Zum einen wollen die Jäger und Hirten diesen Bereich für die Tiere "reservieren" zum anderen führt kein Steig dort hinauf und der weglose Aufstieg ist etwas mühsam - aber durchaus lohnend! Wir starten vom Parkplatz bei der Kemater Alm und wandern weit hinein in das wunderbare Senderstal. Bald verlassen wir die Forststrasse und folgen dem Steig hinauf zum Kreuzjöchl / Schafleger. Am Kreuzjöchl angelangt geht es dann (zwar einer Steigspur entlang aber ..) unmarkiert weiter den großen Unbekannten östlich querend bis zu einem Sattel. Von hier dann sehr steil und teilweise auf "allen Vieren" aufwärts, ca. 100Hm, ehe es wieder flacher zum breiten und traumhaft einladenden Gipfelplateau geht. Beim Aufstieg treffen wir auf Klaus - mit ihm verbindet uns so einiges in der Vergangenheit, und daher gibt es neben den traumhaften Ausblicken auch so einiges zu bereden und erzählen. Den Abstieg bewältigen wir dann zu dritt, nicht mehr am sehr steilen Aufstiegsweg, sondern etwas "relaxter" am östlichen Hang/Grat des nördlichen Schafkogels. Mit einer Einkehr in der Kemater Alm erfährt der traumhafte Herbsttag dann noch sein gebührendes Ende - so mach HERBST Spass!!!

immer für einen Besuch wert - das wunderbare Morgenköpfl

14.10.2017 - Morgenköpfl

 

Wann die Idee geboren wurde und wie lange wir schon davon reden weiß - glaube ich - niemand von uns so genau! Aber heute sollte der Tag kommen an dem unser lieber Freund Erich zusammen mit uns beiden das Morgenköpfl in Angriff nehmen sollte. Noch im Schatten geht es vom Parkplatz der Forststrasse entlang hinauf bis kurz unterhalb der Profegl Alm. Von dort noch wenige Meter geradeaus weiter bis zur Abzweigung zum Morgenköpfl. Ab hier ist es dann vorbei mit dem langen, aber auch sehr flachen Anstieg über den Forstweg, der folgende Steig macht keine großen Umwege und führt uns direkt, dadurch aber auch teilweise sehr steil hinauf zum einsamen Gipfel des Morgenköpfls - übrigens einem unserer Lieblingsgipfel für all jene welche das noch nicht wissen sollten. Trotz der Steilheit und der bald hinter uns gebrachten 1000Hm zeigt Erich keine Anzeichen von Müdigkeit oder Erschöpftheit und so erreichen wir den Gipfel viel früher als erwartet. Oben am Gipfel dürfen wir dann die Leistung unseres bald 80 jährigen Begleiters und Freundes gebührend feiern, das Wetter und die Sonne scheinen ebenfalls zu gratulieren! Nach einer feinen Jause und langen Rast geht es gut gelaunt dem Aufstiegsweg retour - immer noch sind Bini und ich sehr beeindruckt wie locker Erich diesen Anstieg hinter sich gebracht hat. Von hier aus noch einmal ein großes Kompliment 
an unseren lieben Freund und wenn Du 160 bist dann gehen wir noch einmal zusammen da hinauf - falls Bini und ich dann noch leben sollten!!!

auch wenn der Winter bereits Einzug hält - unser Land ist in all seinen Faccetten einfach nur wunderschön!

23.09.2017 - Faltegartenköpfl

 

Nach den unglaublich schönen zwei Wochen in Rom und auf den Pontinischen Inseln fällt es schwer wieder in den Alltagstrott einzutauchen. Bei unserer Rückkehr haben die Berge bereits den nahenden Winter verkündet und daher zieht es uns im Moment nicht weit hinauf in Richtung Schnee! Wir wählen heute eine "Aklimatisierungsrunde" vom Sattele über Marlstein hinauf zum Faltegartenköpfl. Retour geht es über die schön gelegene Feldringalm (nicht ohne Einkehr - :-)) und von dort weiter hinunter zum Ausgangspunkt - dem Sattele. Eine unschwierige aber zu jeder Jahreszeit und bei fast jedem Wetter sich lohnende Rundwanderung. Der Duft des Meeres ist dabei langsam wieder verblasst, den wunderbaren Duft unserer Bergflora haben wir wieder erleben dürfen - das entschädigt die Trauer um die warme Jahreszeit!

Badestrand Frontone - viele solche Plätze findet man auf der Insel nicht - dafür sind sie aber unglaublich schön

15-21.09.2017 - Ponza - Innsbruck

 

In Ponza allein gäbe es bereits genügend schöne Buchten und Steilküsten, welche besucht werden wollen, allerdings strahlt die nahegelegene Insel Palmarola derart verlockend zu uns herüber, dass wir auch diese unbedingt besuchen wollen. Mittels Ausflugsboot geht es einen ganzen Tag lang rund um Ponza und Palmarola - einfach nur traumhaft schön! In den folgenden Tagen erkunden wir die Insel Ponza selbst (mit 7km Länge nicht schwierig) und begeben uns mit einem kleinen Motorboot auf "Entdeckungsreise". In diesem Webalbum daher ein (hoffentlich) verlockender Einblick in diese wunderschöne Inselgruppe im thyrrenischen Meer - zwischen Rom und Neapel! Nach mehreren Kitschsonnenuntergängen heißt es dann aber Abschied nehmen, allerdings mit der Gewissheit wiederzukommen, denn noch haben wir nicht alle Inseln erkundet - vor allem Ventotene ist noch offen - auf dieser Insel wurde einer der Grundsteine für unser heutiges Europa gesetzt - das "Manifest von Ventotene" (Per un'Europa libera e unita. Progetto d'un manifesto).

Hier nachzulesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Manifest_von_Ventotene. Retour geht es per Schiff und Zug nach Rom und dann mit der Frecciargento (dem Hochgeschwindigkeitszug in Italien) von Rom in 4Stunden und 20min. nach Bozen. Schon immer wollten wir mit dieser "Rakete" reisen und es ist wirklich sehr bequem und beeindruckend wenn man (fast) lautlos mit 250km/h durch die Landschaft rast! ACHTUNG - Ihr müsst "stark" sein - es sind über 100 Bilder - :-) !

schöner hätten wir uns die Ankunft nicht vorstellen können - wie ein Gemälde präsentiert sich der Hafen

14.09.2017 - Rom-Ponza

 

Während unsere netten Idealtours Reisegruppenmitglieder in unserem Hotel in Rom noch friedlich schlafen brechen wir beide um 5Uhr in der Früh bereits auf Richtung Bahnhof "Roma Termini" - denn unser Ziel ist nicht Innsbruck sondern Ponza. Rasant geht es mit dem Taxi durch die noch dunklen und leeren Straßen Roms zum Bahnhof. Von hier fahren wir mit dem Zug nach Anzio um von dort mit dem Schnellboot weiter zu den Pontinischen Inseln bzw. direkt zur Hauptinsel Ponza zu reisen. Nach 70 min erblicken wir unser "Zuhause" für die nächsten 7 Tage und werden nicht enttäuscht. Was sich vor uns präsentiert ist mehr als wir erhofft haben und die Vorfreude an Land zu kommen steigt mit jeder Minute. Bevor wir unsere Hotelunterkunft beziehen MUSS die Ankunft in einer schönen Bar im Hafen gefeiert werden - jetzt IST Urlaub pur!! Mit dem Bus (fährt alle 15min die nur 7km Insel auf der einzigen Hauptstrasse ab) fahren wir danach nach "Le Forna", dem Dorf in dem auch unser Hotel ist. Kurz wird das Zimmer bezogen und dann geht es auch schon Richtung Meer. Der Abend beschert uns den ersten prächtigen Sonnenuntergang mit Palmarola als Kulisse - viele weitere werden noch kommen!

an antiken Kunstwerken und Schätzen wie dieser Kirchendecke fehlt es in Rom nicht - im Gegenteil!

10-13.09.2017 - Rom

 

"Rom ist umwerfend, grandios"!. So oder ähnlich haben wir von vielen Freunden eine Beschreibung der "Ewigen Stadt" nach deren Besuch erhalten. Also wurde es auch für uns Zeit diese einzigartige Stadt, in der sich so viele Kunstschätze von der Antike bis in die Moderne geradezu anhäufen, selbst zu besuchen. Bequem geht es mit dem Idealtours Bus von Innsbruck nach Rom wobei unsere Reiseleiterin Andrea während der gesamten Fahrt die Umgebung kommentiert und wir auch hier schon so einiges interessantes und auch neues Erfahren, in erster Linie bleibt aber die Fahrt nach Rom dadurch sehr kurzweilig. In Rom angekommen beziehen wir unser Quartier und erkunden in den nächsten 2 Tagen mit "unserer" Helga die antike Stadt und den Vatikan! Helga lebt seit über 50Jahren in Rom und kennt hier jeden Zentimeter in und auswendig - eine bessere Führung hätten wir nicht haben können, und trotz ihrer 80Jahre bringt sie mit Ihrer Geschwindigkeit so manch einen aus unserer Gruppe gehörig zum schwitzen. Nach drei Tagen ist der "Zauber" dann aber schon wieder vorbei - natürlich ist das viel zu kurz um alles sehen zu können, aber "Gusto" auf mehr hat der Ausflug auf jeden Fall erzeugt. Für uns ist aber nicht die Innsbruck das Ziel, denn wir velassen hier unsere Gruppe (welche wieder nach Innsbruck retour fährt) - wir haben ein weiteres und spannendes Ziel in Aussicht - die Pontinischen Inseln! Im Webalbum sind nur wenige ausgewählte Bilder - trotzdem sind es sehr viele geworden. Aber es soll auch nur ein Anreiz für den/die ein/e oder andere/n sein, diese Stadt selbst zu besuchen, allerdings gilt es hier auf den Grundsatz zu achten "weniger ist mehr" und wenn möglich einen Stadtführer/in zu buchen - sonst sind einfach zuviele Eindrücke und Unbekanntes das auf einen in dieser wirklich spannenden Stadt "einprasselt"

das Schild hat schon ein paar Jahre am Buckel aber es weist immer noch einen schönen Weg zum Rangger Köpfl und zur Rosskogel Hütte

03.09.2017 - Rangger Köpfl

 

Der große Regen ist vorbei aber die Berge sind bereits angezuckert - jedes Jahr um diese Zeit herrscht ein ähnliches Bild. Wir wollen daher heute nicht "hoch hinaus" sondern zielen Richtung Rosskogel Hütte, auf dem für uns unbekannten Anstieg direkt von Ranggen über den steilen ÖAV Steig hinauf. Wir parken am Beginn der Forststraße, hier beginnt auch der Besinnungsweg nach Inzing. Bei der ersten Kehre wechseln wir auf den ÖAV Steig und dieser führt zielgerichtet nach oben. Trotzdem ein wunderbarer und offensichtlich auch sehr alter Aufstiegsweg zum Ranggerköpfl. Darauf scheinen ein paar ziemlich alte Wegweiser jedenfalls hinzudeuten. Durch einen wunderschönen Wald erreichen wir die Rangger Alm und kurz darauf sind wir auch schon wenige Meter unterhalb der Rosskogel Hütte. Weil sich das Wetter hält und auch kein Schnee liegt 
"erklimmen" wir noch das Ranggerköpfl ehe beim Retourweg dann in der Hütte eingekehrt wird. Dass ein neuer Besen besser kehrt als ein alter, beweist das neue Hüttenteam der Rosskogel Hütte. Alles wirkt erfreulich frisch und sauber, freundlich und gut gelauntes Personal empfängt die Gäste und die verspeiste Kaspressknödelsuppe ist sehr gut. Ausserdem hat die Hütte täglich bis 22Uhr geöffnet was eine Abendwanderung hier herauf verlockend macht! Retour geht es dann wieder am Aufstiegsweg, wobei wir ab und zu nicht dem steilen Steig entlang wandern sondern teilweise der immer wieder querenden und wesentlich flacheren Forststraße folgen. Auch wenn das Wetter nicht perfekt war, wurde es doch eine schöne Wanderung auf einem von uns bislang noch unentdeckten aber schönen Alternativanstieg zum Rangger Köpfl.

am Hohen Furgler - das Bild täuscht, denn das Gipfelkreuz ist riesig - Bini natürlich auch!!!

26.08.2017 - Hoher Furgler

 

Die Gegend um Fiss-Ladis-Serfaus ist normalerweise nicht unser bevorzugtes Wandergebiet. Nicht wegen der Landschaft oder den Bergen - nein, die sind toll - es sind die vielen Lifte und Erschließungen welche uns bisher davon abgehalten haben. Diesmal 
wollen wir ein freudiges Ereignis im Hotel Gebhard in Fiss bei ausgezeichnetem Essen feiern und so reisen wir bereits am Freitagnachmittag an. Etwas mulmig ist uns schon, denn wir wissen wirklich nicht ob wir uns morgen bei der Wanderung zum Furgler zwischen all den Liften und Menschenmassen wohlfühlen werden. Am Abend gibt es dann den erhofften großartigen kulinarischen Genuss und nachdem es wie erwähnt etwas zu feiern gibt auch den passenden Wein dazu. Und so starten wir am Samstag in der Früh noch etwas lädiert zu unserem Abenteuer - der "Wanderung" auf den Furgler. Das Wort Wanderung wurde absichtlich zwischen Hochkommas gesetzt, den unsere "Wanderung" beginnt mit einer ca. 45min. langen Gondelfahrt - :-). Es geht von Fiss hinauf zur Möseralm, hier eine kurze Querung zum Sonnenlift und mit dem hinunter nach Serfaus. Von dort weiter mit der Komperdellbahn hinauf zum Kölner Haus und hinein in die letzte Seilbahn; die Lazidbahn bringt uns hinauf auf fast 2.400m. Ab jetzt müssen wir zu Fuß weiter und eines ist auch schon erkennbar, allein werden wir heute nicht sein. Nach einem kurzen und steilen Aufstieg, erreichen wir den wunderschönen Tieftalsee und nach einer kurzen Rast geht es die restlichen Höhenmeter weiter zum Gipfel des Hohen Furgler der mit 3004m und seinem riesigen Gipfelkreuz die 3000er Marke knapp überwindet. Am Gipfel ist zwar viel los, aber überraschender Weise sind es viele Einheimische, die den Weg hier herauf genommen haben. Der Ausblick ist in alle Richtungen grandios, doch ein Hoher sticht besonders hervor, der Hohe Riffler! Nach einer Weile geht es dem Nord-Ost Grat folgend (eine wunderschöne Gratwanderung - teils ausgesetzt) hinunter zum Furglerjoch und von dort weiter Richtung Furglersee. Den Steig verlassen wir kurz oberhalb des Sees und wandern wieder hinauf zu den Glockhäuser Seen, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Verbergen sich auf dieser Hochebene doch unzählige Naturjuwele und mit dem Blankasee sogar ein recht großer! Wir folgen dann der beschilderten Abzweigung zum Kölner Haus und erreichen nach ca. 1 Std. wieder die Komperdellbahn. Hier beginnt der "Retour-Seilbahn-Marathon" nach Fiss - :-). Kaum in der Gondel beginnt es zu regnen und zu hageln, zu blitzen und zu donnern - und jetzt passiert eigenartiges: Wir sind dankbar das wir bequem und gut geschützt in unserer Gondel sitzen dürfen und nicht unten am Weg Schutz vor den Urgewalten suchen müssen. Hatten wir auch große Bedenken im Vorhinein bezüglich einer Wanderung in dieser Gegend, so hat die Natur doch alle Zweifel mit Ihrer Schönheit wieder beiseitegeschoben. Der Hohe Furgler und die gesamte Gegend im Bereich der Samnaungruppe sind einen Besuch wert - wir waren sicher nicht das erste und letzte Mal hier! Und da wir schon im Grenzgebiet zur Schweiz sind statten wir am nächsten Tag der Burg Alt-Finstermünz und der Festung Nauders noch einen Besuch ab, beide Bauwerke sind tief mit der Geschichte Tirol verwurzelt und man sollte unbedingt die Gelegenheit wahrnehmen in unsere Vergangenheit zu blicken!

Wächter über das hintere Passeier Tal - die/der Hochwart

20.08.2017 - Hochwart

 

Gleich vorweg - Jemand hat uns heute eindeutig "die Show" gestohlen und zwar mein Bruder Stefan. Wieso? - ganz einfach deshalb, weil er seit langer Zeit keine wirkliche Bergtour mehr unternommen hat und heute mal so nebenbei ganze 1000HM hinter sich 
bringt - Bini und ich sind immer noch am Staunen was da heute genau passiert ist !?! Nun,  aber der Reihe nach! Zeitig in der Früh geht es über den Brenner und dem Jaufenpass nach St. Leonhard im Passeier und von dort weiter Richtung Timmelsjoch bis nach Stuls. Wir parken am neuen Parkplatz oberhalb vom Gasthof Morx-Puite und wandern gemütlich der Forststraße entlang hinauf zur Egger-Grub-Alm. Hier wird dann gefrühstückt - und wie!!! - von gekochten "Erdäpfln" über ganzen Knoblauchzehen, Speck und Käse wird uns alles am Teller präsentiert und wir können der Verlockung nicht widerstehen - :-). Stefan hat mit den ca. 300Hm sein Ziel schon fast erreicht, wir haben uns aber die Hohe Kreuzspitze oder die/den Hochwart (je nach Witterung) vorgenommen und so verlassen wir Stefan (gut aufgehoben bei der Egger-Grub-Alm Wirtin und Ihrem Team) Richtung Gipfel. Etwas steiler als zu Beginn der Tour geht es hinauf zur Hochalm und von dort angenehm flach weiter, den Südhang der/des Hochwart querend Richtung Osten. Bei der Abzweigung zur Hohen Kreuzspitze fällt uns dann die Wahl zum Gipfelziel leicht, während die Hohe Kreuzspitze in Wolken verhüllt ist strahlt das Kreuz der/des Hochwart in der Sonne. Abwechselnd steil und wieder flach geht es Richtung Gipfel und so erreichen wir nach einer kurzen "Kletterpartie" den tollen Aussichtsberg. Das hintere Passeiertal liegt uns zu Füßen, das Timmelsjoch ist im Westen auf Augenhöhe und im Norden verschleiern die Wolken gekonnt die höchsten Stubaier, aber die Sonklar Spitze und die Schneeberger Weiße lassen sich immer wieder blicken. Auch das alte Bergwerk "Schneeberg" liegt teilweise im Blickfeld  - wer noch nie dort war, sollte unbedingt nicht verabsäumen in die "Knappenvergangenheit" einzutauchen!!. Während wir so die Ausblicke vom Gipfel genießen folgt ein unerwarteter Anruf - es ist Stefan. Er ist uns von der Alm gefolgt und möchte nun wissen ob wir zur Kreuzspitze oder auf die/den Hochwart gestiegen sind. Und als wären diese 1000HM einfach nichts wandert er dann zu uns herauf - was soll man dazu sagen? Jedenfalls sind wir alle sehr stolz auf diese Leistung und nach einer ausgiebigen Rast geht es dem Aufstiegsweg hinuntern - wohin??? - GENAU - zur Egger-Grub-Alm! Dort dürfen wir uns wie schon in der Früh perfekt bewirten lassen. Der Rückweg zum Auto ist kurzweilig, denn immer noch sind wir alle drei fassungslos über die Leistung meines Bruders - einfach weiter so -Bitte!!!

Bini hat diesmal zwei Lauser bei sich - auf dem Einen sitzt sie, der Zweite hockt daneben :-)

15.08.2017 - Lauser (über Niederreichscharte)

 

Der originelle Name dieses unscheinbaren "Gipfels" hat uns schon lange fasziniert und so dazu beigetragen, dass wir den heutigen Traumtag dazu nützen um vom Kühtai aus über das Längental und die Niederreichscharte den Lauser zu besuchen. Wir parken am Speichersee Längental und wandern das noch schattige aber trotzdem wunderschöne 
Längental Richtung Westen. Kurz vor dem letzten Steilaufschwung unterhalb der Niederreichscharte erreichen uns dann die ersten Sonnenstrahlen. Auf der Scharte machen wir eine kurze Pause, ehe es dem W.-Oltrogge-Weg Richtung Bielefelder Hütte weiter geht. Dieser Weg führt den sehr steilen Westhängen des Hochbrunnachkogel entlang Richtung Norden und ist mit Vorsicht zu bewandern - Ausrutschen ist strengstens verboten! Bald ist der Lauser erreicht und lädt zur Rast ein. Hier müssen wir uns dann auch entscheiden ob wir - wie ursprünglich geplant - die steilen und teilweise schottrigen Hänge weiterwandern um über die Mittergratscharte wieder ins Kühtai zu gelangen, oder der Verlockung erliegen, zur Reichalm abzusteigen. Von dort gelangt man über Farst nach Umhausen, wo einem der  Bus mit Umstieg in Ötz wieder retour ins Kühtai bringt. Schlussendlich siegt die tief unter uns liegende Reichalm mit ihren schönen grünen Bergwiesen. Es geht also vom Lauser dem Grat weiter Richtung Westen, vorerst noch steil und schottrig, bald aber wird es eine Genusswanderung mit herrlichen Tiefblicken auf beiden Seiten. Wir erreichen so die Hohe Warte und dessen großes Gipfelkreuz und kurz darauf die Niedere Warte. Hier muß das kleine Gipfelkreuz von Bini gestützt werden um ein ansprechendes "Gipfelfoto" zu erhalten. Steil geht es dann hinunter zu schönen aber leider unbewirtschafteten Reichalm und von dort weiter - durch einen Märchenwald - hinunter nach Farst. Das gleichnamige Gasthaus hat heute leider Ruhetag und so geht es weiter bergab hinunter nach Umhausen/Östen. Wir erreichen pünktlichst die Bushaltestelle und kommen mit dem Bus  bequem wieder zum Ausgangspunkt ins Kühtai retour. Die Belohnung für die Anstrengungen dieser wunderbaren Talüberschreitung vom Kühtai ins Ötztal holen wir uns bei der Schärmeralm in Haggen ab. Prädikat: sehr empfehlenswert! Die Bedienung ist außergewöhnlich freundlich, das Essen sehr gut und die Alm absolut nicht überlaufen.

 

man sollte sich von der Schieflage des Gipfelkreuzes nicht täuschen lassen - wer hier heroben steht hat alles richtig gemacht - einsam und verlassen wacht die Seebergspitze über Wans

13.08.2017 - Seebergspitze

 

Obwohl es derzeit in Südtirol von Touristen nur so wimmelt, wollen wir heute unser Glück versuchen und ein Ziel südlich des Brenners ansteuern, denn schließlich wurde hier besseres Wetter als in Nordtirol vorausgesagt. So geht es recht früh nach Sterzing und über den Jaufenpass nach Walten (Innerwalten). Hier wird beim Gasthof Innerwalten gefrühstückt, danach geht es weiter Richtung St. Leonhard bis kurz hinter dem 
Lärchenhof (ca. 500m). Hier zweigen wir links ab nach Wans (beschildert!). Wir fahren bis zum großen Parkplatz oberhalb des Wanser Hof und folgen den Schildern Richtung Seebergalm/Seebergspitze. Vom Parkplatz geht es daher kurz retour zum Wanser Hof und über die Brücke erreichen wir den 15er Steig welcher uns hinein ins Sailertal führt. Weiter oben queren wir ein Bachbett und erreichen bald die Seebergalm. Albert (der wirklich 
sympathische und urige Wirt) und sein Hund empfangen uns herzlich und wir dürfen hier ein zweites perfektes Frühstück zu uns nehmen und bekommen dabei so manchen Schwank aus dem Almleben von Albert gratis dazu serviert - :-). Allein die Seebergalm ist diesen Ausflug schon wert! Doch unser Ziel ist "höher gesteckt" und so geht es für uns weiter hinauf Richtung Seebergspitze. Nach wenigen Höhenmetern erreichen wir den traumhaften Seebergsee, jetzt noch in aller Stille. Wir wollen am Retourweg hier rasten und so steigen wir gleich weiter auf Richtung Seebergspitze. Ein fehlendes Schild beschert uns eine nette Wanderung ins Sailertal fast bis zur Alm - kurz vorher erkennen wir den Irrtum und wandern wieder retour bis zum See. Jetzt fällt uns auch der fehlende Wegweiser am Schilderbaum auf - dort wäre wohl der Hinweis zur Seebergspitze gestanden! Egal, wir haben den Weg ja dann doch gefunden und dieser Weg erhebt keinen Anspruch auf "Gemütlichkeit", er führt einfach nur steil die restlichen 500Hm hinauf zum Gipfel. Nur gut dass wir - trotz des Umwegs - immer noch früh dran sind und so die Sonne den Hang nicht komplett aufheizen kann. Am Gipfel dann die Belohnung mit einer 
traumhaften Aussicht über den Jaufenkamm zu den Stubaieren, nach Süden zu den Dolomiten und auch der Tiefblick ins Wanser Tal ist beeindruckend. Retour geht es dann 
wieder den steilen Abschnitt hinunter zum See. Hier werden die Füße im klaren Wasser gekühlt, ehe es dem schönen Jägersteig entlang zur Wanser Alm geht. Hier werden wir freundlichst und bestens bewirtet und gut gestärkt geht es über den Forstweg retour nach Wans. Und die erwarteten vielen Touristen? - Keine Ahnung wo die waren, im Wanser/Sailer Tal jedenfalls nicht - wir haben nur Einheimische Wanderer getroffen und alle waren offensichtlich froh über den noch verbliebenen "Rückzugsort".

 

am Gipfel des Äußeren Hahlkogel -im Westen die beeindruckende glatte Nordwand des Hinteren Hahlkogel

29.07.2017 - Hahlkogel

 

Wahrscheinlich kennt jeder von Euch die beeindruckenden, steilen und oft spitzen Türme welche sich bei einer Fahrt durch das Ötztal von Umhausen bis nach Sölden im Westen empor strecken. Unbezwingbar wirken sie von Norden aus gesehen, umso überraschender 
ist es daher, dass viele dieser rauhen Gesellen an deren Südseite grüne sanfte Hänge aufweisen und so einen relativ einfach Zustieg auf einen Gipfel mit unbeschreiblichem Aus- und vor allem Tiefblick ermöglichen. Auf so einen Gipfel führt uns die heutige Wanderung - auf den Hahlkogel, genauer - da es zwei Gipfel gibt - auf den Äußeren Hahlkogel. Auf den Inneren Hahlkogel führt kein markierter Steig! Wir parken beim Funpark in Huben, überqueren den Bach und folgen den Schildern Richtung Hahlkogel.
Das Gelände hier ist, wie beinahe überall im Ötztal, sehr steil. Unser Steig führt jedoch in angenehmer Steigung hinauf zum Hahlkogelhaus. Beim Hahlkogelhaus angekommen sind wir dann wenig überrascht dass das Haus geschlossen ist,  hat uns doch kurz vorher eine freundliche Ötztalerin die verzwickte Situation um dieses privat geführte Haus in Traumlage erklärt hat. Wir hoffen dass sich in naher Zukunft eine Lösung finden wird, denn es wäre schade wenn dieses "Juwel" keine Zukunft hätte. Nach einer kurzen Rast geht es über flaches, sehr sumpfiges Gelände kurz hinein Richtung Pollestal, ehe wir nach Norden abzweigen wo sich der Steig  den steilen Gipfelhang hinaufwindet. Am Grat angekommen, bekommen wir einen ersten Vorgeschmack auf den gigantischen Tiefblick vom Gipfel, an der Nordseite fallen die Wände extrem steil hinab ins Polltal. Ab jetzt folgt der Steig dem Grat, mit etwas "Kraxelei" muss man rechnen, aber im festen Fels lässt sich das problemlos meistern. Mit diesen schönen, abwechslungsreichen letzten Metern erreichen wir den Gipfel. Ein erster Rundumblick zeigt, die Erwartungen waren nicht zu hoch gegriffen, denn der Tiefblick, ebenso wie Aus-und Weitblick sind phänomenal. Vor allem die glatten Wände des Hinteren Hahlkogels faszinieren. Nach einer Weile am Gipfel bei Windstille und angenehmen Temperaturen zieht es wieder hinunter, wir wollen noch den Wartkogel See besuchen. Am Fuß des Gipfelhangs zweigt der Steig Richtung See ab, diesen erreichen wir in 15min nach ca. 50Hm zusätzlichem Aufstieg. Der schöne See ist sehenswert, wir machen hier auch eine längere Pause und genießen die absolute Stille in dieser wildromantischen Gegend, während über uns ein Adler seine Kreise zieht - kitschiger geht es nicht mehr - oder? Beim Retourweg kehren wir dann in der Polltal Alm ein, werden dort bestens bewirtet und bekommen vom Hausherren aus dem Pitztal noch wertvolle Tipps für weitere Wanderungen und Überschreitungen 
in dieser schönen Gegend. Retour zum Auto geht es dem Aufstiegsweg entlang hinunter nach Huben. Es ist heute schon relativ spät geworden bis wir am Auto ankommen - aber jede erlebte Minute war es wert!

selbst wenn die Gipfel und das Wetter heute traumhaft waren - sie sind die wahren "Highlights" der heutigen Tour

17.07.2017 - Weißwand - Hoher Zahn - Gschnitz

 

Nach einem sehr erholsamen Schlaf und einem feinen Frühstück verlassen wir die Magdeburger Hütte in Richtung Weißwand. Andi's Knie hat die gestrige Probe ganz gut überstanden und so muten wir uns den Weg über die Berge ins Gschnitztal zu. Vorerst führt uns der Weg flach nach Osten bis zum abschüssigen Aufschwung der Weißwand. Ab jetzt warten ca. 500hm steiles Fels- Schottergelände auf uns. Noch im Schatten ist der Aufstieg allerdings angenehmer als gedacht und so erreichen wir schon bald das markante weiße Band der Weißwandspitze. Bevor wir diesem nach Osten folgen nehmen wir noch den schönen Anstieg zur Weißwandspitze selbst in Angriff - bei dem heutigen Prachtwetter einfach ein Muss. Oben am Gipfel dann Aus- und Tiefblicke kurzum: UNBESCHREIBBAR SCHÖN! Nach einer Weile zieht es uns weiter - es geht wieder hinunter bis zum "Weißen Band". Diese bekannte und tolle Querung der Weißwand mit viel Tiefblick ins Pflerschtal verlangt Schwindelfreiheit, Trittsicherheit und möglichst trockene Verhältnisse. Auch wenn dieser Weg viel begangen wird und vermeintlich einfach scheint sollte ihm trotzdem der nötige Respekt entgegengebracht werden. Ein Fehltritt gibt wenig Hoffnung auf ein schönes Abendessen!! Nach der beeindruckenden Querung über das "Band" folgt ein kurzer Abstieg um gleich danach über eine - Dank den Mühen der Erbauer - perfekten Steintreppe hinauf zum Hohen Zahn zu gelangen. Von hier wirkt die Weißwand sehr beeindruckend und ziemlich schroff, kaum vorstellbar wie einfach der Gipfel von der anderen Seite zu erreichen ist! Weiter geht es über wunderbares Gelände und auch voller Vorfreude zum Sandesjoch. Voller Vorfreude(?) werden sich jetzt einige fragen, denn das Sandesjoch an sich ist ja nichts Besonderes. Das stimmt, aber die Vorfreude gebührt den hier lebenden Steinböcken und wir haben Glück, denn sie sind wie auf Bestellung wieder da. Wir halten absichtlich Abstand zu diesen majestätischen, erhabenen Geschöpfen, denn die Ruhe welche sie ausstrahlen, wollen wir auf keinen Fall stören. Aber auch von der Ferne sind sie beeindruckend und wir tun uns schwer zu entscheiden weiter hier zu bleiben oder der Verlockung eines kühlen Getränkes auf der Tribulaun Hütte zu folgen. Schlussendlich und nach einigen Schnappschüssen gewinnt dann doch der Durst ;-) und wir verlassen das Rudel und gehen weiter zur Gschnitzer Tribulaun Hütte. Hier gibt es dann die erwartete Belohnung - die Kaspressknödelsuppe und die Mohntorte waren einfach super! Den Abstieg ins Gschnitztal gestalten wir gemütlich über den Forstweg - in Feuerstein endet dieser Kurzurlaub in einer der schönsten Gegenden der Welt - unserer Heimat Tirol! Das Knie hat auch nicht gemeckert - die Hoffnung auf eine Besuch des Becherhaus lebt!

Schneespitze mit Blick ins Pflerschtal

16.07.2017 - Schneespitze - Magdeburger Hütte

 

Eigentlich steht um diese Zeit das Becherhaus ganz groß auf unserer Liste! Aber Andi traut seinem Knie die Belastung für eine solch fordernde Wanderung nicht zu und so müssen wir schweren Herzens im Moment auf den Besuch des grandiosen Wolkenschlosses verzichten - aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben!! Als Alternative und Belastungstest 
wählen wir trotzdem die Gegend rund um die Hohen Stubaier und daher fällt unser Ziel auf die Schneespitze und als Stützpunkt dient die Magdeburger Hütte (Schneespitzhütte). Mit Herman und Elisabeth Vantsch, den Hüttenwirten der Magdeburger Hütte und ehemaligen Hüttenwirten vom Becherhaus, haben wir so auch eine kleine Verbindung zum Becherhaus geschaffen! Bereits um 07:00 Uhr starten wir vom Parkplatz Hölle im Pflerschtal hinauf Richtung Magdeburger Hütte, und nach einem feinen Frühstück auf der Furtalm (auch unter Ochsenalm bekannt) wandern wir in angenehmer Steigung über wunderbare Wiesenhänge weiter hinauf zur Hütte. Der Aufstieg ist sehr kurzweilig denn die Umgebung ist dermaßen schön und beeindruckend, dass die ca. 900Hm wie im Flug vergehen. Auf der Hütte wird "eingecheckt" und Ballast abgeworfen, und nach einer kurzen Erfrischung geht es mit leichtem Gepäck weiter aufwärts Richtung Schneespitze. Über einen perfekt angelegten Weg wandern wir jetzt durch eine traumhafte und von Gletschern geformte Steinwelt - einfach herrlich. Bald ist der obere Stubensee erreicht und ab hier wird der Weg zusehends steiler, der Untergrund "bröseliger" und die erste Steilstufe zum Gipfelgrat ist in dieser Hinsicht auch noch etwas  Steinschlag "gefährdet" va dann, wenn viele Wandere den Hang begehen. Wir sind aber allein im Hang und kommen so ohne Probleme zum neu versicherten Ost-Grat der Schneespitze. Jetzt folgt eine abwechslungsreiche "Kletterpartie" wer nicht ganz sicher ist sollte hier besser ein Klettersteigset zu Hilfe nehmen! Nach zwei versicherten Abschnitten mit "Spaßfaktor" erreichen wir das Gipfelplateau. Unglaublich wie sich der Rücken der Schneespitze hier ausbreitet - von unten kaum vermutbar! Über diese breite Steinwüste erreichen wir den schönen Gipfel und genießen die herrlichen Aus- und Tiefblick, soweit die immer wieder vorbei ziehenden Wolkenfelder und Nebelschwaden dies zulassen. Etwas südlich unterhalb vom Kreuz sind wir auch vor dem eiskalten Wind geschützt und so dürfen wir an diesem herrlichen Platz eine feine und lange Pause machen. Retour geht es dann wieder dem Aufstiegsweg entlang zur Hütte und dort - endlich! - gibt es eine Suppe und ein Bier als Belohnung! Der Tag endet mit einem herrlichen Sonnenuntergang und genialen Ausblicken auf die Dolomiten und den Alpenhauptkamm. Nach einem feinem Essen folgt noch ein gemütliches "Zusammensitzen" mit den restlichen wenigen Übernachtungsgästen aus Nord- und Südtirol und nicht zu vergessen mit einem amüsanten Ladiner Pärchen aus dem Gadertal. Bald jedoch befällt uns eine wohlige Müdigkeit und so ziehen wir uns auf unser Zimmer zurück, wo wir uns für den nächsten Tag erholen dürfen!

Touristenmagnet und Funpark - jedenfalls nicht das, was wir in der Natur suchen - aber die Gegend und Kulisse ist grandios und kann nichts dafür was der Mensch aus ihr gemacht hat!

02.07.2017 - Großer Gabler

 

Es gab noch einen "Weißen Fleck" für uns im Bereich zwischen den Dolomiten und Brixen. Das war die Gegend um Afers und die Plose mit ihren unzähligen (unscheinbaren) Gipfeln und Graten, aber jeder für sich ein herrlicher Aussichtsberg, die Krönung stellt der Große Gabler dar. Nachdem in Nordtirol Regenwetter angesagt ist fällt die Entscheidung leicht - nichts wie über den Brenner und nach Brixen. Hier durch die Stadt bis zur Abzweigung Plose/Afers/Würzjoch. Jetzt geht es endlos weit hinauf nach Afers (besser wäre gewesen die Seilbahn zur Plose zu nehmen, das erkennen wir im nachhinein). Von Afers noch kurz weiter zum geschichtsträchtigen Palmschoss und von hier hinauf zum Kreuztal. Am Parkplatz (direkt an der Bergstation Plose) beginnt dann unsere Wanderung. Unsere 
"hohen" Erwartungen werden schon bald getrübt, denn das hier ist Ski- und Liftgebiet also wimmelt es hier von Touristen - einige davon dürften auch Wanderer gewesen sein - :-). Egal - wir folgen dem Steig hinauf zur Plosehütte, lassen den Gipfel des Telegraph links liegen und wandern hinunter zum Lüsener Joch. Den Steig und das Tal (Kaserbach) nach Lüsen merken wir uns - unberührt und ruhig lacht es herauf, während wir unseren "Grüß Gott/ Buongiorno Weg" weiterwandern! Bald ist die Pfannspitze erreicht, hier belagern Tschechen das Gipfelkreuz. Also weiter zum eigentlichen Ziel, dem Großen Gabler. Nach einem kurzen versicherten Aufstieg erreichen wir dessen Gipfel und wir staunen nicht schlecht - hier heroben ist relativ wenig los, der Große Gabler ist offenbar zu weit von den unzähligen Liftstationen entfernt und Restaurant oder Vergnügungspark können wir leider auch nicht entdecken! Die Wolken verhindern zwar den normalerweise prachtvollen Ausblick in alle Richtungen dennoch dürfen wir eine Ahnung bekommen wir grandios es hier heroben bei Schönwetter sein muss (wieder ein Grund mehr um über Kaserbach noch einmal hierher zu kommen). Der Peitler Kofel ist zum Greifen nah, die Aferen Geisler ringen mit der Geisler Gruppe rund um den Sas Rigais um die Gunst des Betrachters, und wir können beim besten Willen nicht beurteilen welche Felsformation nun die Schönste ist. Das Ensemble an sich ist wohl das Einzigartige an dieser Gegend. Retour geht es dann hinunter zur Rossalm wo wir aber (nachdem wir dieses Bauwerk - was keineswegs an eine Alm sondern viel mehr an einen Vergnügungspark erinnert - sehen) gerne vorbei wandern und so über den Forstweg wieder den Ausgangspunkt der Wanderung erreichen. Beim (für uns in dieser Funwelt überraschend) urtümlich gebliebenen Restaurant Geisler dürfen wir uns dann mit super gschmackigen Speckknödeln stärken, ehe es wieder retour nach Innsbruck geht. Fazit dieser Wanderung: Die Natur kann nichts für das was der Mensch damit macht, und deshalb ist diese Wanderung und diese Gegend trotz allem Trubel sehr empfehlenswert. Für uns ist ein weißer Fleck auf unserer Wanderkarte verschwunden, wir sind froh diese Gegend erkundet haben zu dürfen - wiederkommen werden wir auf diesem Weg aber nicht mehr - wenn dann durch die vielen (ruhigen) Seitentäler!