sicher waren wir uns nicht - aber wir haben auch diese Tour geschafft - es fühlt sich an wie damals die erste Innsbruck-Scharnitz Tour über die Arzler Scharte - einfach gut!
21.06.2026 - Innsbruck (Pradl) - Fotschertal Reibn
Der heutige Tag wird hart werden, soviel ist sicher. Dennoch freuen wir uns auf diesen Tag schon sehr lange, denn er ist quasi die Alternative zu unserer jährlichen Innsbruck - Scharnitz
Überschreitung. Seit drei Jahren ist Freund Michael eigentlich immer mit von der Partie, doch heuer musste er wegen einer Magenverstimmung leider kurzfristig absagen. Wir starten bereits um
04:15Uhr in Innsbruck (Pradl) wie üblich von der Haustür weg. Es folgt die Innsbruck "Durchschreitung" über den Rapoldipark
hinauf zum Bergisel. Weiter geht es am Sonnenburgerhof vorbei nach Natters. Von hier kurz Richtung Hermann von Gilm Stein und dann der Forststrasse entlang, die Bundesstrasse querend auf
den Pfriemesköpfl Forstweg - die Sonne begrüßt uns jetzt!!
Wir wandern in langen Serpentinen hinauf zur Hirschlacke und weiter hinauf zur
Mutterer Alm. Noch ist alles "gut" und zeitlich sind wir perfekt im "Plan". Nach einer feinen Querung folgt der steile Aufstieg zum Birgitzköpfel Haus. Es gibt hier eine kleine Enttäuschung -
das Haus ist geschlossen, da heißt es ab jetzt Wasser sparen. Wir haben jetzt ca. 1600Hm und 15km hinter uns, Bini sieht aus als wäre sie gerade losgewandert, ich dagegen beginne schon
etwas zu kämpfen. Es hilft nichts, wir müssen weiter. Halsl, Widderbergersattel, und schließlich hinauf zum Hoadl. Das Hoadl - es wird meine letzten Kräfte fordern, das weis ich, aber zum
meinem eigenen Erstaunen, schaffe ich es dort hinauf zu kommen. Nun sind alle Reserven aufgebraucht, den weiteren Weg habe ich eigentlich schon aufgegeben. Zum Glück geht es jetzt zwar
steil aber nur mehr abwärts zur Kemater Alm. Dort kehren wir ein und wir können uns endlich stärken und vor allem den Flüssigkeitsverlust wieder kompensieren. Die Hoffnung lebt wieder, und
so machen wir uns an den letzten Anstieg, dieser führt über die Salfeins Alm hinauf zum Schönangerl/Salfeins. Nun ist es geschafft - ca. 2670Hm sind bezwungen. Voller Freude über das
Geleistete geht es nun hinunter zur Schmalzgruben Alm und nach einer weiteren Stärkung nach Tanneben. Hier werden wir dann von Bruder Stefan in Empfang genommen und mit dem Auto geht es
nach Innsbruck retour. 35km und 2670Hm sind geschafft, wir auch - aber vor Allem sehr glücklich und auch ein wenig stolz über diese Leistung.
eigentlich sehr schade dass man uns alle darauf hinweisen muss - also den eigenen Abfall wieder mit nach Hause nehmen - Bitte !!!
14.06.2026 - Seblassspitze - Rundwanderung
Heute geht es auf eine Genusstour, aber mit immerhin 1100Hm dennoch nicht zu unterschätzen. Wir starten am Parkplatz Josef im Oberbergtal oberhalb von Milders im Stubaital. Von hier nehmen wir den
Sommersteig hinauf zur Brandstatt Alm. Diese lassen wir vorerst rechts (nicht links) liegen und wandern über einen feinen Steig hinauf zum aussichtsreichen Gipfel der Seblassspitze. Um
die Wanderung als Runde zu gestalten geht es für uns kurz den Grat entlang weiter Richtung Brennerspitze. Zu unserer Überraschung und für viele von Euch sicher von Interesse wurden die zwei
"heiklen" Stellen bei dieser Gratwanderung nun mittels Seil und Stahltritte versichert, so kann nun jede/r Trittsichere diese Wanderung problemlos durchführen. Bei der ersten Beschilderung
geht es für uns weiter Richtung Milderaun Alm. Dieser Steig würde aber Richtung Hühnerspiel sehr weit ausholen und so entscheiden wir uns bei einem geeigneten Bereich weglos hinunter auf den
Quersteig zur Brandstatt Alm zu wandern. Diesen erreichen wir auch nach ca. 100Hm Abstieg und folgen diesem, nun wieder nord-ostwärts wandernd. Auf diesem herrlichen Weg kommt man an
zahlreichen Platzerln vorbei, welche nur die Natur in dieser Schönheit zu schaffen im Stande ist. Auf der Brandstatt Alm werden wir dann bestens verköstigt und können so
die Runde gut gestärkt mit dem Abstieg zum Parkplatz vervollständigen. Dieser Bereich im Stubai ist im Sommer weit weniger "bevölkert" als im Winter - daher ein Tipp für alle die Einsamkeit und
Ruhe suchen.
Schmalzgruben Alm - gut besucht aber immer noch ein Platzerl für uns frei - :-)
13.06.2026 - Schmalzgruben Alm - Rundwanderung
Viele von Euch werden sich jetzt fragen wo sich die Schmalzgrubenalm wohl befindet. Kein Wunder, denn die ehemals verfallene Alm im Fotschertal und unterhalb des Grieskogel wurde erst vor wenigen
Jahren von Sabine aus Tanneben zusammen mit Ihrem Mann auf privater Basis neu errichtet und wird nun als Almwirtschaft betrieben. Wer schon oben zugekehrt ist wird mit Sicherheit die
köstlichen Schmalzgrubenknödel gekostet haben - einfach ein Genuß, sei es in der Suppe oder auf Salat. Wir parken in Tanneben am eigenen Parkplatz der Alm, dieser befindet sich von Grinzens
kommend, vor dem letzten Strassenanstieg zur Kapelle von Tanneben rechts unterhalb der Strasse - markiert mit "Parken verboten - bei widerrechtlichem Parken wir Abgeschleppt" -
also nicht davon abschrecken lassen, denn wer die Alm besucht, darf hier parken!! Heute ist Freund Wolfgang wieder mit von der Partie uns so wandern wir diesmal nicht wie üblich den direkten und
sehr steilen Steig von Tanneben hinauf zur Alm,
sondern wählen den flachen Karrenweg welcher von der Kapelle ins Fotschertal hinein führt. So geht es vorerst sehr flach ins Tal hinein um dann über eine Brücke den Fotscherbach zu queren. Jetzt
kurz der "Rodelbahn"/dem Fortsweg entlang Richtung Weidenalm (ehem. Fotscher Bergheim). Bald erreichen wir eine weitere Brücke über welche wir auf einem Forstweg in weit ausholenden Serpentinen
an Höhe gewinnen.
Am Ende des Forstweges müssen wir dann über einen Steig (Achtung - nicht markiert und nicht ganz leicht zu finden) kurz hinauf zum markierten Steig welcher von der Furgges Alm zur Schmalzgruben
Alm führt. Diesem folgen wir nun talauswärts und gelangen so zur Schmalzgrubenalm. Hier wird natürlich eingekehrt und - was glaubt Ihr? - ja natürlich, ein Schmalzgrubenknödel verzehrt. Der
Abstieg erfolgt auf vorher besagtem, steilen Steig, auch der Forstweg wäre eine Alternative. Die Schmalzgruben Alm ist nach wie vor ein Geheimtipp für all jene die dem Trubel auf vielen
Almen entgehen wollen und eine heimische Atmosphäre lieben - auch Wolfgang weis das zu schätzen - :-)
Fischersee - muss dazu noch etwas gesagt/geschrieben werden?
08.06.2026 - Weisbrunn - Fischersee
Wie schnell die Zeit vergeht - heute ist schon der letzte Tag unseres Kurzurlaub im schönen Ultental. Da wir am Nachmittag in Meran einen Termin haben, wollen wir die Zeit vorher noch für eine kurze Wanderung nutzen. Und so geht es gleich nach dem Frühstück weiter hinein ins Ultental, sozusagen bis ans Ende - :-). Ausgangspunkt ist Weissbrunn bzw. beim Stausee. Von hier wandern wir in angenehmer Steigung durch einen schönen Wald hinauf zum idyllisch gelegenen Fischersee (ca. 300Hm). Dieser wird zwar ebenfalls aufgestaut, das tut seiner Schönheit aber keinen Abbruch. Um die Wanderung zu einer Runde zu machen, queren wir über einen Steig - mit grandiosem Tiefblick zu Weissbrunn und ins Ultental - hinüber zur Fiechter Alm. Von dort geht es dann ebenfalls über einen Steig hinunter zum Ausgangspunkt bei Weissbrunn. Eine sehr kurze Runde, aber lohnend, denn die Gegend ist einfach wunderschön - und das trotz der Stauseen.
nach ca. 1500Hm ein verdienter "Gipfelsieg" mit Gipfelfoto - Ilm(en)spitze
07.06.2026 - Ilm(en)spitze
Heute wollen wir (endlich) wieder eine "größere" Tour in Angriff nehmen. Unser Ziel ist die Ilmenspitze (oder auch Ilmspitze), ein Gipfel direkt an der Grenze zum Trentino/Nonstal. Vom Hotel
geht es an der Kirche von St. Nikolaus vorbei, hinunter zur Falschauer. Diese überqueren wir um auf der gegenüber liegenden Talseite über einen Steig steil durch den Wald hinauf zur
Auerbergalm zu wandern. Nun folgen wir dem etwas flacheren Karrenweg um an dessen Ende nochmals ein Steilstück neben einem schönen Wasserfall zu bewältigen. Wir erreichen die unbewirtschaftete
Seefeld Alm und wenige Höhenmeter weiter den schönen Seefeldsee. Noch immer fragen wir uns wo wohl die Ilmenspitze zu finden ist, ohne zu wissen, dass wir sie bereits ab der Auerbergalm
kurz sehen konnten. Führte uns der Weg bisher immer in Richtung
Süden, so dreht dieser ab dem Seefeldsee nach Osten und über mehrere Steilstufen geht es weiter in die Höhe. Bald lässt sich im Nordosten auch das Gipfelkreuz der Ilmenspitze blicken, zu meinem
Entsetzen aber noch in weiter Ferne. Es hilft nichts, da muss ich heute durch und die letzen 400Hm werden auch noch zu schaffen sein. Der Gipfelhang ist dann sehr steil und der Steig durch
ständige Erosion schlecht zu
bewandern, aber irgenwann erreichen wir den schönen Gipfel der Ilmenspitze(2656m) - Bini natürlich lange vor mir. Der Ausblick, vor allem ins Nonstal, aber auch zu Brenta, Ortler und ins
Ultental ist grandios. Selbst Schlern, die restlichen Dolomiten sowie Sarner und Meraner Berge sind im Blickfeld. Nach einer ausgiebigen Rast verlassen wir diesen schönen Platz um hinunter
zur Auerbergalm zu wandern. Auf dieser urigen Alm wird eingekehrt und wir belohnen uns mit Kaffee und Kuchen und Herr Andi bekommt ein wohlverdientes Glaserl Weisswein. Gut gestärkt geht es
wieder hinunter ins Tal und von dort wenige Höhenmeter hinauf zum Waltershof, wo wir schon mit großer Vorfreude an das Abendessen denken. Eine (für uns) fordernde
Wanderung mit ca. 1500Hm und 14km Länge anstrengend, aber sehr lohnend und wer Ruhe und Einsamkeit sucht ist hier genau richtig.
viel zu sehen gab es heute nicht - Schönes zu Erleben aber dennoch so einiges
06.06.2026 - Peilstein
Nach einem feinen Frühstück fahren wir mit dem Auto nach St. Walburg und dort über eine schmale Strasse hinauf zum Gigglhirnhof (1670m). Hier wird das Auto geparkt (es ist viel Platz
vorhanden)und ab nun wandern wir erst flach, dann immer steiler werdend, hinauf zur Marschnell Alm. Von hier geht es vorerst flach über schöne Böden ostwärts. Bald erreichen wir
den "Gipfelaufbau" des Peilstein und es wird wieder steiler. Nach ein paar Hügel erreichen wir unser Ziel mit dem großen Gipfelkreuz. Leider wollen die Wolken heute nicht weichen und so
wird es mit dem sonst so
grandiosen Ausblick auf diesem Gipfel nichts, im Gegenteil es ist zusätzlich noch richtig kalt hier heroben. Daher bleiben wir nicht lange, sondern begeben uns bald auf den Rückweg. Unterhalb
der Marschnell Alm treffen wir ein zweites Mal auf einen Adler, diesen hat Bini beim Aufstieg so erschreckt, dass er kreischend das Weite gesucht hat. Heute durch die Wolken ein eher
unbelohnter Ausflug, bei halbwegs schönem Wetter aber ein herrliches Ziel.
eine erste Erkundungstour entlang des Ultener Höfe Wegs
05.06.2026 - Ultener Höfeweg
Eine kurze Auszeit in einem "verborgenen" Tal, dem Ultental. Ok, so ganz verborgen ist diese Tal dann auch wieder nicht, aber es wird durch die Nähe zum Südtiroler "Zugpferd" MERAN sehr gerne übersehen. Wir haben uns für die nächsten Tage im genialen Waltershof in St. Nikolaus einquartiert und wollen in den kommenden Tagen ein wenig die schöne Gegend wandernd erkunden. Heute geht es nach dem Check-In gleich auf den - am Hotel vorbeiführenden - Ultner Höfeweg. Eine schöne Wanderung ohne viel Höhenmeter durch Wald und vorbei an einigen alten Höfen führt uns der Weg hinein fast bis nach St. Gertraud. Am Abend dürfen wir uns dann von den Künsten der Waltershof Küche verwöhnen lassen - ein weiteres Highlight am heutigen Tag! Das Hotel ist sehr empfehlenswert: Waltershof-Link
wir leben in einer schützenswerten Umgebung - dieser Blick ist einfach einzigartig!
30.05.2026 - Weißes Wandl - Brenner Demo - Bogenfest
Heute ist für die Tiroler Bevölkerung ein aufregender Tag - die lang und groß angekündigte Brennerblockade findet heute Mittag in Matrei bei der Autobahn Ausfahrt statt. Und nachdem wir in Innsbruck indirekt (durch die Luftverschmutzung der LKW und Fahrzeuge auf der Autobahn) darunter leiden, vor allem aber jene, welche durch diese Verkehrsflut über den Brenner am meisten betroffen sind unterstützen wollen, planen wir eine Unternehmung in der Nähe der Demo um dann auch daran teilzunehmen. Also fahren wir zeitig in der Früh per Bahn nach Matrei, noch ist der Zug fast leer, das wird sich gegen Mittag hin ändern (wie wir von Anreisenden später hören - obwohl Doppelgarnituren im Einsatz waren, waren die Züge komplett voll). Zu Fuss geht es vom Bahnhof in Matrei kurz durch das Dorf zum Sportplatz und hier dann die Strasse hinauf zum Koflerhof. Die Strasse führt unter der Autobahn hindurch und dann ein kurzes Stück entlang dieser, und auch wenn es erst 08:30Uhr ist (die Sperre beginnt um 11:00Uhr) so ist jetzt schon merklich wenig los auf der Autobahn - die Reisenden haben sich also darauf eingestellt. Für uns geht es nach dem Koflerhof hinein in einen schönen Wald und über den Quellenweg hinauf zur Antonius Kapelle. Ab hier wird der Steig so richtig steil und die Sonne brennt auch schon gehörig auf die Hänge, aber wir sind früh dran und so ist es noch halbwegs angenehm zum Aufsteigen. Ab dem Götterblick (traumhaftes Platzl mit Blick zur Serles und auf Maria Waldrast) wird es dann wieder feiner zu gehen und so sind die letzten 100Hm bald erledigt. Am Weissen Wandl lädt uns dann eine Bank mit Tisch direkt neben dem kleinen Gipfelkreuz zum Verweilen und den Ausblick genießen ein. Der Abstieg erfolgt über denselben Weg, und kurz vor Matrei treffen wir auf Reporter von Servus TV - Bini wird gleich bezüglich der Brenner Demo interviewt - :-). Wir kommen gerade rechtzeitig zum Beginn der Demo, und sind freudig erstaunt wieviele Menschen an diesem Protest gegen diese Verkehrsflut über den Brenner teilnehmen wollen. Wir marschieren hinauf zum Veranstaltungsplatz - dieser ist viel zu klein für alle Teilnehmer und so wird die Autobahn (derzeit ja "frei") gleich mitbenutzt. Nach einer Weile wandern wir wieder retour zum Bahnhof nach Matrei, wo wir punktgenau (ok, ein bischen haben wir rennen müssen) auf den Zug nach Innsbruck treffen. Und hier besuchen wir noch kurz das Bogenfest, auch hier ist schon einiges los, es werden aber sicher noch viel mehr Besucher werden, eventuell auch jene welche derzeit noch bei der Veranstaltung in Matrei sind. Ein traumhaft schöner, ereignisreicher Tag, mit vielen schönen Eindrücken, sowohl von der Natur, als auch von Menschen die sich für Ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität zusammen tun und wehren, sowie das schöne Leben feiern - siehe Bogenfest.
auf einem steilen Felsen thront dieses schöne Kirchlein - ein Genussplatzl!
25.05.2026 - Steinach - St.Magdalena - Steinach
Ein weiterer Sommertag begrüßt uns, und das bereits Ende Mai. Wir nehmen dieses schöne Wetter gerne an und fahren mit der Bahn von Innsbruck Hauptbahnhof nach Steinach am Brenner. Wir fahren sehr gerne mit der Bahn, aber die OEBB MUSS sich langsam etwas überlegen, denn natürlich werden die Radfahrer immer mehr, und was sich auch heute wieder bezüglich Platznot im Zug abgespielt hat ist auf lange Sicht nicht tragbar. Wir hoffen das hier die Zuständigen reagieren, die Sportler und Natursuchenden sind ja wohl nicht das Problem. Aber nun zur Bike und Hike Tour: In Steinach angekommen fahren wir dem gut markierten Radlweg hinein ins Gschnitztal. Immer dem Bach entlang geht es vorbei an Trins und der Pumafalle bis zum Steig hinauf zu St. Magdalena. Dort verstauen wir unsere Radelen und per Pedes geht es flott über den relativ steilen Anstieg hinauf zum Kirchlein und zum Gasthof. Die alten Fresken in dem mystischen Ort sind allein schon einen Aufstieg wert, aber die Lebensfreude und ein "Willkommens Gefühl" welche die jungen Wirtsleute hier heroben jedem Gast entgegenbringen ist als Grund minestens gleichwertig. Allein die Speisekarte ist sehenswert (beeindruckend), liebevoller gestaltet geht wohl kaum noch. Und das Essen (auch die Getränke) sind allesamt nachhaltig und von lokalen Erzeugern (bis auf Kuchen die Anteile - Kokos gibt es lokal leider nicht - besagter Kuchen - ein Spinat-Kokos Kuchen!!! - war übrigens köstlich). Nach einer feinen Einkehr wandern wir wieder hinunter zu den Radl welche zu unserem Glück immer noch auf uns warten - :-). Jetzt geht es gemütlich rollend hinaus nach Steinach wo wir punktgenau auf die S-Bahn nach Innsbruck treffen. Die letzten drei Tage haben viele (kalte) der vergangenen Wochen wettgemacht - Pfingsten zu Hause war wunderschön!
unbarmherzig wie immer - die Arzler Reisn!
24.05.2026 - Arzler Reisn - Richtstattl - Rumer Alm - Enzianhütte
Richtstattl - schon einmal gehört? Ehrlich sein!! - wo könnte sich das wohl befinden?
Die Antwort - sehr nahe bei Innsbruck und wir werden heute den Besuch dieses genialen Aussichtspunktes mit einer Rundwanderung verbinden. Los geht es zeitig in der Früh in Pradl direkt von der
Haustüre weg. Unser Weg führt uns wie bei den Scharnitz Wanderungen über Mühlau und durch die Mühlauer Klamm hinauf zum Einstieg in die Arzler Reisn. Diese ist Unbarmherzig wie immer, aber
jammern hilft nichts, wir müssen hier hinauf. Bei ca. 1700m Seehöhe (genau bei einem markierten Stein - kein Hinweisschild) zweigt dann ein Steig Richtung Osten ab. Diesem schmalen, aber gut
begehbaren Steig folgen wir. Es ist nicht schwierig hier zu wandern, allerdings hat die Natur schon viel Platz zurückerobert und daher muss man sich
immer wieder zwischen den Latschen durchzwängen - da hat Bini mir gegenüber einen großen Vorteil - :-). Nach ein paar Minuten erreichen wir das Richtstattl - eine kleine Wiese auf einem
vorgeschobenen Kopf unterhalb der Rumer Spitze. Der Ausblick auf Innsbruck und ins Inntal von hier aus ist natürlich grandios. Weiter geht es dann über einen nach wie vor schmalen und schlecht
gewarteten (falls überhaupt) Steig hinunter zur Gritschhütte und von dort weiter zur Rumer Alm. Diese ist am heutigen Tag "übervoll" aber unser Ziel war so oder so die Enzianhütte mit Wirtin
Birgit - sie war früher Wirtin von der Möslalm und daher verbinden uns viele Geschichten und Erinnerungen über ein Jahrzehnt lang, bei unseren Innsbruck - Scharnitz Touren. Andreas - der Sohn
von Birgit, welcher heute offiziell die Enzianhütte führt, war zu Beginn unserer Wanderungen noch ein kleiner Bub. Nach einer feinen Einkehr geht es dann die restlichen Kilometer retour nach
Pradl. Eine ca. 17km lange Runde, fordernd (für uns), aber im Nahbereich von Innsbruck wunderschön, und bis auf den Bereich der Rumer Alm und Enzianhütte sehr einsam und ruhig.
zwar vom TVB Stubai geschaffen (Danke!) - aber ohne diese Natur wäre die Schaukel kaum von Interesse!
23.05.2026 - Pfarrachalm Runde
Das traumhafte (Sommer-)Wetter wollen wir natürlich für eine schöne Wanderung nutzen. Allerdings OHNE Auto, denn es ist Pfingstwochenende und wie die Lemminge kommt eine Flut an Autos von
Norden Richtung Süden, als wäre es NUR dort lebenswert. Wir fahren daher gemütlich mit der Stubaitalbahn nach Telfes, Freund Wolfgang hat sich angeschlossen - :-). Vom Bahnhof in Telfes geht es
hinauf zum Ortsteil Gagers und hier weiter hinauf zum Forstweg/Rodelbahn Richtung Pfarrach Alm. Kurz folgen wir diesem bis wir bei der ersten Kehre auf den Hirtensteig treffen.
Diesen Steig wandern wir in angenehmer Steigung hinauf zur Pfarrach Alm und vorerst noch ein Stück weiter bis zum alten "Gipfel-"Kreuz und einem schönen Aussichtsplatz mit Bankerl oberhalb der
Alm. Der Blick auf die Stubaier Berge ist einfach grandios und im Westen dominiert eindeutig der Ampferstein die Kulisse, da können selbst Zuckerhütl, Freiger und Pfaff nicht mithalten. Nach
einer kurzen Rast beginnt dann der vergnügliche Teil im Sinne einer Einkehr bei der Pfarrach Alm. Auch hier werden wir wieder an das jährliche "Pfingstphänomen" erinnert, es ist fast nichts
los, und dies bei so einem schönen Wetter mit fast Sommertemperaturen - alle scheinen in den Süden gefahren zu sein. Jedenfalls lohnt sich die Einkehr und wir werden neben feinem Essen von Wirt
Hannes auch noch mit viel Informationen und Neuigkeiten "gefüttert" - Danke Hannes! Beeindruckend auch ein "zuagroaster" Wiener (87 Jahre!!!) welcher mit seinem E-Bike heute schon das 3. Mal zur
Alm heraufgefahren ist. Laut Hannes macht er das fast jeden Tag und bei jedem Wetter und das meistens 5 Mal. Nach dieser feinen Erholung wandern wir hinunter ins Halsltal und dem gleichnamigen
Bach entlang hinaus zum Forstweg welcher uns wieder nach Telfes führt. Retour geht es dann wieder gemütlich mit der Strassenbahn. Ein Tag ohne Stress mit viel Erholung in wunderschöner, stiller
Landschaft, ob das bei den Pilgern Richtung Süden auch so ein Tag war? - wir wissen es nicht, aber es dürfte sehr unwahrscheinlich sein.