BiAn
BiAn

2020

Er/Sie hat nichts mit unserer Reise zu tun - aber er/sie ist ein Lichtblick von unserem Küchenfenster aus in Zeiten von Covid-19

20bis23.02.2020 - Val Viola - Bormio - Petersberg - Lavazee

 

Ich schreibe diese Zeilen bereits im "Zeitalter" des Corona Virus. Und während ich das hier schreibe beginnt es mich zu frösteln - NEIN, nicht weil ich infiziert bin, sondern weil ich daran denken muss welches Glück wir mit unserem Urlaub hatten. Wieso? - ganz einfach - weil wir die Hälfte der Urlaubswoche in der Lombardei verbracht haben und die restlichen Tage in Südtirol und keine Anzeichen einer Infektion aufgewiesen haben oder aufweisen. Und kaum sind wir am Sonntag den 23. Februar über den Brenner gefahren da hat der Virus auch schon Südtirol voll in Beschlag genommen - am selben Tag in der Nacht wurde der erste Zug am Brenner gestoppt. Jetzt sind wir in einer neuen, anderen Welt angekommen, verursacht durch ein kleines unsichtbares Unheil- Covid-19 genannt - und alles hat sich in kürzester Zeit geändert. Doch als großer Optimist und Naturliebhaber müsste ich Lügen, wenn ich sagen würde, dass ich mich nicht für die Natur freue - die derzeitige Situation wäre in vielen Jahren nicht annähernd umsetzbar geworden - soviel zum Thema Klimaschutz. Das zeigt auch wieder dass der Mensch ohne "Feindbild" nicht zu bewegen ist - das wurde in der Geschichte (leider) schon sehr oft vorgelebt. Dabei möchte ich aber keineswegs die vielen Schicksale welche auf der ganzen Welt und für uns vor allem derzeit in Italien erlebt werden müssen, klein reden - wir trauern um jeden Todesfall - denn es ist nicht nur ein "Fall" sondern das war ein Mensch, und viele werden diesen Menschen vermissen! Um den Hausarrest ein bischen Aufzulockern haben wir die letzten traumhaften Urlaubstage im schönen Petersberg/Deutschnofen online gestellt - Lavazee ist ein wahres Langlaufparadies - allerdings müßt ihr mit Sicherheit bis zum nächsten Jahr warten um das selbst überprüfen zu können. Aber Vorfreude ist einer der schönsten Freuden und ich freue mich schon auf die Zeit nach Corona - nur die Natur tut mir das schon wieder Leid - kein Gewinner ohne Verlierer - und umgekehrt.

Bleibt Gesund!!!!

heute ist der Corno di Dosdè wütend - ist er böse auf uns?, oder einfach nur traurig wie wir, dass wir morgen abreisen müssen? Doch ich kann ihn beruhigen, denn hierher wollen wir schon bald wiederkommen!

19.02.2020 - Val Dosdè - Passo Dosdè

 

Ein Tal fehlt uns noch in unserer Sammlung und in der näheren Umgebung der Baita Caricc - das Val Dosdè. Zu Beginn ist das Wetter noch herrlich - wenn auch kalt - und so erreichen wir nach wenigen Höhenmetern die Hochebene der Alpe Dosdè. Denselben Weg haben wir übrigens auch schon bei der Wanderung ins Val Viola genommen, nur biegen wir heute nicht ab, sondern wandern Richtung Süden weiter in das breite und lange Tal. Vorbei am Rifugio Dosdè wird es immer "alpiner" und leitet uns dann Richtung Westen. Unter steilen Felsabbrüchen auf beiden Seiten wandern wir weit ins Tal hinein um an dessen Ende - und wieder Richtung Süden - hinauf zum Passo Dosdè zu steigen. Auf ca. 2.700m lassen wir es dann gut sein - die Querung/das Schneefeld vor uns ist für uns nicht einschätzbar und auch das Wetter ist sehr wechselhaft. Also entscheiden wir uns für den Rückzug. Am Rifugio Federico in Val Dosdè machen wir Pause. Inzwischen ist der 
Hüttenwirt und seine Helfer hier angekommen und bereiten die Wintersaison auf der Hütte vor. Nach einem kurzen Plauderer meint der Wirt, dass wir die ersten sind in seiner Zeit als Wirt auf der Hütte welche mit Schneeschuhen alle Täler durchwandert haben - diese Wertschätzung von einem einheimischen Bergführer zu bekommen freut uns natürlich. Zurück in der Baita Caricc gibt uns dann der Blick zum Corno di Dosdè Recht für unseren Abbruch kurz vor dem Pass, weiter oben am Berg bläst nun ein gehöriger Sturm - alles andere als gemütlich sieht das aus.

so sieht das Leben auf der Baita Caricc nach einer Tour in der Umgebung aus - wir könnten uns daran gewöhnen - :-)

18.02.2020 - Val Minestra - Passo Vallaccia

 

Auf Empfehlung von unserem Gastwirt von der Baita Caricc wollen wir heute zum Passo Vallaccia wandern. Dazu folgen wir dem Forstweg hinaus Richtung Arnoga um nach ca. 1km auf einen schönen Waldsteig zu wechseln, welcher uns hinauf zur Alpe Funera führt. Von hier zieht das Val Minestra seine Linie nach Norden und wir folgen dem zugeschneiten Bachlauf bis zur Baita del Pastore. Hier gibt es zwei mögliche Ziele. Links würde es hinauf zum Colle delle Mine gehen wir folgen aber dem Weg geradeaus hinauf zum Passo Vallaccia. Wie gestern schon geht es nun über weite und unberührte Schneeflächen in sehr sanfter Steigung hinauf zum Pass und auch auf diesem Weg müssen wir auf kleine, verschneite Seen aufpassen und diese umgehen, wenn auch nicht in der Menge wie im Val Viola. Oben am Pass ist es so fein in der Sonne dass wir eine ausgiebige Rast machen. Retour folgen wir brav dem Aufstiegsweg und sind bald wieder in unserer Baita. Hier wird nach der üblichen Marende dann noch gechillt, ehe es nach dem Abendessen eine weitere traumhaft stille Nacht in dieser "Einsamkeit" auf uns wartet!

Gipfelfoto vom Passo Viola mit Bernina im Hintergrund

17.02.2020 - Val Viola - Passo Viola

 

Unsere erste Tour im Val Viola führt uns an dessen Ende bzw. bis zur Schweizer Grenze also bis zum Passo Viola. Wir nehmen allerdings nicht den direkten Weg sondern machen einen kurzen Abstecher hinauf zum Val Dosdè und dessen Rifugio bzw. der Alpe Dosdè. Unterhalb der steilen Felsen des Corno di Dosdè geht es dann in die weiten Ebenen des Val Viola. Hier ist Orientierung notwendig und Vorsicht geboten, denn das Tal hat einige größere Seen und diese sind derzeit nicht so ohne weiteres zu erkennen. Doch wir manövrieren uns gekonnt zwischen den "Untiefen" hindurch und wandern so sanft ansteigend und vorbei am Rifugio Viola hinauf zum Passo Viola. Das Wetter wird auch immer besser und am Pass selbst blicken wir dann auf das grandiose Bernina Massiv - der Biancograt strahlt zu uns herüber. Im Osten hat sich heimlich der Ortler vom Tal empor gehoben, auch dies ein grandioser Anblick. Retour geht es dann über die andere Talseite 
und damit immer in der feinen Sonne. Ach ja - es war außer uns niemand im Tal und daher kamen wir uns zeitweise vor wie auf Grönland - keine Spuren außer den unseren haben die schöne und weite Schneelandschaft "verunstaltet".

nicht täuschen lassen - unsere "Holzstadelunterkunft" auf 2.000m Seehöhe ist ein wahrer "Luxustempel"

16.02.2020 - Baita Caricc - Val Viola

 

Urlaub ist und sollte immer etwas besonderes sein - zumindest für uns gilt das so. Und wir haben das Glück auf viele wunderschöne gemeinsame Urlaube zurückblicken zu dürfen, und nach dem man nicht immer nach mehr streben sollte, haben wir keine großen Ansprüche an unsere "Winterauszeit 2020" gestellt. Jedoch haben wir mit der Baita Caricc neuerlich ein traumhaft einsames Plätzchen im Herzen des Val Viola gefunden und egal ob es schönes oder schlechtes Wetter geben wird - der Urlaub soll und wird uns hier einfach wieder Kraft geben - für die restliche Zeit nach dem Urlaub! Die Anfahrt über die Schweiz und den eindrucksvollen Tunnel "Munt la Schera" ist bereits sehr beeindruckend und nach einer kurzen Kaffeepause im (leider kitschigen) Skiort Livignio geht es weiter nach Arnoga und damit zum Eingang ins Val Viola. Das Tal ist (derzeit) nicht violett wie der Name vermuten ließe, aber es strahlt schon hier seinen Charme und seine Faszination aus. Unser Gepäck (besser unsere komplette Wohnung - :-)) wird vom "Hüttenwirt" zur Baita transportiert während wir mit leichten Gepäck ein traumhafte Wanderung Richtung Baita Caricc starten. Es dauert nicht lange bis wir auf dem sehr flachen Weg auf einen netten Italiener aus Mailand stoßen und zusammen mit seinem (futtersuchenden) Hund Zitta geht es dann gemeinsam zur Hütte. Hütte- ? - von außen eher dann doch nur ein Stadel - die Baita Caricc - aber man sollte sich niemals von der äußeren Hülle täuschen lassen, innen ist es ein "Sternehotel"! Wer bietet schon auf 2.000m diesen Luxus den wir hier erfahren dürfen - Zimmer mit grandioser Aussicht, absolute Ruhe wie es kaum jemand von uns noch kennen dürfte, Essen vom feinsten (natürlich traditionelle Gerichte), und bei nur drei Zimmer eine persönliche Bewirtung wie es sonst nie möglich wäre. Wir sind vom ersten Moment an gefesselt und beeindruckt von der Ausstrahlung der Natur, der alten restaurierten Hütte und dessen Besitzern - wir haben ohne zu übertreiben einen kleines Juwel gefunden. Die vier Tage hier KÖNNEN nur perfekt werden. Als würden sie unsere 
Gedanken lesen können folgt nach dem Einchecken eine Marende wie man es sich als Tiroler nur wünschen kann, dazu grandioser Wein, draußen meterhoh Schnee - ich weiß nicht wie ich hier zu schwärmen aufhören kann - aber es gibt sie wirklich noch, die "unverdorbenen" Plätze selbst in unseren überlaufenen Alpen und wir haben offensichtlich einen dieser Plätze gefunden - die nächsten Tage versprechen großartiges!

Blick zu den Kalkkögeln - den Nordtiroler Dolomiten, vor allem vom Senderstal aus werden sie diesem Vergleich gerecht

08.02.2020 - Waldraster- bzw. Gleinserjöchl

 

An diesem herrlichen Wintertag ein stilles Plätzchen in den Bergen zu finden wird sicher nicht einfach. Wir haben aber Glück und finden im (normalerweise viel besuchten) Waldraster Jöchl ein genau solches Platzl. Start ist oberhalb von Mieders beim Zirkenbach. Von dort führt der Weg erst durch eine Schlucht hinauf zum Zirkenhof - hier erreichen uns erste Sonnenstrahlen. Weiter geht es durch das Wassertal in einem schönen Waldgelände hinauf Richtung Jöchl. Auf ca. 1600m folgen wir dann dem Forstweg nach Westen um jenen Steig zu erreichen welcher uns, vorbei an der Evangeltaxe hinauf zum sonnigen Gleinser - bzw. Waldraster Jöchl bringt. Hier ist glücklicherweise sehr wenig los und nach kurzer Zeit stehen wir überhaupt alleine am "Gipfel". Wir finden ein feines Rastplatzl und geniessen die feine, fast schon frühlingshafte Sonne. Retour wählen wir dann den Steig hinunter zu den Gleinserwiesen und von dort wieder zu besagtem Forstweg auf ca. 1600m Seehöhe. Hier treffen wir auf unseren Aufstiegsweg, welchem es wieder retour zum Ausgangspunkt geht. Eine feine Wanderung in nächster Nähe und unerhofft still und einsam, einfach reinster Genuß.

diese Kulisse mussten wir uns heute richtig "erkämpfen" - aber es hat sich sichtlich gelohnt - :-)

26.01.2020 - Salfeins

 

Unsere heutige Tour sollte eigentlich einfach und kurz werden, doch wurde sie ungewollt zu einer langen und fordernden, aber gleichzeitig auch wunderschönen und einsamen Tour in nächster Nähe von Innsbruck. Unser Ziel ist die Figl bzw. genauer Salfeins oder 
auch Schönangerl - wie man will! Dieser Grinziger Hausberg lässt sich von vielen Punkten ansteuern, wir wählen die "seltene" Fotschvariante. Wir parken bei der Eisbrücke (neben hundert anderen Autos) und wandern bis zur 2. Brücke hinein Richtung Bergheim. Hier überqueren wir den Fotscherbach und wandern dem Forstweg entlang weit hinaus Richtung Tanneben. Bei der ersten Kehre folgen wir dem Weg geradeaus und nach einem kurzen "Abstieg" treffen wir auf einen gut markierten Steig, welcher von Tanneben hinauf zur Schmalzgruben Alm führt. Immer noch ist es zu früh auf Schneeschuhmodus umzustellen und daher ist der Aufstieg durch den Waldsteig teilweise ganz "interessant". Es sind nicht nur die vielen eisigen Stellen, auch diverse Hindernisse halten uns stets bei Laune - :-). Bini ist schlau und hat die Spikes aufgezogen, so geht es etwas besser. Dann kommt aber der härteste Abschnitt - die ca. 50m auf der Schmalzgrubenalm vom 
Waldrand bis zum Wegweiser. Hier liegen gefühlt 1.5m Schnee und dieser ohne jeglichen Halt bzw. Untergrund. Ok, wir hätten vorher besser die Schneeschuhe anziehen sollen aber mitten im Feld kommt diese Erkenntnis zu spät und so kämpfen wir uns schwitzend bis zu einer Stelle wo wir unsere Schneeschuhe montieren können. Wer jetzt denkt dass es damit dann leichter geht irrt, bis wir wieder dichteren Wald erreichen bleibt es ein sehr anstrengendes Treten und Rutschen. Im Wald wechseln die Verhältnisse immer wieder sehr stark, aber wir behalten die Schneeschuhe solange es Sinn mach an den Füßen. Weiter oben haben dann Wind und Sonne wieder alle Arbeit geleistet und es gibt nun wieder deutlich mehr Wiesenflächen als Schnee. Also werden die Schuhe wieder auf den Rucksack gepackt und es geht "ohne" direkt Richtung Salfeins. Das steile und teilweise vereiste Gelände fordert uns neuerlich und Bini ist abermals die Klügere indem Sie erneut die Spikes verwendet - ich schimpfe, schnaufe, rutsche - aber fühle mich trotzdem herrlich wohl - diese Gegend ist einfach ein Traum. Irgendwann stehen wir dann am Grat oberhalb von Salfeins und bekommen die Belohnung für die anstrengenden Bereiche beim Aufstieg. Der Blick über die fast unberührte Landschaft, auf die majestätischen Kalkkögel, hinein zu den schönen Bergen des Fotschertales und hinunter ins Inntal ist grandios. Nach einer feinen Rast bei diesem schönen Wetter nehmen wir den Retourweg "gemütlich" über eine sehr lange Rinne vor welche wir beim Aufstieg gequert haben,  und wir uns für den Abstieg vorgemerkt hatten. So geht es fein durch tiefen Pulver hinunter bis zum ersten Forstweg. Diesem folgen wir etwas um dann wieder direkt durch den Wald bis zum nächsten Weg abzusteigen (auch wieder ein ständiges Schneeschuh an oder ausziehen). Diesem Weg wandern wir entlang (gefühlt - ewig!!) bis wir zur ersten Kehre gelangen an der wir vor langer Zeit Richtung Tanneben weiter gewandert sind. Nun sind es noch ein paar Kilometer bis zu unseren Raketen und mit diesen geht es dann fein und rasant hinunter zur Eisbrücke. Wir sind ziemlich geschafft von den Anstrengungen durch die unterschiedlichen Verhältnisse, aber es war ein Traumtag und wieder einmal ein richtig tolles Erlebnis.

schöne alte Hinweisschilder führen uns Richtung Gipfel

19.01.2020 - Höllenkragen

 

Eigentlich wollten wir heute wieder einmal ins schöne Gschnitztal um dort eine für uns neue Route zu erkunden. Allerdings hat uns die starke Bewölkung auf der Fahrt dorthin weiter Richtung Süden getrieben und so sind wir erst bei Sterzing von der Autobahn 
abgefahren, denn hier schielte die Sonne (zumindest immer wieder) durch die Wolken ins Tal. Neues Ziel ist der Höllenkragen, ein wunderbarer (wenn auch unscheinbarer) Aussichtsgipfel oberhalb von Maria Trens. Wir parken weit oberhalb von Maria Trens beim lezten Bauerhof in Partinges und folgen dem 5er Weg (Pfunderer Höhenweg) hinauf Richtung Gipfel. Vorbei an der schönen Plitschalm geht es durch herrlich verschneites Waldgelände hinauf zur Trenser Jochhütte. Hier machen wir eine kurze Rast bevor es weiter hinauf zum Jagerjöchl geht und von diesem dann sehr steil hinauf zum Grat Richtung Höllenkragen. Bei ca. 2.200m lassen wir es dann gut sein - es wird uns einfach 
in diesem sehr steilen Gelände und mit den eisigen Verhältnissen zu gefährlich. Also geht es retour zur Plitschalm, und nach einer weiteren kurzen Rast wieder hinunter zum Ausgangspunkt. Auch wenn wir den Gipfel nicht erreichen konnten, war die Tour einfach herrlich - absolute Stille, wunderbare Landschaft und ständig wechselnde Verhältnisse - wir hatten heute alles, von Wind, Schnee, Kälte und immer wieder viel Sonnenschein - Natur pur eben!

wie heißt es so schön - ein Bild sagt mehr als tausend Worte - soviel also zu unserem heutigen Gipfel!

12.01.2020 - Zwölferköpfl

 

Traumwetter und traumhafte (auch sehr sichere) Bedingungen. Daher gewinnt heute das Verlangen auf ein feines Ziel gegenüber den Bedenken dass alles heillos "überlaufen" sein könnte. Also starten wir recht früh (für unsere Verhältnisse) hinein ins Kühtai. Die vollen Parkbereiche am Eingang ins Tal zu Rietzer Grieskogel und Kollegen verheißen allerdings nichts Gutes! Dennoch fahren wir über das Kühtai weiter bis zur Brücke kurz vor Mareil. Auch hier ist bereits sehr viel los - kein Wunder, wollen doch alle "Normal-"Tourengeher auf das Wetterkreuz. Es gibt aber dank der neugeschaffenen Parkmöglichkeiten (für uns zumindest neu), genügend freie Plätze. Ein eigenartiges Verhalten findet man aber überall 
in diesen Bereichen: da steigen die "Sportler" kraftvoll hinauf auf ihr Gipfelziel, aber zu Beginn möchte anscheinend keiner unnötig Energie Verbrauchen und möchte am liebsten direkt auf der Aufstiegsspur parken - auch heute waren wieder einige dabei - was ist so problematisch 20m vorher der Strasse zu folgen? Egal, mit vielen Wetterkreuzaspiranten 
bewältigen wir die ersten Höhenmeter bis zum Flachstück beim Pochersee um kurz vorher dann in eine fast unberührt verschneite Kitschlandschaft abzubiegen - hier verlassen wir den regen Verkehr Richtung Wetterkreuz um den Ostgrat des Zwölferköpfl anzusteuern. Durch ein Märchenlandschaft geht es Richtung Gipfel, am Schluß sehr steil (nicht nur ziemlich - :-) ) doch bei den heutigen Verhältnissen absolut kein Problem. Nach einigem "Geschnaufe" und "Gestapfe" stehen wir dann am Zwölferköpfl mit herrlichen Rundblick - UND ALLEIN -  und in vollkommener Stille. Wir rasten in der feinen Sonne und beobachten das Treiben auf Wetterkreuz, Karlesspitzen und Pirchkogel und noch immer kommt aus dem Tal "Nachschub" wie wir beim Blick ins Tal erkennen. Nach einem ausgiebigen Sonnenbad treten wir den Rückweg an, aber nicht am Aufstiegsweg (dem Ostgrat) sondern Richtung Westen, über wieder steiles aber heute auch sicheres Gelände hinunter in ein herrliche Mulde. Von dieser geht es dann durch die tief verschneite "Steinwüste" hinunter ins Tal und auf der "Wetterkreuzautobahn" schnellen Schrittes zum Parkplatz - schnellen Schrittes deshalb da auf Autobahnen ja eine Mindestgeschwindigkeit vorgeschrieben ist - :-) .

Prosit 2020! - wir wünschen Euch allen ein gesundes und glückliches Neues Jahr mit vielen schönen Touren

06.01.2020 - Signalkopf

 

Das Jahr 2020 begrüsst uns wirklich mit einem Traumwetter, vor allem an diesem herrlichen Dreikönigstag. Nachdem im Radio bereits die Staumeldungen kein Ende mehr nehmen entscheiden wir uns auf eine womöglich einsame Tour auf den Signalkopf, und diese sollte es dann auch werden. Wir fahren zum Parkplatz zur Profeglalm in Oberellbögen und wandern im Licht- / Schattenwechsel über den Forstweg hinein zur Profegl Alm. Kurz davor ist es dann Zeit die Schneeschuhe anzulegen. Ab der Profegl Alm wandern wir entlang dem Weg zur Kleinen Tälerüberschreitung vorerst durch lichten Wald aufwärts Richtung Überfallgründl/Morgenkogel. Nach der Baumgrenze, und ab jetzt immer in der wärmenden Sonne, ziehen wir langsam nach links um uns dem felsigen 
Aufbau des Signalgipfels zu nähern (wir glauben zumindest dass dies der Signalkopf ist).
So ganz sicher sind wir uns aber dann doch nicht wo der Gipfel zu finden ist (ja,ja - auch uns kann das passieren - :-) ) uns so wandern wir Richtung Morgenkogel weiter. Bei einem schönen Platz bei ca. 2.400m machen wir dann Rast und geniessen die extrem fein wärmende Sonne. Der Ausblick von hier ist auch ohne direkt am Signalkopf zu stehen grandios. Retour geht es dann über wechselnd feinen Pulver und hart gepresstem Schnee hinunter zur Profegl Alm. Diese ist nun ebenfalls in der Sonne und daher wird auch hier noch eine kurze Pause gemacht. Der Weg retour zum Auto ist dann noch lang, aber in dieser herrlichen Gegend ebenfalls purer Genuss.