BiAn
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2020

unbeschreibliche Ausblicke/Weitblicke beschert das Spitzmandl - man muss nicht einmal ganz hinauf !!

05.09.2020 - Spitzmandl

 

Im Schatten von der großen Schwester hat das Spitzmandl gut lachen, denn im Vergleich zur Saile ist es verhältnismässig ruhig auf diesem ebenfalls herrlichen Aussichtsberg. Wir wollen den Gipfel heute von Kreith aus erreichen und parken daher beim Gemeindeamt in der Hoffnung einen Weg hinauf zur Raitiser Alm zu finden, schließlich ist hier ja auch im Winter der Startpunkt für die Ski- und Schneeschuhtour. Bald müssen wir erkennen dass es nicht wirklich einen Steig/Weg gibt. Wir holen uns beim Bauern die Erlaubnis ein, um über seine Felder die direkte Linie Richtung Raitiser Alm anzutreten. So geht es erst über Felder und dann durch dichten Wald (nicht empfehlenswert) hinauf bis zu einem Forstweg. Nach dem teilweise schwierigen "Gehatsche" folgen wir nun dem Forstweg bis ein steiler Hohlweg "verlockend" noch oben führt. Über diesen gelangen wir dann zu einem weiteren Forstweg und von hier sind es nur mehr wenige Höhenmeter bis zur Alm. An der Alm wird fleißig gebaut, allerdings nicht - wie wir uns erhofft haben - für eine Wiedereröffnung der Almwirtschaft, nein, auf der Alm sollen Ferienwohnungen entstehen, denn damit lässt sich mehr Geld verdienen - :-( . Nach dieser traurigen "Entdeckung" wandern wir weiter Richtung Spitzmandl. Ab jetzt wird es steil, sehr steil und nachdem ich (Andi) heute schon bis zur Alm mit meiner Kondition kämpfen mußte wird es für mich nun eine richtige Herausforderung. Ca. 100Hm oberhalb vom Wetterkreuz verzichte ich dann auf den "Gipfelsturm", während Bini die restlichen 200Hm hinauf sprintet - :-) . Der Inntalblick ist aber auch von meiner Position aus herrlich, und nachdem Bini wieder retour vom "Berglauf" ist, wandern wir gemeinsam zur Kreither Alm hinunter. Nach einer gemütlichen Einkehr geht es dann dem Fortsweg entlang retour zum Ausganspunkt.

 

unscheinbarer "Gipfel" aber mit tollem Ausblick - Gipfelfoto am Mutzeiger mit Blick ins Inntal

15.08.2020 - Mutzeiger

 

Das Wetter soll im Oberland besser werden, daher wählen wir ein Ziel am Forchheimer Höhenweg - den Mutzeiger. Diese Gegend ist wenig frequentiert und für uns oberhalb der Maisalm Neuland. An unserem "Standardparkplatz" bei einem Stadel oberhalb von Roppen beginnen wir die Wanderung. Vorerst geht es gemütlich über den Forstweg hinauf zur Maisalm. Weiter oben lichtet sich dann auch immer mehr der dichte Nebel und wir erhalten erste Sonnenstrahlen. Ab der Maisalm wird es dann spannend, denn es gibt kaum Tourbeschreibungen für den Mutzeiger. Wir wandern also dem Forchheimer Höhenweg entlang weiter aufwärts und erreichen nach kurzer Zeit den Mutkopf und die Muthütte - ein wundersschöner Fleck Erde!! Weiter geht es immer dem Höhenweg entlang hinauf auf einen schönen "Grat" und diesem entlang bis zum unscheinbaren "Gipfel" des Mutzeiger - ohne Karte oder GPS würde man wohl daran einfach vorbeilaufen. Die Aussicht von hier ist herrlich - Inntal und Tschirgant liegen grandios im Blickfeld. Am Retourweg wird bei der Maisalm eingekehrt wo wir von den Jungwirtinen bestens bewirtet werden.

spannendes und für uns neues Gipfelziel im Fotscher Tal - der Orbeitskopf

08.08.2020 - Orbeitskopf - Fotscher Windegg - Almind Alm

 

Das Unbekannte ist für uns besonders reizvoll. Deshalb suchen wir uns immer neue Ziele und besuchen (uns) unbekannte Orte. Umso schöner ist es in nächster Nähe einen solchen Ort zu finden/entdecken. Eigentlich hätte die heutige Wanderung über bekannte Wege zur Potsdamer Hütte (mit Option zum Roten Kogel) führen sollen, doch bei der Almind Alm wurde unser "Plan" einstimmig verworfen - aber der Reihe nach! Vom Parkplatz beim Fotscher Bergheim wandern wir hinauf zur Almind Alm und werden dabei von einem aggressiven Schwan nicht gerade herzlich begrüßt - :-) , aber der wollte schließlich auch nur sein Revier verteidigen - recht so! Kurz unterhalb der Almind Alm blinzelt uns dann von weit oberhalb ein reflektierender Sonnenstrahl zu - das ist neu - was ist das??? Eine kurze Nachfrage bei der Almindalm Wirtin klärt uns dann auf - es ist der Orbeitskopf mit seinem neuen Gipfelkreuz, und auch die weglosen Anstiegsmöglichkeiten bringen wir in Erfahrung - wir entscheiden uns für den "bequemeren". Also wandern wir dem Forstweg von der Alminalm entlang Richtung Saiges Alm. Am der Stelle wo der Steig zur Saiges Alm beginnt ziehen wir weglos hinauf Richtung Orbeitskopf. Durch einen schönen Zirbenwald erreichen wir bald steile, freie Hänge an denen wir zum Orbeitskopf queren - nicht gerade angenehm aber auch nicht wirklich schwierig. Der Orbeitskopf mit seinem schönen Kreuz ist dann eine wunderbare Belohnung für die Mühen, Ausblick und Tiefblick sind grandios. Und nachdem wir schon einmal da sind wandern wir gleich weiter (natürlich wieder weglos - :-) ) hinauf zum Fotscher Windegg und von dort über die Saiges Alm retour zur Almind Alm. Hier wird eingekehrt und wir können uns stärken und gleichzeitig dem Axamer Wotschnverein bei einer Meisterschaft zuschauen. Es ist sehr urig und gemütlich auf der Almind Alm - eigentlich ist die Alm ein kleiner Geheimtipp für all jene die noch
Plätze abseits des Übertourismus suchen. Mit dieser neuen "Entdeckung" des Orbeitskopfes im Gepäck geht es dann wieder zum Ausgangspunkt. Und mir fallen sofort wieder die Worte von einem unserer nördlichen Nachbarn auf der Baslerin ein, welche dieser beim Betrachten des Zuckerhütl von sich gab: "Die Baslerin ist ein schöner Gipfel, aber leider ein Unbedeutender" - ?????? - Diese Aussage begleitet uns seit diesem traurigen "Erlebnis" bei unseren Wanderungen und ich bin jedesmal DANKBAR für solch "unbedeutende" Gipfel wie den Orbeitskopf! Alle anderen dürfen sich ruhig umgeben von Massen an anderen Wanderen auf "bedeutenden" Gipfel herumtreiben - :-)

Blick vom Signalgipfel auf das Becherhaus - wir "schleichen" uns vom Stubaital an, um Erich in seiner letzten Saison am Becherhaus für all die erlebten, wunderschönen Momente DANKE zu sagen.

31.07.2020 - Becherhaus - und einem besonderen Menschen "Danke" sagen

 

Wie oft passiert es einem dass einen ein Mensch von Beginn an beeindruckt - mit seiner Ausstrahlung, mit seiner Energie und vor allem mit seiner Euphorie für SEIN Kind / Werk / Leben? Als wir zum ersten mal Bilder vom Becherhaus gesehen haben wollten wir unbedingt einmal dort oben stehen und dieses eindrucksvolle Bauwerk mit seiner unglaublichen Geschichte "in Natura" erleben. Unser Freund Andre hat uns dann diesen Wunsch ermöglicht und von diesem Zeitpunkt an hat uns der Becherhaus Virus befallen, aber nicht NUR wegen dem eindrucksvollem Haus am Gipfel des Becher, sondern vor allem wegen dessen Hüter und Beschützer Erich (Wirt wäre hier falsch am Platz). Wie er dieses Haus selbst schätzt, führt, behütet ist so eindrucksvoll und zollt größten Respekt. Nicht nur wir denken so, viele andere werden das ähnlich sehen und nicht umsonst konnte er all die Jahre auf viele Freunde und Helfer zählen. Wir kennen nicht alle aber Holger, Sigrid, Elisabeth und natürlich Freund Andre haben ebenso unseren vollen Respekt hier auf 3.200Hm Ihren Beitrag zum Erhalt dieser einzigartigen Schutzhütte zu leisten bzw. geleistet zu haben. Es wird schwer werden einen ebenbürtigen Nachfolger zu finden - wir wünschen es uns allen aber. Dennoch wird ein "Stück" fehlen - die allgegenwertige Aura im Haus - nein, nicht die von Kaiserin Sissy - die vom Erich - der mit alpiner Art dieses 
Haus verschont hat vor dem "Disneyland Image" und das Haus jenes hat lassen sein wofür es gebaut wurde - als Schutzhütte. Wir werden die schönen Abende dort oben vermissen, aber sind auch sehr dankbar für die erlebten, und es waren allesamt wunderschöne Momente. Danke Erich!!!! Ach ja - da ist dann noch unser Tourenbericht: Also wir sind vom Parkplatz der Nürnbergerhütte hinauf über die Bsuchalm zur Nürnbergerhütte. Nach einem Frühstück dort oben sind wir dann weiter zum Freiger (vollkommen überfüllt) und dann zum Becherhaus. Hier durften wir dem Erich dann "Danke" sagen für die vielen schönen Momente! Weiter ging es dann über die Teplitzer Hütte und die Grohmann Hütte hinunter zur Aglsboden Alm und von dort nach Maiern - das war's. Aber war's das wirklich? Wir hoffen nicht - denn wir hoffen das wir Erich wieder mal besuchen dürfen - es muss nicht das Becherhaus sein!

den Gipfel des Ampferstein haben wir heute nicht erreicht - aber auch der Weg dorthin war schön

25.07.2020 - Axamer Lizum

 

Aufgrund der unsicheren Wettersituation fahren wir ohne konkretes Gipfelziel in die Axamer Lizum. Schon bei der Hinfahrt entscheiden wir uns spontan für den Ampferstein, denn wir waren schon einigemale auf diesem schönen Aussichtsberg, das ist aber bereits sehr lange her. Am Parkplatz in der Lizum ist wenig los, dennoch ist am Weg zum Halsl schon ziemlich viel "Verkehr". Auch am Weiterweg zur Ampferstein ist nicht wenig los, wir wandern trotzdem den sehr steilen Anstieg zügig hinauf. Beim Einstieg in die Felsformationen belassen wir es dann, wir sind mit Turnschuhen unterwegs und wollen das Glück nicht herausfordern. Also geht es wieder retour zum Halsl und von dort weiter zum Birgitzköpfl Haus. Hier dürfen wir uns stärken und wandern danach weiter über das Birgitzköpfl hinunter zur Birgitzer Alm. Von hier gehte es über den Butterbründlsteig retour zur Axamer Lizum. Eine schöne Rundwanderung für (fast) alle Wettersituationen - wenn man es flott angeht ist auch sportlich alles dabei!

bei einer Tour im Oberland fast immer DER Blickfang: der Hohe Riffler

19.07.2020 - Kleine Aifner Spitze

 

Schon einmal haben wir versucht auf die Aifner Spitze zu gelangen. Damals war das Wetter dagegen - doch heute ist es so weit. Wir parken beim Naturparkhaus auf der Piller Höhe und wandern entlang traumhaft schöner Wiesen hinauf zur Aifner Alm. Von dort geht es dann etwas steiler und in einem großen Bogen hinauf zur aussichtsreichen Kleinen Aifner Spitze. Da das Wetter nicht besonders ist belassen wir es bei dieser Erhebung - die Große Aifner Spitze ist heute ständig von Wolken umgeben. Retour geht es wieder zur Aifner Alm - dort wird natürlich eingekehrt - :-) und dann weiter zum Ausganspunkt. Fazit: Lange Anfahrt, aber lohnenswerte Gipfel mit traumhaften Blicken ins Oberinntal bzw. zum Kaunertaler Gletscher und Hohen Riffler.

Gipfelfoto oberhalb des Westfalen Haus - das Wetter hält uns nicht davon ab einen "Run" auf die Münster Höhe zu machen :-)

18.07.2020 - Münster Höhe

 

Das Wetter ist heute ziemlich unvorhersehbar. Und so wollen wir einen "Kurztripp" zum Westfalenhaus machen, mit der Option bei guten Verhältnissen weiter zur Münster Höhe zu wandern. Wir starten beim Gasthof Lüsens und Wandern (eigentlich ist es eher ein sportliches "Rennen" - :-) ) dem Sommersteig entlang hinauf  zum Westfalen Haus. Hier werden wir vom Hüttenhund ganz herzlich begrüßt - er ist in der Zwischenzeit schon ein "alter" Herr geworden, aber ein sehr Netter!! Nachdem das Wetter passt geht es für uns noch die ca. 250Hm hinauf zur Münster Höhe. Dort oben bläst ein unangenehmer kalter Wind. Also zieht es uns bald in die warme Stube von Westfalen Haus wo wir uns dann - bestens versorgt - stärken. Retour geht es über die Längentaler Alm wieder nach Lüsens.
Das war heute eine auch zeitlich bedingte "Rennaktion" - aber schön - denn in Lüsens ist es immer schön - egal ob Sommer oder Winter!

der Weg zur Hohen Schöne führt uns vorbei an der Seducker Hochalm - durch den Nebel wird der schöne Bau gut hervorgehoben

12.07.2020 - Hohe Schöne

 

Ihr Name erzeut hohe Erwartungen. Aber selbst das Wetter ist heute nicht der Grund das der Gipfel alles andere als "schön" ist. Spass beiseite - auch dieser Gipfel birgt seinen Reiz - wir haben in der Natur noch kaum einen Platz gefunden der uns nicht gefallen hätte,
ausser es sind die Tourismus Hotspots - aber selbst dann ist die Natur grundsätzlich schön. Vom Weiler Seduck im Oberbergtal geht es von Beginn an sehr steil hinauf zur Seducker Hochalm. An dieser vorbei und weiterhin steil hinauf zur Wildkopfscharte - dem Übergang ins Fotschertal. Ab nun machen wir eine Gratwanderung in ständigen Auf und Ab nach Osten - Richtung Hohe Schöne bzw. Schwarzhorn. Der Nebel bleibt heute leider hartnäckig, was nicht nur den Ausblick trübt sondern auch die "Gipfelfindung" - denn einen Hinweis zur Hohen Schöne sucht man hier vergebens. Und so erklimmen wir die 
"bei Gott wirklich nicht Schöne" über grobes Blockwerk - der Aufstieg jedenfalls ist sehr spannend. Am unscheinbaren Gipfel finden wir eine kleine windgeschützte Nische - hier lässt es sich aushalten. Nach einer kurzen Rast geht es - natürlich wieder im Nebel - retour zur Seducker Hochalm. Endlich bessert sich das Wetter ein bischen und auch unsere Laune - denn wir werden bestens bewirtet. Steil führt dann der Weg wieder retour zum Ausgangspunkt. Auch wenn sie Ihrem Namen heute nicht gerecht wurde sind wir glücklich, denn sie stand schon sehr lange auf unserer Liste - und irgendwie war auch sie 
am Ende der Wanderung dann doch eine SCHÖNE! - :-)

 

in einer Sache gauckelt einem die Gargglerin (Garklerin) nichts vor - beim Ausblick - der ist nämlich grandios!

05.07.2020 - Gargglerin

 

Langsam entwickelt sich auch die Gargglerin zu einem unserer Lieblingsberge. Eigentlich lockt uns ja vor allem die Fauna ins Gschnitztal, doch am Weg zum Sandesjoch ist ein Abstecher auf den prächtigen Aussichtsgipfel immer lohnend. Am Bergfuß gibt die Gargglerin - ihrem Namen entsprechend - vor, ein schwer zu besteigender Felsklotz zu sein - doch das täuscht. Der Aufstieg erfolgt bis zum Gipfel bequem und der Weg schlängelt sich gekonnt durch die bizzaren Felsformationen aufwärts. Lediglich die letzten Meter zum Gipfel sind mit Vorsicht zu begehen, hier ist ausrutschen untersagt! Vom Gipfel selbst hat man dann einen grandiosen Ausblick auf (fast) alle Stubaier Größen. Dominant natürlich Habicht und Pflerscher Tribulaun, aber auch "unser" Wilder Freiger im Westen kann beeindrucken, von den Tiefblicken ins Tal nicht zu reden. Wir starten beim Parkplatz Feuerstein und wandern hinein Richtung Laponisalm bis zum Hinweisschild "Gargglerin". Nun führt ein wunderschöner Steig durch einen Märchenwald in vielen Serpentinen ziemlich flach aufwärts - trotzdem gewinnt man schnell an Höhe. Oberhalb der Waldgrenze wird es dann steil, aber der Tief- und Ausblick wird auch entsprechend beeindruckender. Es folgt eine Hangquerung Richtung Süden und dann stehen 2 der 3 prächtigen Tribulaune plötzlich vor uns - der Gschnitzer und der Pflerscher. Nach einer kurzen Atempause geht es nun in den beschriebenen schönen Gipfelanstieg, der macht richtig Spass. Am Gipfel ist die Sicht einmalig, kaum ein Platz liegt so exponiert und bietet damit traumhafte Blicke in alle Himmelsrichtungen.Nach einer feinen Rast geht es wieder retour zum Joch und von dort Richtung Sandesjoch weiter. Unser nächstes Ziel ist bald erreicht - das Gschnitzer Tribulaunhaus ladet uns zum Einkehren ein. Mit dieser Stärkung geht es dann durch das Sandestal (dem Steig entlang) hinaus nach Feuerstein. Eine traumhaft schöne, lohnende Runde - unschwierig zu begehen, aber mit vielen beeindruckenden Momenten/Plätzen.

der Schwarzsee verspricht Ruhe und Erhohlung - aber eines vor allem - an heißen Tagen perfekte Abkühlung

27.06.2020 - Schwarzsee

 

Heute geht es auf ein lang ersehntes Ziel - auf den Schwarzsee. Wir fahren hinein bis zur Unterstaller Alm und wandern von dort dem direkten Weg, vorbei am schönen Wasserfall hinauf zum See. Durch das steile Gelände erreichen wir diesen bald und es geht sich in der feinen Sonne eine lange Rast inkl. Kneipkur im kalten See aus - sehr fein!! Retour folgen wir dann dem etwas flacheren Steig über die Oberstaller Alm hinunter zum Ausganspunkt. Nach einer feinen Einkehr in der Unterstaller Alm geht es wieder hinaus zum Gannerhof und zum - Ihr dürft gerne raten :-) - genau - zum weiteren Verwöhnprogramm. Morgen fahren es über den Brenner nach Hause, aber es bleibt immer noch viel zu bewandern im schönen Villgratental, also könnte es leicht sein, dass wir bald wieder kommen.

im Nieselregen am Marchkinkele - das Wetter hat heute nicht mitgespielt - die Runde ist dennoch sehr empfehlenswert

26.06.2020 - Toblacher Pfannhorn - Marchkinkele

 

Für heute haben wir uns was Feines vorgenommen. Wir möchten von Kalkstein aus über das Toblacher Pfannhorn der Bonner Hütte einen Besuch abstatten, denn wir durften vor einigen Jahren dort oben bei Alfred übernachten und wollen sehen wie es ihm heute so geht. Der Weg soll dann wieder retour auf das Pfannhorn führen und von dort dem schönen Höhenweg entlang bis zum Marchkinkele. Von dort dann retour hinunter nach Kalkstein. Der Plan war gut und wurde im Vertrauen auf unsere Wetterfrösche geschmiedet - doch diese haben leider versagt. Schon beim Start erkennen wir dass wir - sollten wir die Runde durchziehen wollen - SCHNELL sein müssen. Und schnell sind wir - genauer so schnell wie ich es schaffe, denn wäre Bini allein unterwegs würde es noch viel 
schneller Richtung Gipfel gehen - :-) . So sind wir bald am Toblacher Pfannhorn und dürfen auf die schöne Bonner Hütte hinunter blicken. Doch ein Abstieg unter den bereits düsteren Wolken erscheint uns nicht mehr möglich und so starten wir bald zur langen Gratwanderung Richtung Marchkinkele. Dieses erreichen wir bereits bei leichtem Nieselregen und daher geht es gleich hinunter nach Kalkstein, denn der Weg ist steil und könnte bei Nässe ziemlich rutschig werden. Doch wir haben Glück und das Wetter bleibt mäßig schlecht, bis sich dann am Ende der Wanderung sogar eine Besserung einstellt. Dieses Spätnachmittagliche Schönwetter nutzen wir auch gleich um das Winkeltal und die Volkzeiner Hütte (mittels Auto) zu erkunden - einige neue Wanderideen tun sich dabei auf - :-). Retour im Gannerhof wird dann wieder geföllert :-) . Es soll uns niemals schlechter gehen - wir sind jedenfalls dankbar für solch schöne Erlebnisse!

wen wundert's bei diesem Anblick dass der Pragser Wildsee normalerweise heillos "Überlaufen wird" - heute aber nicht - :-)

25.06.2020 - Pragser Wildsee

 

Eigentlich hatten wir die Destination "Pragser Wildsee" bereits aufgegeben. Zu Überlaufen ist dieser Ort in "normalen" Zeiten. Es ist bereits so weit entartet, dass in der Hauptsaison das Tal "abgeriegelt" werden muss und nur mehr Busshuttles verkehren - die Einwohner im Tal wissen sich gegen den Ansturm kaum noch zu helfen. Doch wie ist es in der Zeit von Corona?

Nachdem es in Osttirol heute regnet versuchen wir unser Glück, in der Hoffnung - durch die immer noch mäßige Reisefreudigkeit von Deutschen und Italienern - einen "Tourismus entspannten" See vor zu finden. Von Innervillgraten ist es nicht weit über die Grenze und zum See. Dort angekommen sind dann doch einige Touristen vor Ort, allerdings ist die Anzahl an Besuchern für dortige Verhälnisse nicht erwähnenswert. Und so dürfen wir den Pragser Wildsee umrunden ohne auf Gegenverkehr und Menschenmengen achten zu müssen, und das obwohl heute die Crew von Terence Hill vor Ort ist um Szenen für "Un passo dal cielo" (Ganz nah am Himmel) zu drehen - was normalerweise noch mehr Leute anlockt. Wir wandern hinein zur Grünwaldhütte, und noch ein Stück weiter. Retour geht es dann am östliche Seeufer und unsere Freude ist groß, denn der wirklich schöne See kann ja nichts für seine Beliebtheit und den daraus resultierenden Massentourismus. Dem Osttiroler Regen entflohen und ungemein dankbar für den Besuch am Pragser Wildsee geht es retour ins Villgraten Tal.

kein Wunder das die Italiener selbst mit Gewalt hierher wollten - Spass beiseite - leider war auch diese wunderschöne Gegend umkämpft - und das einfach sinnlos!!!

24.06.2020 - Wolayersee

 

Wir verlassen das schöne Kärnten und den wunderbaren Weissensee und fahren über das Gitschtal und das Lesachtal Richtung Osttirol. Eine kurzer Ausflug zur Hubertuskirche beflügelt uns dann eine schnelle Tour zum Wolayersee zu machen - das Wetter ist einfach zu schön um den ganzen Tag im Auto zu verbringen. Dies Tour haben wir vor einigen Jahren schon einmal unternommen, damals beim Urlaub im schönen Tuffbad unweit von der Hubertuskapelle entfernt. Nachdem es fast Mittag ist gehen wir den Weg sehr zügig an, was aber durch den Forstweg keine große Herausforderung darstellt. Bald erreichen wir die erste Hochebene mit der Oberen Wolayer Alm und kurz darauf befinden wir uns schon am letzten Anstieg zum See. Die Wanderung dorthin ist wirklich sehr lohnend - der See und die dominante Felsformation der Seewarte sind sehr beeindruckend. Nach einer feinen Einkehr bei der Hütte geht es dann (im schnellen Schritt - :-)) retour zum Auto, denn wir sollten bei Zeiten in Innervillgraten eintreffen - der Gannerhof und das geniale Essen von Herrn Mühlmann wartet dort auf uns - :-).

nicht nur wir geniessen den herrlichen Weissensee - am Ufer und selbst im Wasser findet man auch viele Pflanzen welche sich hier wohlfühlen

20bis23.06.2020 - Weissensee

 

Ein Kurzurlaub in Coronazeiten führt uns nach Kärtnen, genauer  zum (uns noch unbekannten)  wunderschönen Weissensee. Mit unserer Unterkunft im Hotel Enzian und dessen freundlichen Hoteliersfamilie Cislar haben wir einen wahren Glückstreffer gelandet. Der See selbst ist zwar noch ziemlich kalt, dennoch geht sich die ein oder andere
Schwimmeinlage aus. Aber auch sonst gibt es rund um den See viele Gelegenheiten um sich sportlich zu betätigen - für Tiroler in eher gemäßigtem Bereich, da die Berge und Anstiege meist sehr flach und gleichmässig verlaufen. So verbringen wir ein paar wunderschöne Tage mit sehr abwechslungsreichen Aktivitäten ehe es für uns weiter 
nach Osttirol geht. Jedenfalls ein sehr empfehlenswerter Platz für alle die einmal etwas ruhiger treten wollen! Auch im Winter bietet das Gebiet mit Langlauf, Eislauf am See und Schneeschuhtouren rund um den See so einiges - für uns sehr verlockend!

Rossrugg und Turnerkamp - nur ein kleiner Vorgeschmack auf die herrliche Kulisse am Weg zur Berliner Hütte

01.06.2020 - Berliner Hütte

 

Wann, wenn nicht jetzt ist es Zeit für einen Besuch der Berliner Hütte im Zellergrund?
Nachdem das Wetter prächtig ist, die ausländischen Touristen erst am 15.06 ins Land dürfen und heute die Hütte in die Sommersaison startet ist für uns genau HEUTE der richtige Tag dafür. Die Anfahrt ist für das Zillertal sehr untypisch - ohne Stau geht es von Innsbruck nach Mayrhofen und weiter nach Ginzling - :-). Kurz vor der Mautstelle zum Schlegeis Stausee parken wir am großen Parkplatz beim Gasthof Breitlahner. Allein sind wir nicht, soviel ist klar. Kaum auszudenken wie es hier zugeht wenn auch noch die ausländischen Touristen angereist sind. Vom Parkplatz wandern wir hinunter zum Bach, überqueren diesen und dann geht es sehr flach aber weit hinein in den Zemmgrund. Am ersten Talschluß führt der feine Forstweg dann in Serpentinen hinauf, vorbei an der Grawandhütte zur Waxeggalm wo wir ein erstes Hochtal erreichen und erstmals die grandiose Bergkulisse erblicken. Vorbei am noch geschlossenen Berggasthof Alpenrose führt uns ein Steig noch ca. 100Hm hinauf zur denkmalgeschützten Berliner Hütte. Und wirklich, sie ist ein Prachtstück an Architektur und stummer Zeuge vergangener Zeiten. Stumm? - nein, nicht wirklich, denn obwohl heute der erste Tag der Bewirtschaftung der Hütte ist, sind viele Einheimische und einige fremde Touristen (wir wir zwei Innsbrucker) hier herauf gewandert - und jeder Meter und Höhenmeter waren es wert. Nach einer feinen Rast und Einkehr in der Hütte geht es denselben (langen) Weg retour. Angekommen am Ausganspunkt sind wir dann überglücklich diese schöne Landschaft in aller Stille (so gut es hier halt geht) besucht zu haben und auch eindlich einmal den 
beeindruckenden Saal der Berliner Hütte in natura gesehen zu haben - ab 15.06 wird das wohl nicht mehr in dieser Ruhe möglich sein!

hart erkämpft - dafür umso schöner - der traumhafte Ausblick von der Elferhütte

30.05.2020 - Elferhütte

 

Elferhütte? Klingt nicht sehr spannend - oder? Für uns schon, denn erstens waren wir noch nie dort oben (logisch, da ein Lift hinauf führt - :-) ) und zweitens haben wir einen nicht markierten Weg entdeckt, welchen wir finden und bewandern wollen. In Neustift Neder parken wir direkt beim Ende der Rodelbahn welche aus dem Pinnistal führt und wandern wenige Meter hinein ins Pinnistal. Bereits nach ca. 30m sollte der Hennenbichlsteig abzweigen. Zu unserem Glück ist gerade ein Einheimischer hier mit Holzarbeiten beschäftigt und bestätigt uns so den Weg gefunden zu haben. Allerdings ist er offensichtlich etwas überrascht (sein Gesichtsausdruck spricht Bände - :-) ), das wir den sehr steilen Weg wählen, und nicht bequem über die Rodelbahn oder mit dem Lift die Elferhütte erreichen wollen. Schon nach den ersten Metern erfahren wir was der Mann mit steil gemeint hat - er hat jedenfalls nicht übertrieben. Der Steig führt ohne Gnade direkt immer dem Grat des Hennenbichls folgend aufwärts, weshalb wir ihn Hennenbichlsteig nennen - so haben wir das auch auf einer Karte nachlesen können. Markierung gibt es keine, die Steigspuren sind aber immer sehr gut erkennbar, und überhaupt muss man nur dem Grad aufwärts folgen. Wir erreichen eine kleine Almwiese wo uns eine sehr aggressiv wirkende Kuh zum ausweichen zwingt - sie scheint heute nicht ihren besten Tag zu haben, oder das Gras ist schlecht - :-). Es geht steil weiter ehe es kurz 
vor der Bergstation der Elferlifte abflacht und wir die Wiesen neben der Skipiste betreten. Noch 200Hm weiter hinauf zur Elferhütte, wo aufgrund der derzeitigen Situation um Corona natürlich noch sehr wenig los ist. Der Ausblick von hier über das Stubaital bis nach Innsbruck ist traumhaft. Eine Einkehr bei der Hütte lassen wir uns natürlich nicht entgehen und wir werden freundlich bewirtet, das Essen ist super. Nach dieser feinen Stärkung bewältigen wir den Retourweg dann "Füße schonend" über den Forstweg hinunter zur Issangeralm und von dort dem Pinnistal entlang hinaus zum Ausgangspunkt. Das war heute nach der Mute in St. Sigmund gleich folgend eine weitere sportlich fordernde Wanderung über einen extrem steilen Steig - aber schön!!!

wer in den Bergen überleben will, sollte gut geschützt sein!

24.05.2020 - Mutenkogel (Mute)

 

Eigentlich hätte die Juifenalm unser heutiges Ziel werden sollen. Doch bei der Ankunft am Parkplatz drehen wir gleich wieder um, denn es ist schon überraschend viel los. Offensichtlich sind derzeit auch jene in den Bergen unterwegs, welche um diese Zeit normalerweise schon überm Brenner am Gardasee urlauben. Aber es dauert nicht lange und und wir haben ein neues Ziel - die Mute bei St. Sigmund. Dieser Gipfel mit dem steilen Anstieg eignet sich heute bestens, denn bei warmen Temperaturen kann es dort schon ziemlich schweißtreibend werden. Vom Parkplatz ins Gleirschtal geht es bis zur Brücke. Vor dieser dann beschildert weiter kurz entlang eines alten Forstweges bis wir das Bachbett erreichen. Noch kurz über Wiesen bis zum steilen Aufstieg. Ab nun machen wir Höhenmeter in kürzester Zeit, allerdings sind immer wieder kurze flache Abschnitte dabei - der Weg ist perfekt angelegt. Im Nu erreichen wir so den prächtigen Aussichtsgipfel, die Temperaturen laden allerdings nicht zum Verweilen ein. So machen wir uns bald wieder auf den Rückweg hinunter ins Gleirschtal. Wer eine kurze aber sportlich fordernde Wanderung sucht ist mit der Mute bestens beraten und wenn die Verhältnisse halbwegs fein sind kann man den tollen Blick über das Sellraintal auch richtig genießen.

wir haben es bereits zum 14. mal gemeinsam auf die Scharte geschafft - jetzt freuen wir uns schon auf #15 - :-)

21.05.2020 - Innsbruck-Scharnitz#14 - Solsteinhausvariante

 

Vorgestern hatte die Wettervorhersage noch traumhaftes Sommerwetter für den Feiertag vorhergesagt, gestern wurde es dann schon "trüber". Wir lassen uns dennoch nicht von der bereits 14. Innsbruck-Scharnitz Tour abhalten, auch wenn es diesmal (wie schon ein paar mal vorher auch) nicht nach Scharnitz gehen soll. Um Punkt 06:00Uhr verlassen wir die Wohnung und wie üblich geht es über Sill und Inn nach Mühlau. "Wie üblich" stimmt nicht ganz - es ist ruhiger als sonst - Corona zeigt immer noch Wirkung. Wie üblich treffen wir in Mühlau auf die bereits frühstückenden Kühe und erreichen dann bald den Wald. Hinauf zur Arzler Alm, an dieser vorbei und um 07:40Uhr steigen wir in die Arzler Reisn ein - vorher bete ich kurz, ein letzter "Hilfeschrei zum Himmel" - :-). Dann kommen die steilen 1.000Hm - die Reisn zeigt wie üblich keine Gnade. Nach 2 Stunden erreichen wir dann die Scharte, es dauert ca. 10msec. und alle Qualen sind verflogen - die wunderbare Pfeis liegt vor uns. Nach einer kurzen Pause geht es hinunter zur Pfeishütte. Dort sind die Wirtsleute bereits bei den Vorarbeiten für die nahende Öffnung der Hütte - wir wollen nicht stören und bereiten unser traditionelles Frühstück etwas oberhalb der Hütte (beim Marterl) vor. Neben den üblichen Köstlichkeiten gibt es heuer erstmals auch Kaffee - sehr fein!!. Nach einer ausgiebigen Rast wandern wir weiter, das Samertal hinaus Richtung Möslalm. Auffallend wenig Schnee ist im Tal und auch keine Überreste von Lawinen vom Winter 2020 sind erkennbar. Uns ist das sehr recht, so können wir seit langem wieder einmal über den direkten Weg entlang des Baches die Möslalm erreichen. Nun wäre eine Erfrischung fein, doch der Anblick der Massen welche die Tische bevölkern und entgegen den Geboten und jeglicher Vernunft den derzeit notwendigen Mindestabstand nicht einhalten (wollen/könnnen), verlieren wir die Lust auf eine Pause und wandern gleich weiter Richtung Kristenalm. Diese wird derzeit renoviert, dennoch können wir unsere Wasservorräte am Brunnen auffüllen und ein bischen mit der Wirtin plaudern. Die letzten Höhenmeter hinauf zum Solsteinhaus sind dann weniger anstrengend als erwartet und wir erreichen die gut besuchte Schutzhütte. Hier wird wieder verantwortungsvoll gearbeitet, 
Desifektionsmittel, Mindestabstand und Schutz der Kellner/Wirte wird gewährleistet. Nach einer feinen Bewirtung gilt es dann den weiten Abstieg zum Bahnhof Hochzirl zu bewältigen, aber trotz schnellen Schrittes werden wir den Zug um 17:00Uhr nicht mehr erreichen. Um nicht bis 19:00uhr warten zu müssen ist dann wieder einmal Brüderchen Stefan zur Stelle, der uns vom Bahnhof heim nach Innsbruck bringt - Danke!!! Geschafft, stolz und voller Vorfreude auf den Übergang #15  gibt es dann zuhause ein Gläschen Prosecco auf den gelungenen Tag, jetzt heißt es aber wieder ca. 365 Tage warten - bis wir unsere gemeinsame Jubiläumswanderung machen können - aber Vorfreude ist bekanntlich eine der schönsten.

gehofft haben wir ja irgendwie sie zu sehen - aber als sie dann vor uns standen war es doch überraschend und unglaublich beeindruckend

17.05.2020 - Rosskopf (Kreuzjoch)

 

Das einzig negative an der heutigen Unternehmung ist - wenn man so will - die lange Anreise. Allerdings ist es die Gegend allemal wert. Wir sprechen vom Pitztal und hier von einer Wanderung ziemlich weit am Ende dieses immer noch urigen Tales. Unser Ziel ist der Rosskopf (oder auch Kreuzjoch). Kurz nach St. Leonhard beim Ortsteil Scheibe parken wir direkt an der Landesstrasse. Wir überqueren die Pitztaler Ache über die nahe Brücke und folgen dem steilen Steig hinauf zur Arzler Alm (der Steig ist derzeit allerdings an Werktagen wegen Arbeiten am Forstweg gesperrt). Über steiles Gelände erreichen wir bald die schön gelegene Arzler Alm - der Blick zur Hohen Geige soll uns hier und auch bei der weiteren Wanderung allerdings verwehrt bleiben. Nach dem steilen Aufstieg zur Alm geht es nun gemütlich und über herrliches Almgelände weiter, vorbei an einer Jadghütte und zwei traumhaft schön gelegenen Hirtenhütteln in einem Bogen nach Norden drehend zu unserem Ziel - dem Kreuzjoch. Der Weg Richtung Norden ist dann etwas mühsam - hier gilt es noch viele kleine Schneefelder zu queren. Doch die Anstrengung lohnt sich - wir stehen am Gipfel des Rosskopf (Kreuzjoch). Eigentlich wollten wir vom Joch an dessen Nordseite hinab in das Tiefental wandern, doch derzeit liegt hier einfach zuviel Schnee und so wird dieses Vorhaben aufgegeben. Um beim Rückweg die Schneefelder zu vermeiden wandern wir direkt vom Gipfel über steile Hänge hinunter zur Arzler Alm - eine in Nachhinein fragwürdige und nicht empfehlenswerte Variante - neben der Steilheit ist es teilweise sehr rutschig und kaum begehbar. Dennoch erreichen wir bald die Alm und über den Steig den Ausgangsort bei der Pitztaler Ache. Wir konnten heute wieder viel neues entdecken und so manches neue Ziel haben wir auch gefunden - das Pitztal hat uns  hoffentlich nicht zum letzten Mal "ertragen" müssen - :-)

da wollte mir Bini doch tatsächlich nach Südtirol abhauen - aber gerade noch rechtzeitig konnte ich sie davon abhalten - :-)

16.05.2020 - Sattelberg Alm - Grenzgang

 

Gestern haben wir mit Brüderchen Stefan die neu erwachte Gastronomie ausgiebig willkommen geheissen - es war wundervoll. Und heute möchten wir trotz grausligem Wetter auch bei den Wirtsleuten auf den Almen vorbeischauen - wir sind neugierig wie eine Gastronomie in der Höhe in Zeiten von Corona funktioniert und funktionieren kann! Unsere Wahl fällt auf die Sattelberg Alm. Oberhalb der Vinaderer Kirche geht es dem Forstweg entlang hinauf zur Alm und nachdem das Wetter zumindest nicht schlechter wird, wandern wir weiter Richtung italienischer Grenze. Dieser "Zusatzabschnitt" ist wirklich lohnend, denn auf der Hochebene kann man so einiges Schönes entdecken. Ein kurzer "illegaler" Grenzübertritt musste dann auch noch sein - :-) aber bevor die Carabinieri das bemerkt hatten waren wir schon wieder in Tirol - :-) . Dann wurde es spannend - die Einkehr bei der Sattelberg Alm stand für uns bevor. Die Erwartungshaltung war nicht groß, was sich die Wirtsleute allerdings für diese schwierige Situation überlegt haben hat uns dann doch sehr beeindruckt. Beim Ankommen auf der Alm erwartet den Wanderen ein Desinfektionsplatz - und am Eingang ein Krampus mit Schutzmaske -:-) . Im Lokal sind überall markierte Abstandshinweise, die Theke ist vollständigt mit Plexiglas/durchsichtigem Vorhang abgeschottet und die Wirstleute halten sich per Gesichtsschutz (Plexiglas) an alle Vorgaben welche wir derzeit einhalten sollen / müssen. Sogar eine Einbahnregelung hat sich die Wirtin ausgedacht um mögliche Begegnungen der ankommenden und die Alm verlassenden Gäste zu minimieren. Aber all diese Vorkehrungen hat eines in den Schatten gestellt - das erste servierte Weizen und die erste servierte Knödelsuppe seit langem - Danke, Danke, Danke! Wenn sich alle (inklusive der Gäste) an die derzeit notwendigen Reglelungen halten, scheint ein normaler Besuch auf den Almen und in den Wirtshäusern wieder in naher Ferne - machen wir einfach alle mit! Übrigens beim verzehren der Knödel und beim Bier musste ich unweigerlich an Gott denken (welchen Gott auch immer). Jedenfalls ein unbeschreibbar schönes Gefühl, endlich wieder das tun zu können was vorher "normal" schien!

auf der Anger Alm - ein stilles und unscheinbares Platzl - gerade deshalb so wunderschön!

09.05.2020 - Anger Alm - Krimpenbach Alm - Rangger Köpfl

 

Er ist mit Sicherheit unser liebster Anstieg zur Rosskogelhütte - der steile Weg von Hinterburg über die schöne Anger Alm hinauf zur Krimpenbach Alm und von dort über's Rangger Köpfl zur Rosskogelhütte. Ein Grund ist die Ruhe in der Hinterburg - hier hin verirrt sich kaum ein Wanderer und die Steilheit des Steiges trägt ihren Teil dazu bei. Und gerade diese Steilheit ist der Reiz, denn ausser von Ranggen über den direkten Steig hinauf zur Rosskogel Hütte kommt man nur mit dem Lift in dieser Zeit auf solche Höhen. Von Hinterburg starten wir also gemütlich über den Forstweg (im Winter eine Naturrodelbahn) ehe es dann kurz danach an's "Eingemachte" geht. In kürzester Strecke und Zeit erreicht man bei dieser Steilheit die wunderschöne Angeralm - natürlich ein Platz zum Ausruhen! Nach der kurzen Rast geht es dann wieder gemütlicher weiter hinauf zur Krimpenbach Alm. Die Frühlingssonne ist voll aktiv und daher rauschen überall kleine Bäche über die Krokusdurchsetzten Wiesen - Natur ist einfach herrlich! Ein kurzer Halt am Rangger Köpfl, ein tangentieren der noch geschlossenen Rosskogelhütte und der Abstieg über den schönen Weiler Gfas runden dieser wunderbare Wanderung im wahrsten Sinne des Wortes ab. Dieser Tag hat uns wieder einmal gezeigt weshalb wir diese Runde so mögen!

Taler Bergmähder - ein traumhaft schönes Platzl

03.05.2020 - Lichtsee - Rohrsee - Taler Bergmähder

 

Es gilt die Zeit der Stunde (die Zeit der Stille) zu nutzen und trotz des wechselhaften Wetters ein kleines Sonnenfenster zu finden. Wir haben mit unserer Wahl Glück - im Obernbergtal ist es mit wenigen Ausnahmen angenehm warm und auch weitgehend 
verläuft unsere Wanderung unter der fein wärmenden Frühlingssonne. Wir starten beim Gemeindeamt von Obernberg und wählen den steilen und damit direkten Weg hinauf zum Lichtsee. Durch einen wunderbaren Lärchenwald erreichen wir bald den noch zugeschneiten Lichtsee. Viele Wanderer haben sich nicht hier herauf "gewagt" aber eine Handvoll sind es doch geworden. Wir bleiben nicht lange sondern wandern gleich weiter (Richtung Osten) zum Rohrsee. Weglos und teilweise über steiles Gelände geht es dann weiter hinunter zu den Taler Bergmähdern, einem wirklich traumhaft schönen und ruhigen Almgebiet. Von hier erreichen wir bald unseren Aufstiegsweg welchen wir wieder zum Ausgangspunkt folgen. Nach Tagen der "Isolation" in der näheren Umgebung von Innsbruck war dieser Tag wieder reinstes Vergnügen!

Selbst in nächster Umgebung von Innsbruck gibt es immer noch neue Plätze zu entdecken - zumindest für uns!

26.04.2020 - Entdeckungstour oberhalb der Rumer Alm

 

Gestern habe ich von Boscheben aus die Arzler Scharte fotografiert um die dortigen Verhältnisse genauer prüfen zu können - schließlich ist es nicht mehr lange bis zu unserer "Überschreitung" im Jahr 2020. Auf dem Bild sind uns dann zwei Hütten oberhalb der Rumer Alm aufgefallen die wir nicht kennen. Also beschließen wir heute auf Entdeckungstour zu dorthin gehen. Von Innsbruck aus geht es mit dem Radl über die Hungerburg zur Arzler Alm und weiter bis zur Rumer Alm. Auf der Alm herrscht ein 
gehöriger Trubel, sicher auch deshalb weil die Wirtsleute Getränkeautomaten aufgestellt haben - :-) . Wir schieben die Radln noch ein Stück weiter den Weg hinauf Richtung Vintlalm um sie dort dann an einer geeigneten Stelle zu "lagern". Weiter geht es jetzt nun zu Fuß. Nach einigen Serpentinen treffen wir auf eine unscheinbare Abzweigung, und zwar an der Stelle wo der Weg zur Vintlalm erstmalig flach wird - Beschilderung oder Markierung gibt es aber keine. Wir folgen nun dem Steig Richtung Westen welcher in einem bemerkenswert guten Zustand ist und sichtlich gewartet wird. Bald erklärt sich dieser Zustand - wir treffen auf das erste von uns gesuchte Hüttl - ein Jagerhüttl. Der Weg führt aber weiter, offensichtlich zur Arzler Reisn. Durch die unzähligen Wanderungen durch die Reisn wissen wir natürlich von vielen kleinen Steigen, doch darauf gewandert sind wir auf wenigen. Also nehmen wir die Gelgenheit beim Schopf und wandern weiter in Richtung "Kaiser Sattle" - falls wir ein Schild oberhalb der Hütte richtig deuten. Es kann aber auch sein, das damit die andere Richtung beschildert ist - nämlich der Weg zur Kaiser Säule bei der Thaurer Alm - wir wissen es nicht. Ab jetzt ist der Weg nicht mehr ganz so gut gewartet und auch das Gelände wird steiler. Nach ca. 20min. erreichen wir einen sehr schönen Aussichtplatz (das Kaiser Sattle??), doch vom zweiten gesuchten Hüttl ist nichts zu sehen. Beim Rückweg durchkämmen wir daher das steile Waldgelände weglos, in der Hoffnung mit etwas Glück auf das Gebäude zu stossen. Doch die dichten Latschen und der extrem steile und von Windwürfen durchzogene Wald verhindert eine genauere Erkundung. Also müssen wir uns heute mit einer "Entdeckung" zufrieden geben. Zuhause erkennen wir dann unseren "Fehler" - das gesuchte zweite Hüttl ist nicht oberhalb vom Jagerhüttl zu finden, sondern unterhalb - :-). Auch gut, so bleibt ein neues "Abenteuer" für die Zukunft. 

Ellbögener Kreuz - in der Nähe von Boscheben - wir nennen diesen schönen Platz zumindest so!

25.04.2020 - Meissner Haus - Boscheben

 

Heute ist das Wetter sehr wechselhaft und da es kaum vorhersehbar ist wo ein blauer Fleck beständig die Wolken aufhält, wählen wir ein Ziel in der Nähe von Innsbruck - wir wollen von Tarzens hinein in das schöne und ruhige Viggartal. Vom Parkplatz geht es vorbei am Kehrerhof hinauf zum Almenweg 1600. Diesem herrlichen Steig folgen wir dann weit hinein ins Tal bis zum Meissner Haus. Nachdem sich das Wetter hält, wandern wir dem steilen Steig hinauf Richtung Boscheben. Bald sind die ca. 300Hm überwunden und wie auf Kommando kommt die Sonne genau rechtzeitig zum Vorschein und wir haben es ungemein fein in dieser derzeit stillen und einsamen Gegend. Nach einer schönen Rast 
geht es dann wieder denselben Weg retour und während sich rund um uns die Wolken stauen dürfen wir fast durchgehend in der Sonne wandern - Danke!!!

man muss nicht zwingend die eigenen 4 Wände verlassen um in der Natur zu sein - aber irgendwann wird diese Welt dann einfach doch zu eng!

19.04.2020 - Pfarrachalm - Jochkreuz

 

Heute ist ein wunderschöner Tag. Nicht weil das Wetter so berauschend wäre - nein, das ist eher mies. Der Tag ist deshalb so grandios weil es unsere erste "Bergwanderung" seid dem "Lockdown" ist und wir uns darauf natürlich schon lange gefreut haben. Aber auch wenn die Sehnsucht danach sehr groß war haben wir uns an die Einschränkungen gehalten, nicht weil wir alles tun was uns "von oben" vorgeschrieben wird, sondern weil wir selbst daran glauben, dass jeder einzelene seinen Beitrag leisten kann (und muss!!) damit wir alle wieder sehr schnell aus dieser beengten Situation herauskommen. Daher haben wir auch eine leichte Wanderung ausgesucht. Vom Parkplatz oberhalb von Telfes folgen wir dem Steig bis zur ersten Querung der Forststrasse. Hier geht es dann bequem
der Forststrasse entlang hinauf zur Pfarrachalm. Auf der Alm ist schon einiges los - nein, kein Gelage oder sonst eine Massenveranstaltung, es sind Hannes (der Wirt der Pfarrachalm) und ein paar Helfer welche die Alm (das Gebäude) auf Vordermann bringen.
Wir wandern etwas weiter Richtung Halsl/Nederjoch um auf einem schönen Aussichtsplatzl dann eine luxuriöse Pause zu machen. Weiter geht es dann unterhalb vom Nederjoch einem schönen Quersteig entlang hinauf zum Jochkreuz und von dort über Burganna wieder hinunter zum Ausgangspunkt. Eine feine Runde auf welche wir lange warten mussten, aber das Warten hat sich gelohnt - hoffentlich lernen wir alle etwas daraus.

Er/Sie hat nichts mit unserer Reise zu tun - aber er/sie ist ein Lichtblick von unserem Küchenfenster aus in Zeiten von Covid-19

20bis23.02.2020 - Val Viola - Bormio - Petersberg - Lavazee

 

Ich schreibe diese Zeilen bereits im "Zeitalter" des Corona Virus. Und während ich das hier schreibe beginnt es mich zu frösteln - NEIN, nicht weil ich infiziert bin, sondern weil ich daran denken muss welches Glück wir mit unserem Urlaub hatten. Wieso? - ganz einfach - weil wir die Hälfte der Urlaubswoche in der Lombardei verbracht haben und die restlichen Tage in Südtirol und keine Anzeichen einer Infektion aufgewiesen haben oder aufweisen. Und kaum sind wir am Sonntag den 23. Februar über den Brenner gefahren da hat der Virus auch schon Südtirol voll in Beschlag genommen - am selben Tag in der Nacht wurde der erste Zug am Brenner gestoppt. Jetzt sind wir in einer neuen, anderen Welt angekommen, verursacht durch ein kleines unsichtbares Unheil- Covid-19 genannt - und alles hat sich in kürzester Zeit geändert. Doch als großer Optimist und Naturliebhaber müsste ich Lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht für die Natur freue - die derzeitige Situation wäre in vielen Jahren nicht annähernd umsetzbar geworden - soviel zum Thema Klimaschutz. Das zeigt auch wieder dass der Mensch ohne "Feindbild" nicht zu bewegen ist - das wurde in der Geschichte (leider) schon sehr oft vorgelebt. Dabei möchte ich aber keineswegs die vielen Schicksale welche auf der ganzen Welt und für uns vor allem derzeit in Italien erlebt werden müssen, klein reden - wir trauern um jeden Todesfall - denn es ist nicht nur ein "Fall" sondern das war ein Mensch, und viele werden diesen Menschen vermissen! Um den Hausarrest ein bischen Aufzulockern haben wir die letzten traumhaften Urlaubstage im schönen Petersberg/Deutschnofen online gestellt - Lavazee ist ein wahres Langlaufparadies - allerdings müßt ihr mit Sicherheit bis zum nächsten Jahr warten um das selbst überprüfen zu können. Aber Vorfreude ist einer der schönsten Freuden und ich freue mich schon auf die Zeit nach Corona - nur die Natur tut mir das schon wieder Leid - kein Gewinner ohne Verlierer - und umgekehrt.

Bleibt Gesund!!!!

heute ist der Corno di Dosdè wütend - ist er böse auf uns?, oder einfach nur traurig wie wir, dass wir morgen abreisen müssen? Doch ich kann ihn beruhigen, denn hierher wollen wir schon bald wiederkommen!

19.02.2020 - Val Dosdè - Passo Dosdè

 

Ein Tal fehlt uns noch in unserer Sammlung und in der näheren Umgebung der Baita Caricc - das Val Dosdè. Zu Beginn ist das Wetter noch herrlich - wenn auch kalt - und so erreichen wir nach wenigen Höhenmetern die Hochebene der Alpe Dosdè. Denselben Weg haben wir übrigens auch schon bei der Wanderung ins Val Viola genommen, nur biegen wir heute nicht ab, sondern wandern Richtung Süden weiter in das breite und lange Tal. Vorbei am Rifugio Dosdè wird es immer "alpiner" und leitet uns dann Richtung Westen. Unter steilen Felsabbrüchen auf beiden Seiten wandern wir weit ins Tal hinein um an dessen Ende - und wieder Richtung Süden - hinauf zum Passo Dosdè zu steigen. Auf ca. 2.700m lassen wir es dann gut sein - die Querung/das Schneefeld vor uns ist für uns nicht einschätzbar und auch das Wetter ist sehr wechselhaft. Also entscheiden wir uns für den Rückzug. Am Rifugio Federico in Val Dosdè machen wir Pause. Inzwischen ist der 
Hüttenwirt und seine Helfer hier angekommen und bereiten die Wintersaison auf der Hütte vor. Nach einem kurzen Plauderer meint der Wirt, dass wir die ersten sind in seiner Zeit als Wirt auf der Hütte welche mit Schneeschuhen alle Täler durchwandert haben - diese Wertschätzung von einem einheimischen Bergführer zu bekommen freut uns natürlich. Zurück in der Baita Caricc gibt uns dann der Blick zum Corno di Dosdè Recht für unseren Abbruch kurz vor dem Pass, weiter oben am Berg bläst nun ein gehöriger Sturm - alles andere als gemütlich sieht das aus.

so sieht das Leben auf der Baita Caricc nach einer Tour in der Umgebung aus - wir könnten uns daran gewöhnen - :-)

18.02.2020 - Val Minestra - Passo Vallaccia

 

Auf Empfehlung von unserem Gastwirt von der Baita Caricc wollen wir heute zum Passo Vallaccia wandern. Dazu folgen wir dem Forstweg hinaus Richtung Arnoga um nach ca. 1km auf einen schönen Waldsteig zu wechseln, welcher uns hinauf zur Alpe Funera führt. Von hier zieht das Val Minestra seine Linie nach Norden und wir folgen dem zugeschneiten Bachlauf bis zur Baita del Pastore. Hier gibt es zwei mögliche Ziele. Links würde es hinauf zum Colle delle Mine gehen wir folgen aber dem Weg geradeaus hinauf zum Passo Vallaccia. Wie gestern schon geht es nun über weite und unberührte Schneeflächen in sehr sanfter Steigung hinauf zum Pass und auch auf diesem Weg müssen wir auf kleine, verschneite Seen aufpassen und diese umgehen, wenn auch nicht in der Menge wie im Val Viola. Oben am Pass ist es so fein in der Sonne dass wir eine ausgiebige Rast machen. Retour folgen wir brav dem Aufstiegsweg und sind bald wieder in unserer Baita. Hier wird nach der üblichen Marende dann noch gechillt, ehe es nach dem Abendessen eine weitere traumhaft stille Nacht in dieser "Einsamkeit" auf uns wartet!

Gipfelfoto vom Passo Viola mit Bernina im Hintergrund

17.02.2020 - Val Viola - Passo Viola

 

Unsere erste Tour im Val Viola führt uns an dessen Ende bzw. bis zur Schweizer Grenze also bis zum Passo Viola. Wir nehmen allerdings nicht den direkten Weg sondern machen einen kurzen Abstecher hinauf zum Val Dosdè und dessen Rifugio bzw. der Alpe Dosdè. Unterhalb der steilen Felsen des Corno di Dosdè geht es dann in die weiten Ebenen des Val Viola. Hier ist Orientierung notwendig und Vorsicht geboten, denn das Tal hat einige größere Seen und diese sind derzeit nicht so ohne weiteres zu erkennen. Doch wir manövrieren uns gekonnt zwischen den "Untiefen" hindurch und wandern so sanft ansteigend und vorbei am Rifugio Viola hinauf zum Passo Viola. Das Wetter wird auch immer besser und am Pass selbst blicken wir dann auf das grandiose Bernina Massiv - der Biancograt strahlt zu uns herüber. Im Osten hat sich heimlich der Ortler vom Tal empor gehoben, auch dies ein grandioser Anblick. Retour geht es dann über die andere Talseite 
und damit immer in der feinen Sonne. Ach ja - es war außer uns niemand im Tal und daher kamen wir uns zeitweise vor wie auf Grönland - keine Spuren außer den unseren haben die schöne und weite Schneelandschaft "verunstaltet".

nicht täuschen lassen - unsere "Holzstadelunterkunft" auf 2.000m Seehöhe ist ein wahrer "Luxustempel"

16.02.2020 - Baita Caricc - Val Viola

 

Urlaub ist und sollte immer etwas besonderes sein - zumindest für uns gilt das so. Und wir haben das Glück auf viele wunderschöne gemeinsame Urlaube zurückblicken zu dürfen, und nach dem man nicht immer nach mehr streben sollte, haben wir keine großen Ansprüche an unsere "Winterauszeit 2020" gestellt. Jedoch haben wir mit der Baita Caricc neuerlich ein traumhaft einsames Plätzchen im Herzen des Val Viola gefunden und egal ob es schönes oder schlechtes Wetter geben wird - der Urlaub soll und wird uns hier einfach wieder Kraft geben - für die restliche Zeit nach dem Urlaub! Die Anfahrt über die Schweiz und den eindrucksvollen Tunnel "Munt la Schera" ist bereits sehr beeindruckend und nach einer kurzen Kaffeepause im (leider kitschigen) Skiort Livignio geht es weiter nach Arnoga und damit zum Eingang ins Val Viola. Das Tal ist (derzeit) nicht violett wie der Name vermuten ließe, aber es strahlt schon hier seinen Charme und seine Faszination aus. Unser Gepäck (besser unsere komplette Wohnung - :-)) wird vom "Hüttenwirt" zur Baita transportiert während wir mit leichten Gepäck ein traumhafte Wanderung Richtung Baita Caricc starten. Es dauert nicht lange bis wir auf dem sehr flachen Weg auf einen netten Italiener aus Mailand stoßen und zusammen mit seinem (futtersuchenden) Hund Zitta geht es dann gemeinsam zur Hütte. Hütte- ? - von außen eher dann doch nur ein Stadel - die Baita Caricc - aber man sollte sich niemals von der äußeren Hülle täuschen lassen, innen ist es ein "Sternehotel"! Wer bietet schon auf 2.000m diesen Luxus den wir hier erfahren dürfen - Zimmer mit grandioser Aussicht, absolute Ruhe wie es kaum jemand von uns noch kennen dürfte, Essen vom feinsten (natürlich traditionelle Gerichte), und bei nur drei Zimmer eine persönliche Bewirtung wie es sonst nie möglich wäre. Wir sind vom ersten Moment an gefesselt und beeindruckt von der Ausstrahlung der Natur, der alten restaurierten Hütte und dessen Besitzern - wir haben ohne zu übertreiben einen kleines Juwel gefunden. Die vier Tage hier KÖNNEN nur perfekt werden. Als würden sie unsere 
Gedanken lesen können folgt nach dem Einchecken eine Marende wie man es sich als Tiroler nur wünschen kann, dazu grandioser Wein, draußen meterhoh Schnee - ich weiß nicht wie ich hier zu schwärmen aufhören kann - aber es gibt sie wirklich noch, die "unverdorbenen" Plätze selbst in unseren überlaufenen Alpen und wir haben offensichtlich einen dieser Plätze gefunden - die nächsten Tage versprechen großartiges!

Blick zu den Kalkkögeln - den Nordtiroler Dolomiten, vor allem vom Senderstal aus werden sie diesem Vergleich gerecht

08.02.2020 - Waldraster- bzw. Gleinserjöchl

 

An diesem herrlichen Wintertag ein stilles Plätzchen in den Bergen zu finden wird sicher nicht einfach. Wir haben aber Glück und finden im (normalerweise viel besuchten) Waldraster Jöchl ein genau solches Platzl. Start ist oberhalb von Mieders beim Zirkenbach. Von dort führt der Weg erst durch eine Schlucht hinauf zum Zirkenhof - hier erreichen uns erste Sonnenstrahlen. Weiter geht es durch das Wassertal in einem schönen Waldgelände hinauf Richtung Jöchl. Auf ca. 1600m folgen wir dann dem Forstweg nach Westen um jenen Steig zu erreichen welcher uns, vorbei an der Evangeltaxe hinauf zum sonnigen Gleinser - bzw. Waldraster Jöchl bringt. Hier ist glücklicherweise sehr wenig los und nach kurzer Zeit stehen wir überhaupt alleine am "Gipfel". Wir finden ein feines Rastplatzl und geniessen die feine, fast schon frühlingshafte Sonne. Retour wählen wir dann den Steig hinunter zu den Gleinserwiesen und von dort wieder zu besagtem Forstweg auf ca. 1600m Seehöhe. Hier treffen wir auf unseren Aufstiegsweg, welchem es wieder retour zum Ausgangspunkt geht. Eine feine Wanderung in nächster Nähe und unerhofft still und einsam, einfach reinster Genuß.

diese Kulisse mussten wir uns heute richtig "erkämpfen" - aber es hat sich sichtlich gelohnt - :-)

26.01.2020 - Salfeins

 

Unsere heutige Tour sollte eigentlich einfach und kurz werden, doch wurde sie ungewollt zu einer langen und fordernden, aber gleichzeitig auch wunderschönen und einsamen Tour in nächster Nähe von Innsbruck. Unser Ziel ist die Figl bzw. genauer Salfeins oder 
auch Schönangerl - wie man will! Dieser Grinziger Hausberg lässt sich von vielen Punkten ansteuern, wir wählen die "seltene" Fotschvariante. Wir parken bei der Eisbrücke (neben hundert anderen Autos) und wandern bis zur 2. Brücke hinein Richtung Bergheim. Hier überqueren wir den Fotscherbach und wandern dem Forstweg entlang weit hinaus Richtung Tanneben. Bei der ersten Kehre folgen wir dem Weg geradeaus und nach einem kurzen "Abstieg" treffen wir auf einen gut markierten Steig, welcher von Tanneben hinauf zur Schmalzgruben Alm führt. Immer noch ist es zu früh auf Schneeschuhmodus umzustellen und daher ist der Aufstieg durch den Waldsteig teilweise ganz "interessant". Es sind nicht nur die vielen eisigen Stellen, auch diverse Hindernisse halten uns stets bei Laune - :-). Bini ist schlau und hat die Spikes aufgezogen, so geht es etwas besser. Dann kommt aber der härteste Abschnitt - die ca. 50m auf der Schmalzgrubenalm vom 
Waldrand bis zum Wegweiser. Hier liegen gefühlt 1.5m Schnee und dieser ohne jeglichen Halt bzw. Untergrund. Ok, wir hätten vorher besser die Schneeschuhe anziehen sollen aber mitten im Feld kommt diese Erkenntnis zu spät und so kämpfen wir uns schwitzend bis zu einer Stelle wo wir unsere Schneeschuhe montieren können. Wer jetzt denkt dass es damit dann leichter geht irrt, bis wir wieder dichteren Wald erreichen bleibt es ein sehr anstrengendes Treten und Rutschen. Im Wald wechseln die Verhältnisse immer wieder sehr stark, aber wir behalten die Schneeschuhe solange es Sinn mach an den Füßen. Weiter oben haben dann Wind und Sonne wieder alle Arbeit geleistet und es gibt nun wieder deutlich mehr Wiesenflächen als Schnee. Also werden die Schuhe wieder auf den Rucksack gepackt und es geht "ohne" direkt Richtung Salfeins. Das steile und teilweise vereiste Gelände fordert uns neuerlich und Bini ist abermals die Klügere indem Sie erneut die Spikes verwendet - ich schimpfe, schnaufe, rutsche - aber fühle mich trotzdem herrlich wohl - diese Gegend ist einfach ein Traum. Irgendwann stehen wir dann am Grat oberhalb von Salfeins und bekommen die Belohnung für die anstrengenden Bereiche beim Aufstieg. Der Blick über die fast unberührte Landschaft, auf die majestätischen Kalkkögel, hinein zu den schönen Bergen des Fotschertales und hinunter ins Inntal ist grandios. Nach einer feinen Rast bei diesem schönen Wetter nehmen wir den Retourweg "gemütlich" über eine sehr lange Rinne vor welche wir beim Aufstieg gequert haben,  und wir uns für den Abstieg vorgemerkt hatten. So geht es fein durch tiefen Pulver hinunter bis zum ersten Forstweg. Diesem folgen wir etwas um dann wieder direkt durch den Wald bis zum nächsten Weg abzusteigen (auch wieder ein ständiges Schneeschuh an oder ausziehen). Diesem Weg wandern wir entlang (gefühlt - ewig!!) bis wir zur ersten Kehre gelangen an der wir vor langer Zeit Richtung Tanneben weiter gewandert sind. Nun sind es noch ein paar Kilometer bis zu unseren Raketen und mit diesen geht es dann fein und rasant hinunter zur Eisbrücke. Wir sind ziemlich geschafft von den Anstrengungen durch die unterschiedlichen Verhältnisse, aber es war ein Traumtag und wieder einmal ein richtig tolles Erlebnis.

schöne alte Hinweisschilder führen uns Richtung Gipfel

19.01.2020 - Höllenkragen

 

Eigentlich wollten wir heute wieder einmal ins schöne Gschnitztal um dort eine für uns neue Route zu erkunden. Allerdings hat uns die starke Bewölkung auf der Fahrt dorthin weiter Richtung Süden getrieben und so sind wir erst bei Sterzing von der Autobahn 
abgefahren, denn hier schielte die Sonne (zumindest immer wieder) durch die Wolken ins Tal. Neues Ziel ist der Höllenkragen, ein wunderbarer (wenn auch unscheinbarer) Aussichtsgipfel oberhalb von Maria Trens. Wir parken weit oberhalb von Maria Trens beim lezten Bauerhof in Partinges und folgen dem 5er Weg (Pfunderer Höhenweg) hinauf Richtung Gipfel. Vorbei an der schönen Plitschalm geht es durch herrlich verschneites Waldgelände hinauf zur Trenser Jochhütte. Hier machen wir eine kurze Rast bevor es weiter hinauf zum Jagerjöchl geht und von diesem dann sehr steil hinauf zum Grat Richtung Höllenkragen. Bei ca. 2.200m lassen wir es dann gut sein - es wird uns einfach 
in diesem sehr steilen Gelände und mit den eisigen Verhältnissen zu gefährlich. Also geht es retour zur Plitschalm, und nach einer weiteren kurzen Rast wieder hinunter zum Ausgangspunkt. Auch wenn wir den Gipfel nicht erreichen konnten, war die Tour einfach herrlich - absolute Stille, wunderbare Landschaft und ständig wechselnde Verhältnisse - wir hatten heute alles, von Wind, Schnee, Kälte und immer wieder viel Sonnenschein - Natur pur eben!

wie heißt es so schön - ein Bild sagt mehr als tausend Worte - soviel also zu unserem heutigen Gipfel!

12.01.2020 - Zwölferköpfl

 

Traumwetter und traumhafte (auch sehr sichere) Bedingungen. Daher gewinnt heute das Verlangen auf ein feines Ziel gegenüber den Bedenken dass alles heillos "überlaufen" sein könnte. Also starten wir recht früh (für unsere Verhältnisse) hinein ins Kühtai. Die vollen Parkbereiche am Eingang ins Tal zu Rietzer Grieskogel und Kollegen verheißen allerdings nichts Gutes! Dennoch fahren wir über das Kühtai weiter bis zur Brücke kurz vor Mareil. Auch hier ist bereits sehr viel los - kein Wunder, wollen doch alle "Normal-"Tourengeher auf das Wetterkreuz. Es gibt aber dank der neugeschaffenen Parkmöglichkeiten (für uns zumindest neu), genügend freie Plätze. Ein eigenartiges Verhalten findet man aber überall 
in diesen Bereichen: da steigen die "Sportler" kraftvoll hinauf auf ihr Gipfelziel, aber zu Beginn möchte anscheinend keiner unnötig Energie Verbrauchen und möchte am liebsten direkt auf der Aufstiegsspur parken - auch heute waren wieder einige dabei - was ist so problematisch 20m vorher der Strasse zu folgen? Egal, mit vielen Wetterkreuzaspiranten 
bewältigen wir die ersten Höhenmeter bis zum Flachstück beim Pochersee um kurz vorher dann in eine fast unberührt verschneite Kitschlandschaft abzubiegen - hier verlassen wir den regen Verkehr Richtung Wetterkreuz um den Ostgrat des Zwölferköpfl anzusteuern. Durch ein Märchenlandschaft geht es Richtung Gipfel, am Schluß sehr steil (nicht nur ziemlich - :-) ) doch bei den heutigen Verhältnissen absolut kein Problem. Nach einigem "Geschnaufe" und "Gestapfe" stehen wir dann am Zwölferköpfl mit herrlichen Rundblick - UND ALLEIN -  und in vollkommener Stille. Wir rasten in der feinen Sonne und beobachten das Treiben auf Wetterkreuz, Karlesspitzen und Pirchkogel und noch immer kommt aus dem Tal "Nachschub" wie wir beim Blick ins Tal erkennen. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad treten wir den Rückweg an, aber nicht am Aufstiegsweg (dem Ostgrat) sondern Richtung Westen, über wieder steiles aber heute auch sicheres Gelände hinunter in ein herrliche Mulde. Von dieser geht es dann durch die tief verschneite "Steinwüste" hinunter ins Tal und auf der "Wetterkreuzautobahn" schnellen Schrittes zum Parkplatz - schnellen Schrittes deshalb da auf Autobahnen ja eine Mindestgeschwindigkeit vorgeschrieben ist - :-) .

Prosit 2020! - wir wünschen Euch allen ein gesundes und glückliches Neues Jahr mit vielen schönen Touren

06.01.2020 - Signalkopf

 

Das Jahr 2020 begrüsst uns wirklich mit einem Traumwetter, vor allem an diesem herrlichen Dreikönigstag. Nachdem im Radio bereits die Staumeldungen kein Ende mehr nehmen entscheiden wir uns auf eine womöglich einsame Tour auf den Signalkopf, und diese sollte es dann auch werden. Wir fahren zum Parkplatz zur Profeglalm in Oberellbögen und wandern im Licht- / Schattenwechsel über den Forstweg hinein zur Profegl Alm. Kurz davor ist es dann Zeit die Schneeschuhe anzulegen. Ab der Profegl Alm wandern wir entlang dem Weg zur Kleinen Tälerüberschreitung vorerst durch lichten Wald aufwärts Richtung Überfallgründl/Morgenkogel. Nach der Baumgrenze, und ab jetzt immer in der wärmenden Sonne, ziehen wir langsam nach links um uns dem felsigen 
Aufbau des Signalgipfels zu nähern (wir glauben zumindest dass dies der Signalkopf ist).
So ganz sicher sind wir uns aber dann doch nicht wo der Gipfel zu finden ist (ja,ja - auch uns kann das passieren - :-) ) uns so wandern wir Richtung Morgenkogel weiter. Bei einem schönen Platz bei ca. 2.400m machen wir dann Rast und geniessen die extrem fein wärmende Sonne. Der Ausblick von hier ist auch ohne direkt am Signalkopf zu stehen grandios. Retour geht es dann über wechselnd feinen Pulver und hart gepresstem Schnee hinunter zur Profegl Alm. Diese ist nun ebenfalls in der Sonne und daher wird auch hier noch eine kurze Pause gemacht. Der Weg retour zum Auto ist dann noch lang, aber in dieser herrlichen Gegend ebenfalls purer Genuss.