BiAn
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2026

Tiefblick vom Orbeitskopf zur Almin Alm im Fotscher Tal

 

02.08.2026 - Orbeitskopf 

 

Gestern haben wir uns wieder einmal auf die Schwammerl- und Pilzjagd begeben, leider vergeblich. Umso schöner ist es, dass wir heute am Weg zum Orbeitskopf neben dem Aufstiegsweg eine schöne Ausbeute sozusagen aufgezwungen bekommen haben - :-). Das wird zuhause dann eine schöne Belohnung für die Anstiegsmühen in Form von Spaghetti mit Pilzen. Vorher müssen wir aber noch unser Ziel erreichen - den Orbeitskopf. Ich sehe schon die fragenden Blicke von Vielen die den Namen lesen, da kaum jemand diesen Gipfel kennt, kein Wunder - denn ein markierter Weg führt nicht dorthin und ein Kreuz steht erst seit 2020 dort oben. Wir fahren (ausnahmsweise) ins Fotschertal und parken beim Weidenhof (ehemaliges Fotscher Bergheim). Von hier wandern wir erst dem Forstweg und weiter oben dem Steig folgend hinauf zur Almind Alm. Kurz unterhalb der Alm folgen wir dem Wegweiser Richtung Saiges Alm, welcher uns über einen flachen Forstweg Richtung Norden leitet. Der Forstweg endet und es geht noch ein kurzes Stück weiter, dem Steig Richtung Saiges Alm entlang bis zur ersten flachen Wiese mit einem großen weißen Stein. Hier verlassen wir den markierten Steig und steigen Richtung Westen aufwärts dem Fotscher Windegg zu. Es stimm nicht ganz, dass hier kein Steig hinauf führt, denn mit etwas Glück gelangt man - wie wir - auf einen Hirten und Jagersteig welcher durch viele Zigarettenstummel (leider) eindeutig erkennbar ist. Diesem folgen wir in wenigen Serpentinen hinauf bis zu einem Weidezaun, welchen wir übersteigen und oberhalb nun nach Süden wandern. Vorbei an den vielen Kühen geht es nun leicht ansteigend zum Orbeitskopf, welchen wir sozusagen "von hinten" erreichen. Zum Gipfelkreuz müssen wir dann noch wenige Meter absteigen. Es wundert uns nicht dass wir alleine hier heroben stehen, im Gegenteil, es freut uns diesen herrlichen Ort in aller Stille genießen zu dürfen. Retour geht es dann direkter hinunter, aber auch hier wieder Richtung Norden ausholend, bis wir wieder auf besagten Hirtensteig gelangen. Nach einer feinen Einkehr in der Almind Alm geht es mit den gefundenen Geschenken der Natur retour nach Innsbruck, und was soll ich sagen/schreiben - die Pilze waren einfach nur "guat". 

 

super Ausblick am Gipfel - der Aufstieg im Gegensatz zu dem von Kühtai sehr "einsam"

 

25.07.2026 - Pirchkogel 

 

Eigentlich wollten wir heute von der Pfaffenhofener Alm auf den Schafmarebenkogel und von dort weiter zum Hocheder. Aber erst am Beginn der Forststrasse zur Alm 
sehen wir dass diese derzeit geschlossen ist und (zumindest glauben wir es) dass damit das bestehende Fahrverbot wirksam wird. Also heißt es umplanen - wir fahren 
Richtung Kühtai über Haiming und dem Sattele und während der Fahrt kommt uns der Pirchkogel in den Sinn - von Marlstein aus. Also parken wir beim Gasthof Marlstein (4€ Parkgebühr) und wandern von dort hinauf zu den Feldringer Böden. Von hier scheint der Gipfel des Pirchkogel noch endlos weit weg, der Schein trügt nicht - es ist ein ziemlich langer Weg. Dieser führt uns terrassenartig in die Höhe, vorbei an unzähligen kleinen Gebirgsseen, welche für die vielen Almtouristen (in Form von Pferden, Kühen und Schafen) eine wichtige Wasserquelle darstellen. Erst kurz vor dem Gipfelaufbau wird es dann steiler und felsiger, aber immer fein zu gehen. Wir erreichen den Pirchkogel genau in der Mulde zwischen den zwei Gipfeln, ersparen uns den südlich höheren Punkt und wandern daher gleich nach Norden zum Gipfelkreuz. Der Ausblick von hier ist an einem Tag wie heute einfach grandios - egal in welche Himmelsrichtung man auch blickt. Nach einer Weile geht es dann für uns dem Aufstiegsweg retour nach Marlstein und nach einer feinen Einkehr im gut geführten Gasthaus geht es retour nach Innsbruck. Trotz kurzfristiger Alternativplanung ein gelungener Tag mit einem sehr schönen Gipfel, und diesen - nicht wie sonst üblich vom Kühtai aus - sondern sehr einsam von Marlstein aus besucht.

 

Zwölferköpfl, ein unscheinbarer Gipfel - aber mit grandioser Aussicht

 

11.07.2026 - Zwölferköpfl 

 

Am Abend gibt es heute eine feine Weinverkostung, daher muss eine kurze, aber dennoch schöne Wanderung geplant werden. Die Wahl fällt auf das Zwölferköpfl im Kühtai - einer unserer Lieblingsgipfel für "Speedhiking" Touren - kurz, steil, einsam und gleichzeitig findet man am Gipfel eine traumhafte Aussicht - was will man mehr? Wir fahren über Haiming und das Sattele zum Parkplatz am Eingang ins Wörgetal. Von hier geht es einem Steig entlang hinauf zur Oberen Issalm. Hier ist schon steil über uns unser Gipfelziel in Sicht, das Zwölferköpfl. Es geht noch kurz flach bis zum Gipfelaufbau, und dann genau so wie es uns Spass macht (zumindest Bini - :-)), sehr steil und fast direkt hinauf zum Gipfel. Die Aussicht von diesem "unscheinbaren" Platz ist grandios und jeden Tropfen Schweiß für den Aufstieg ist es wert. Weiter geht es Richtung Westen dem Steig entlang um dann an der nördlichen Seite des Berges wieder zur Oberen Iss Alm zu gelangen. Von hier folgen wir noch kurz dem Knappenweg hinauf zum Pochersee. Dieser ist gut besucht, dennoch einzigartig schön. Nach einer kurzen Pause geht es retour zum Ausgangspunkt und über das Kühtai retour nach Innsbruck. Übrigens - die Weinverkostung war auch ein voller Erfolg - :-).

 

Hoacher Focknzond, für uns im Gipfelaufbau zu schwierig - dennoch ein schönes Ziel

 

09.07.2026 - Hoacher Focknzond 

 

Bereits als wir den Berg bzw. dessen Namen das erste Mal entdeckt hatten, wussten wir, dass wir diesen Gipfel einmal besuchen werden. Es hat zwar lange gedauert, aber heute ist es endlich soweit. Zeitig in der Früh fahren wir von Innsbruck los, vorbei an der (leider schon zur Normalität gewordenen) endlosen LKW Schlange über den Brenner nach Sterzing. Hier verlassen wir das trostlose Bild auf der Autobahn und zweigen ab in das schöne Pfitschertal. Am Weiler Burgum wird oberhalb der Siedlung geparkt und die Wegweiser zeigen unseren Weiterweg bereits an - es geht Richtung Sterzinger Hütte / Wilde Kreuzspitze. Das erste Highlight dieser Tour lässt nicht lange auf sich warten - die Tropfsteinquellen - einfach nur sehenswert! Es geht weiter hinein ins enge Tal bis hinauf zur Burgum Alm - hier öffnet sich das Tal zu einem wunderschönen großen Almgebiet. Wir erreichen die Sterzinger Hütte, diese ist zwar geschlossen, an der Rückseite stehen aber Getränke zum Kauf zur Verfügung - beim Abstieg eine willkommene Erfrischung. Es geht noch kurz weiter Richtung Wilde Kreuzspitze bis wir nach ca. 200m den markierten Weg verlassen und uns von einigen Steinmandeln links in ein Tal leiten lassen, wo wir bald auf einen gut erkennbaren, wenn auch nicht markierten Steig treffen. Diesem geht es nun steil hinauf bis zum eigentlichen Gipfelaufbau. Dieser ist zwar ausgesetzt, was noch nicht wirklich ein Problem wäre, aber der Anstieg ist bröselig und der Fels brüchig. Ein "No Go" für uns, denn selbst wenn der Aufstieg machbar wäre, der Rückweg wäre fordernd und sehr zeitaufwendig. Wir brechen daher ca. 80Hm unterhalb des Gipfels ab. Auf Grinznerisch würde man sagen "desmohl hoat die Foack gwunnin". So kehren wir um und wandern retour zur Sterzinger Hütte. Hier gibt es eine kurze Erfrischung ehe es dann zurück zum Ausgangspunkt im Tal geht. Trotz des Abbruchs kurz vor dem Gipfel eine wunderschöne Wanderung in einer sehr, sehr ruhigen Gegend - das hat uns auch eine Schneehuhn Mama mit Ihren Kindern vermittelt.

 

Hoher Burgstall im Hintergrund - das Bild ist fast schon kitschig - oder?

 

07.07.2026 - Wildeben 

 

Vor langer Zeit waren wir schon einmal an diesem Platz. Weshalb wir damals die Kraft und Schönheit dieses Ortes nicht erkennen konnten, kann ich nicht mehr sagen, aber vielleicht war damals das Wetter schlecht? Heute jedenfalls werden wir von diesem 
Platz richtig in den Bann gezogen, denn es ist ein unwirklicher Ort inmitten schroffer Natur. Aber nun zur Tour: Vorab - allein den Parkplatz zu finden ist schon eine kleine Herausforderung. Man muss die erste Ausfahrt "Medraz" (noch in der Steigung der Stubaitalstraße) nehmen und hier weiter zur "Medrazer Stille" Siedlung - nicht wie wir - in das Industriegebiet weiterfahren! Bei der Medrazer Stille gibt es dann einen kleinen Parkplatz. Von hier starten wir gleich entlang der Forststraße steil hinauf Richtung Wildeben - Serles. Der Forstweg ist für E-Bikes gerade noch machbar, für "Bio-"Bikes sicher eine Herausforderung welche eventuell ein Stefan Denifl schaffen könnte. Weiter oben folgen wir dann einem Steig in vielen Serpentinen hinauf zum Alpengasthof Wildeben. Nach dem schweißtreibenden und sehr steilen Anstieg bleibt uns beim Erreichen dieses Platzes der Mund vor Staunen offen, auf einer flachen Wiese liegt das kleine Alpengasthaus Wildeben mit einem Bilderbuch Ausblick zu den Kalkkögeln. Ruhe scheint hier Programm, egal ob es sich um Gäste, Wirt Michael oder die zahlreichen Hühner handelt - :-). Bevor wir Einkehren folgen wir dem Steig Richtung Serles noch ca. 80Hm um zum sogenannten Kraftplatzl zu gelangen. Von hier bietet der Blick fast alles was in der Umgebung Rang und Namen hat, neben den Kalkkögeln sind die Hohe Villerspitze und natürlich der Habicht die Highlights. Im Gasthaus bekommen wir dann eine sehr gute selbst gemachte "Sacher" und nachdem nicht sehr viele Wanderer den Weg hier herauf "finden" (was sehr schade ist), hat Wirt Michael auch die Zeit uns viele Geschichten und Infos über alles Mögliche zu geben - "sehr nett war's Michael - Danke". Der Abstieg ist dann zumindest gleich anstrengend wie der Aufstieg - die steile Forststraße lässt grüßen. Wir denken oft wir kennen schon fast alles, aber heute haben wir einen neuen und wunderbaren Ort in naher Umgebung gefunden, welchen wir sicher wie viele andere Almen und Plätze immer wieder gerne besuchen werden - Euch möchten wir das ebenfalls empfehlen, Ihr werdet staunen.

trotz der vielen Autos welche Richtung Weidenhof fahren kann sie gemütlich schlafen!

 

05.07.2026 - Tanneben - Furgges Alm - Schmalzgruben Alm Runde 

 

Diese Tour hatten wir eigentlich schon letztes Jahr geplant, musste dann immer wieder verschoben werden, aber heute ist es soweit. Wir werden von unseren Freunden Marlene und Wolfgang zu Hause abgeholt und es geht über Kematen und Sellrain hinauf nach Tanneben. Wieso in Tanneben und nicht an der Eisbrücke parken werden sich jetzt einige denken - ganz einfach - wir besuchen ja die Schmalzgruben Alm und in Tanneben haben Sabine und Alexander (die Wirtsleute) einen eigenen Parkplatz hergerichtet, der für Besucher der Alm zur Verfügung steht. Wer Tanneben kennt, weis dass es hier sonst keine Möglichkeit zum Parken gibt und sich "nur" die Eisbrücke als Ausgangspunkt anbietet. Wir aber starten von Tanneben um über den "alten" und sehr flachen Forstweg hinein ins Fotschertal zu wandern. Die Straße von der Eisbrücke ins Fotschertal darf mit dem Auto befahren werden, und so ersparen wir uns über diesen/unseren Weg viel Staub zu schlucken - zumindest für die Hälfte der Strecke bis zum Weidenhof (ehemaliges Bergheim). Am Ende des Fortsweges überqueren wir dann den Fotscherbach und wie befürchtet wird es die restlichen Meter bis zum Weidenhof sehr staubig - :-(. Ab dem Weidenhof ist dann Fahrverbot für die Autos und so kehrt Ruhe ein und auch die Luft ist wieder so, wie man sich das in den Bergen eigentlich erwartet. Wir wählen den Steig vorbei an der Innsbrucker Skihütte hinauf zur Furgges Alm. Oben angekommen führt uns ein schöner aber teilweise sehr feuchter Steig zu unserem ersten Rastplatz - einem wunderschönen kleinen See. Wie erwartet haben wir diesen Platz ganz für uns allein, und hier wird dann auf Marlenes Geburtstag angestoßen. Es folgt ein langer Querweg zur Schmalzgruben Alm. Wie immer werden auch wir von Sabine und Alexander herzlich empfangen, über die Schmalzgrubenknödel brauche ich nichts mehr zu schreiben, jeder der sie einmal gekostet hat weis was ich meine - einfach nur gut und endlich mal anders als die "Standardknödel" sonst. Nach dieser feinen Stärkung geht es hinunter nach Tanneben und von hier mit dem Auto retour nach Innsbruck. Auch das Wetter war uns gut gesinnt, der mögliche Regen ist ausgeblieben, und JA - auch heute besuchen wir 
am Abend das Haus der Musik - es gibt eine unglaublich lustige inszenierte konzertante Aufführung von Rossinis "Der Barbier von Sevilla" - 
übrigens einer meiner Lieblingskomponisten - Pesaro wir kommen wieder - :-) !!

Knappenhäusl - selbst in schlechtem Zustand noch beeindruckend schön!

 

04.07.2026 - Herrenhäuser - Halltal 

 

Am Abend werden/dürfen wir eine fulminante Oper im Haus der Musik erleben - Orest von Georg Friedrich Händel. Eigentlich ein sehr düsteres Werk, denn es geht nur um Tod und Leid, aber diese Aufführung im HdM macht das Stück auch durch die Integration moderner Musik spannend und kurzweilig. Vorher wollen wir aber noch den schönen Sommertag für eine Wanderung zu den Herrenhäusern nutzen. Schon beim großen Parkplatz am Eingang ins Halltal stellen wir fest, dass viele Gleichgesinnte diese Idee haben, denn der Parkplatz ist bereits gut gefüllt. Wir starten vorerst über Asphalt hinein ins langgezogene Tal um kurz vor dem Bettelwurf Eck auf den Fluchtsteig hinauf zu wechseln. Dieser führt uns ein paar Höhenmeter oberhalb der Straße durch einen schönen Wald weiter ins Tal nach St. Magdalena. Immer wieder bekommt man von hier aus prächtige Ausblicke zum mächtigen Bettelwurf Massiv und zur Speckkarspitze. Vorerst geht es vorbei an St. Magdalena weiter zu den Herrenhäusern. Diese eigentlich schönen Gebäude bedürfen dringend einer Sanierung und ein Erhalt wäre auch wichtig, sind sie doch Zeugen einer der Gründe für die Bedeutung von Hall als Salz- und Münzstatt für viele Jahre. Das Knappenhäusl mit seiner angrenzenden Kapelle ist selbst in diesem Zustand noch ein kleines Juwel. Am Rückweg wird dann bei Harry und seinem Team in St. Magdalena eingekehrt und nach einer kurzen Erfrischung geht es nun der Straße entlang zurück zum Ausgangspunkt in Vorfreude auf den kulturellen Abend im HdM.

Profegl Alm - junges, engagiertes Team - immer einen Besuch wert!

 

28.06.2026 - Profegl Alm 

 

Nach der "Marathontour" von letzter Woche ist Erholung angesagt. Gestern schon bei einem kühlenden Bad im hinteren Lüsenstal und heute geht es ganz entspannt hinauf zur Profegl Alm. Ab Mittag soll die brütende Hitze der vergangenen 2 Wochen endlich "brechen", das heißt es werden starke Gewitter erwartet. Daher sind wir zeitig aufgeborchen um kurz nach Mittag wieder daheim zu sein. Vom Parkplatz oberhalb von Ellbögen beim Hackschnitzel Lager starten wir los. Wir folgen dem gut markierten Steig, steil hinauf durch einen schönen Wald bis zur Alm. Ausnahme bilden nur die Verwüstungen der Bundesforste - sollten die nicht mehr den Wald schützen, als ihn zu vernichten - jedenfalls sehr traurig was hier "angestellt" wurde. Auf der Alm ist schon einiges los, kein Wunder denn der Forstweg bietet sich als Radl Route so richtig an, und die sehr junge Mannschaft auf der Profegl Alm leistet Ihres dazu, dass man hier gern herauf kommt. Nach einer feinen Einkehr geht es dem Forstweg entlang retour zum Ausgangspunkt - gerade rechtzeitig, denn über dem Stubaital liegen schon dunkle Wolken und das Grollen von Donner ist ebenfalls zu hören.

sicher waren wir uns nicht - aber wir haben auch diese Tour geschafft - es fühlt sich an wie damals die erste Innsbruck-Scharnitz Tour über die Arzler Scharte - einfach gut!

 

21.06.2026 - Innsbruck (Pradl) - Fotschertal Reibn 

 

Der heutige Tag wird hart werden, soviel ist sicher. Dennoch freuen wir uns auf diesen Tag schon sehr lange, denn er ist quasi die Alternative zu unserer jährlichen Innsbruck - Scharnitz Überschreitung. Seit drei Jahren ist Freund Michael eigentlich immer mit von der Partie, doch heuer musste er wegen einer Magenverstimmung leider kurzfristig absagen. Wir starten bereits um 04:15Uhr in Innsbruck (Pradl) wie üblich von der Haustür weg. Es folgt die Innsbruck "Durchschreitung" über den Rapoldipark 
hinauf zum Bergisel. Weiter geht es am Sonnenburgerhof vorbei nach Natters. Von hier kurz Richtung Hermann von Gilm Stein und dann der Forststrasse entlang, die Bundesstrasse querend auf den Pfriemesköpfl Forstweg - die Sonne begrüßt uns jetzt!!
Wir wandern in langen Serpentinen hinauf zur Hirschlacke und weiter hinauf zur 
Mutterer Alm. Noch ist alles "gut" und zeitlich sind wir perfekt im "Plan". Nach einer feinen Querung folgt der steile Aufstieg zum Birgitzköpfel Haus. Es gibt hier eine kleine Enttäuschung - das Haus ist geschlossen, da heißt es ab jetzt Wasser sparen. Wir haben jetzt ca. 1600Hm und 15km hinter uns, Bini sieht aus als wäre sie gerade losgewandert, ich dagegen beginne schon etwas zu kämpfen. Es hilft nichts, wir müssen weiter. Halsl, Widderbergersattel, und schließlich hinauf zum Hoadl. Das Hoadl - es wird meine letzten Kräfte fordern, das weis ich, aber zum meinem eigenen Erstaunen, schaffe ich es dort hinauf zu kommen. Nun sind alle Reserven aufgebraucht, den weiteren Weg habe ich eigentlich schon aufgegeben. Zum Glück geht es jetzt zwar steil aber nur mehr abwärts zur Kemater Alm. Dort kehren wir ein und wir können uns endlich stärken und vor allem den Flüssigkeitsverlust wieder  kompensieren. Die Hoffnung lebt wieder, und so machen wir uns an den letzten Anstieg, dieser führt über die Salfeins Alm hinauf zum Schönangerl/Salfeins. Nun ist es geschafft - ca. 2670Hm sind bezwungen. Voller Freude über das Geleistete geht es nun hinunter zur Schmalzgruben Alm und nach einer weiteren Stärkung nach Tanneben. Hier werden wir dann von Bruder Stefan in Empfang genommen und mit dem Auto geht es nach Innsbruck retour. 35km und 2670Hm sind geschafft, wir auch - aber vor Allem sehr glücklich und auch ein wenig stolz über diese Leistung.

eigentlich sehr schade dass man uns alle darauf hinweisen muss - also den eigenen Abfall wieder mit nach Hause nehmen - Bitte !!!

 

14.06.2026 - Seblassspitze - Rundwanderung 

 

Heute geht es auf eine Genusstour, aber mit immerhin 1100Hm dennoch nicht zu unterschätzen. Wir starten am Parkplatz Josef im Oberbergtal oberhalb von Milders im Stubaital. Von hier nehmen wir den Sommersteig hinauf zur Brandstatt Alm. Diese lassen wir vorerst rechts (nicht links) liegen und wandern über einen feinen Steig hinauf zum aussichtsreichen Gipfel der Seblassspitze. Um die Wanderung als Runde zu gestalten geht es für uns kurz den Grat entlang weiter Richtung Brennerspitze. Zu unserer Überraschung und für viele von Euch sicher von Interesse wurden die zwei "heiklen" Stellen bei dieser Gratwanderung nun mittels Seil und Stahltritte versichert, so kann nun jede/r Trittsichere diese Wanderung problemlos durchführen. Bei der ersten Beschilderung geht es für uns weiter Richtung Milderaun Alm. Dieser Steig würde aber Richtung Hühnerspiel sehr weit ausholen und so entscheiden wir uns bei einem geeigneten Bereich weglos hinunter auf den Quersteig zur Brandstatt Alm zu wandern. Diesen erreichen wir auch nach ca. 100Hm Abstieg und folgen diesem, nun wieder nord-ostwärts wandernd. Auf diesem herrlichen Weg kommt man an zahlreichen Platzerln vorbei, welche nur die Natur in dieser Schönheit zu schaffen im Stande ist. Auf der Brandstatt Alm werden wir dann bestens verköstigt und können so 
die Runde gut gestärkt mit dem Abstieg zum Parkplatz vervollständigen. Dieser Bereich im Stubai ist im Sommer weit weniger "bevölkert" als im Winter - daher ein Tipp für alle die Einsamkeit und Ruhe suchen.

Schmalzgruben Alm - gut besucht aber immer noch ein Platzerl für uns frei - :-)

 

13.06.2026 - Schmalzgruben Alm - Rundwanderung 

 

Viele von Euch werden sich jetzt fragen wo sich die Schmalzgrubenalm wohl befindet. Kein Wunder, denn die ehemals verfallene Alm im Fotschertal und unterhalb des Grieskogel wurde erst vor wenigen Jahren von Sabine aus Tanneben zusammen mit Ihrem Mann auf privater Basis neu errichtet und wird nun als Almwirtschaft betrieben. Wer schon oben zugekehrt ist wird mit Sicherheit die köstlichen Schmalzgrubenknödel gekostet haben - einfach ein Genuß, sei es in der Suppe oder auf Salat. Wir parken in Tanneben am eigenen Parkplatz der Alm, dieser befindet sich von Grinzens kommend, vor dem letzten Strassenanstieg zur Kapelle von Tanneben rechts unterhalb der Strasse - markiert mit "Parken verboten - bei widerrechtlichem Parken wir Abgeschleppt" - 
also nicht davon abschrecken lassen, denn wer die Alm besucht, darf hier parken!! Heute ist Freund Wolfgang wieder mit von der Partie uns so wandern wir diesmal nicht wie üblich den direkten und sehr steilen Steig von Tanneben hinauf zur Alm,
sondern wählen den flachen Karrenweg welcher von der Kapelle ins Fotschertal hinein führt. So geht es vorerst sehr flach ins Tal hinein um dann über eine Brücke den Fotscherbach zu queren. Jetzt kurz der "Rodelbahn"/dem Fortsweg entlang Richtung Weidenalm (ehem. Fotscher Bergheim). Bald erreichen wir eine weitere Brücke über welche wir auf einem Forstweg in weit ausholenden Serpentinen an Höhe gewinnen. 
Am Ende des Forstweges müssen wir dann über einen Steig (Achtung - nicht markiert und nicht ganz leicht zu finden) kurz hinauf zum markierten Steig welcher von der Furgges Alm zur Schmalzgruben Alm führt. Diesem folgen wir nun talauswärts und gelangen so zur Schmalzgrubenalm. Hier wird natürlich eingekehrt und - was glaubt Ihr? - ja natürlich, ein Schmalzgrubenknödel verzehrt. Der Abstieg erfolgt auf vorher besagtem, steilen Steig, auch der Forstweg wäre eine Alternative. Die Schmalzgruben Alm ist nach wie vor ein Geheimtipp für all jene die dem Trubel auf vielen Almen entgehen wollen und eine heimische Atmosphäre lieben - auch Wolfgang weis das zu schätzen - :-)

Fischersee - muss dazu noch etwas gesagt/geschrieben werden?

 

08.06.2026 - Weisbrunn - Fischersee 

 

Wie schnell die Zeit vergeht - heute ist schon der letzte Tag unseres Kurzurlaub im schönen Ultental. Da wir am Nachmittag in Meran einen Termin haben, wollen wir die Zeit vorher noch für eine kurze Wanderung nutzen. Und so geht es gleich nach dem Frühstück weiter hinein ins Ultental, sozusagen bis ans Ende - :-). Ausgangspunkt ist Weissbrunn bzw. beim Stausee. Von hier wandern wir in angenehmer Steigung durch einen schönen Wald hinauf zum idyllisch gelegenen Fischersee (ca. 300Hm). Dieser wird zwar ebenfalls aufgestaut, das tut seiner Schönheit aber keinen Abbruch. Um die Wanderung zu einer Runde zu machen, queren wir über einen Steig - mit grandiosem Tiefblick zu Weissbrunn und ins Ultental - hinüber zur Fiechter Alm. Von dort geht es dann ebenfalls über einen Steig hinunter zum Ausgangspunkt bei Weissbrunn. Eine sehr kurze Runde, aber lohnend, denn die Gegend ist einfach wunderschön - und das trotz der Stauseen.

nach ca. 1500Hm ein verdienter "Gipfelsieg" mit Gipfelfoto - Ilm(en)spitze

 

07.06.2026 - Ilm(en)spitze 

 

Heute wollen wir (endlich) wieder eine "größere" Tour in Angriff nehmen. Unser Ziel ist die Ilmenspitze (oder auch Ilmspitze), ein Gipfel direkt an der Grenze zum Trentino/Nonstal. Vom Hotel geht es an der Kirche von St. Nikolaus vorbei, hinunter zur Falschauer. Diese überqueren wir um auf der gegenüber liegenden Talseite über einen Steig steil durch den Wald hinauf zur Auerbergalm zu wandern. Nun folgen wir dem etwas flacheren Karrenweg um an dessen Ende nochmals ein Steilstück neben einem schönen Wasserfall zu bewältigen. Wir erreichen die unbewirtschaftete Seefeld Alm und wenige Höhenmeter weiter den schönen Seefeldsee. Noch immer fragen wir uns wo wohl die Ilmenspitze zu finden ist, ohne zu wissen, dass wir sie bereits ab der Auerbergalm kurz sehen konnten. Führte uns der Weg bisher immer in Richtung 
Süden, so dreht dieser ab dem Seefeldsee nach Osten und über mehrere Steilstufen geht es weiter in die Höhe. Bald lässt sich im Nordosten auch das Gipfelkreuz der Ilmenspitze blicken, zu meinem Entsetzen aber noch in weiter Ferne. Es hilft nichts, da muss ich heute durch und die letzen 400Hm werden auch noch zu schaffen sein. Der Gipfelhang ist dann sehr steil und der Steig durch ständige Erosion schlecht zu 
bewandern, aber irgenwann erreichen wir den schönen Gipfel der Ilmenspitze(2656m) - Bini natürlich lange vor mir. Der Ausblick, vor allem ins Nonstal, aber auch zu Brenta, Ortler und ins Ultental ist grandios. Selbst Schlern, die restlichen Dolomiten sowie Sarner und Meraner Berge sind im Blickfeld. Nach einer ausgiebigen Rast verlassen wir diesen schönen Platz um hinunter zur Auerbergalm zu wandern. Auf dieser urigen Alm wird eingekehrt und wir belohnen uns mit Kaffee und Kuchen und Herr Andi bekommt ein wohlverdientes Glaserl Weisswein. Gut gestärkt geht es wieder hinunter ins Tal und von dort wenige Höhenmeter hinauf zum Waltershof, wo wir schon mit großer Vorfreude an das Abendessen denken. Eine (für uns) fordernde 
Wanderung mit ca. 1500Hm und 14km Länge anstrengend, aber sehr lohnend und wer Ruhe und Einsamkeit sucht ist hier genau richtig.

viel zu sehen gab es heute nicht - Schönes zu Erleben aber dennoch so einiges

 

06.06.2026 - Peilstein 

 

Nach einem feinen Frühstück fahren wir mit dem Auto nach St. Walburg und dort über eine schmale Strasse hinauf zum Gigglhirnhof (1670m). Hier wird das Auto geparkt (es ist viel Platz vorhanden)und ab nun wandern wir erst flach, dann immer steiler werdend, hinauf zur Marschnell Alm. Von hier geht es vorerst flach über schöne Böden ostwärts. Bald erreichen wir den "Gipfelaufbau" des Peilstein und es wird wieder steiler. Nach ein paar Hügel erreichen wir unser Ziel mit dem großen Gipfelkreuz. Leider wollen die Wolken heute nicht weichen und so wird es mit dem sonst so 
grandiosen Ausblick auf diesem Gipfel nichts, im Gegenteil es ist zusätzlich noch richtig kalt hier heroben. Daher bleiben wir nicht lange, sondern begeben uns bald auf den Rückweg. Unterhalb der Marschnell Alm treffen wir ein zweites Mal auf einen Adler, diesen hat Bini beim Aufstieg so erschreckt, dass er kreischend das Weite gesucht hat. Heute durch die Wolken ein eher unbelohnter Ausflug, bei halbwegs schönem Wetter aber ein herrliches Ziel.

 

eine erste Erkundungstour entlang des Ultener Höfe Wegs

 

05.06.2026 - Ultener Höfeweg 

 

Eine kurze Auszeit in einem "verborgenen" Tal, dem Ultental. Ok, so ganz verborgen ist diese Tal dann auch wieder nicht, aber es wird durch die Nähe zum Südtiroler "Zugpferd" MERAN sehr gerne übersehen. Wir haben uns für die nächsten Tage im genialen Waltershof in St. Nikolaus einquartiert und wollen in den kommenden Tagen ein wenig die schöne Gegend wandernd erkunden. Heute geht es nach dem Check-In gleich auf den - am Hotel vorbeiführenden - Ultner Höfeweg. Eine schöne Wanderung ohne viel Höhenmeter durch Wald und vorbei an einigen alten Höfen führt uns der Weg hinein fast bis nach St. Gertraud. Am Abend dürfen wir uns dann von den Künsten der Waltershof Küche verwöhnen lassen - ein weiteres Highlight am heutigen Tag! Das Hotel ist sehr empfehlenswert: Waltershof-Link​

 

wir leben in einer schützenswerten Umgebung - dieser Blick ist einfach einzigartig!

 

30.05.2026 - Weißes Wandl - Brenner Demo - Bogenfest 

 

Heute ist für die Tiroler Bevölkerung ein aufregender Tag - die lang und groß angekündigte Brennerblockade findet heute Mittag in Matrei bei der Autobahn Ausfahrt statt. Und nachdem wir in Innsbruck indirekt (durch die Luftverschmutzung der LKW und Fahrzeuge auf der Autobahn) darunter leiden, vor allem aber jene, welche durch diese Verkehrsflut über den Brenner am meisten betroffen sind unterstützen wollen, planen wir eine Unternehmung in  der Nähe der Demo um dann auch daran teilzunehmen. Also fahren wir zeitig in der Früh per Bahn nach Matrei, noch ist der Zug fast leer, das wird sich gegen Mittag hin ändern (wie wir von Anreisenden später hören - obwohl Doppelgarnituren im Einsatz waren, waren die Züge komplett voll). Zu Fuss geht es vom Bahnhof in Matrei kurz durch das Dorf zum Sportplatz und hier dann die Strasse hinauf zum Koflerhof. Die Strasse führt unter der Autobahn hindurch und dann ein kurzes Stück entlang dieser, und auch wenn es erst 08:30Uhr ist (die Sperre beginnt um 11:00Uhr) so ist jetzt schon merklich wenig los auf der Autobahn - die Reisenden haben sich also darauf eingestellt. Für uns geht es nach dem Koflerhof hinein in einen schönen Wald und über den Quellenweg hinauf zur Antonius Kapelle. Ab hier wird der Steig so richtig steil und die Sonne brennt auch schon gehörig auf die Hänge, aber wir sind früh dran und so ist es noch halbwegs angenehm zum Aufsteigen. Ab dem Götterblick (traumhaftes Platzl mit Blick zur Serles und auf Maria Waldrast) wird es dann wieder feiner zu gehen und so sind die letzten 100Hm bald erledigt. Am Weissen Wandl lädt uns dann eine Bank mit Tisch direkt neben dem kleinen Gipfelkreuz zum Verweilen und den Ausblick genießen ein. Der Abstieg erfolgt über denselben Weg, und kurz vor Matrei treffen wir auf Reporter von Servus TV - Bini wird gleich bezüglich der Brenner Demo interviewt - :-). Wir kommen gerade rechtzeitig zum Beginn der Demo, und sind freudig erstaunt wieviele Menschen an diesem Protest gegen diese Verkehrsflut über den Brenner teilnehmen wollen. Wir marschieren hinauf zum Veranstaltungsplatz - dieser ist viel zu klein für alle Teilnehmer und so wird die Autobahn (derzeit ja "frei") gleich mitbenutzt. Nach einer Weile wandern wir wieder retour zum Bahnhof nach Matrei, wo wir punktgenau (ok, ein bischen haben wir rennen müssen) auf den Zug nach Innsbruck treffen. Und hier besuchen wir noch kurz das Bogenfest, auch hier ist schon einiges los, es werden aber sicher noch viel mehr Besucher werden, eventuell auch jene welche derzeit noch bei der Veranstaltung in Matrei sind. Ein traumhaft schöner, ereignisreicher Tag, mit vielen schönen Eindrücken, sowohl von der Natur, als auch von Menschen die sich für Ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität zusammen tun und wehren, sowie das schöne Leben feiern - siehe Bogenfest.

 

auf einem steilen Felsen thront dieses schöne Kirchlein - ein Genussplatzl! 

 

25.05.2026 - Steinach - St.Magdalena - Steinach 

 

Ein weiterer Sommertag begrüßt uns, und das bereits Ende Mai. Wir nehmen dieses schöne Wetter gerne an und fahren mit der Bahn von Innsbruck Hauptbahnhof nach Steinach am Brenner. Wir fahren sehr gerne mit der Bahn, aber die OEBB MUSS sich langsam etwas überlegen, denn natürlich werden die Radfahrer immer mehr, und was sich auch heute wieder bezüglich Platznot im Zug abgespielt hat ist auf lange Sicht nicht tragbar. Wir hoffen das hier die Zuständigen reagieren, die Sportler und Natursuchenden sind ja wohl nicht das Problem. Aber nun zur Bike und Hike Tour: In Steinach angekommen fahren wir dem gut markierten Radlweg hinein ins Gschnitztal. Immer dem Bach entlang geht es vorbei an Trins und der Pumafalle bis zum Steig hinauf zu St. Magdalena. Dort verstauen wir unsere Radelen und per Pedes geht es flott über den relativ steilen Anstieg hinauf zum Kirchlein und zum Gasthof. Die alten Fresken in dem mystischen Ort sind allein schon einen Aufstieg wert, aber die Lebensfreude und ein "Willkommens Gefühl" welche die jungen Wirtsleute hier heroben jedem Gast entgegenbringen ist als Grund minestens gleichwertig. Allein die Speisekarte ist sehenswert (beeindruckend), liebevoller gestaltet geht wohl kaum noch. Und das Essen (auch die Getränke) sind allesamt nachhaltig und von lokalen Erzeugern (bis auf Kuchen die Anteile - Kokos gibt es lokal leider nicht - besagter Kuchen - ein Spinat-Kokos Kuchen!!! - war übrigens köstlich). Nach einer feinen Einkehr wandern wir wieder hinunter zu den Radl welche zu unserem Glück immer noch auf uns warten - :-). Jetzt geht es gemütlich rollend hinaus nach Steinach wo wir punktgenau auf die S-Bahn nach Innsbruck treffen. Die letzten drei Tage haben viele (kalte) der vergangenen Wochen wettgemacht - Pfingsten zu Hause war wunderschön!

 

unbarmherzig wie immer - die Arzler Reisn! 

 

24.05.2026 - Arzler Reisn - Richtstattl - Rumer Alm - Enzianhütte 

 

Richtstattl - schon einmal gehört? Ehrlich sein!! - wo könnte sich das wohl befinden?
Die Antwort - sehr nahe bei Innsbruck und wir werden heute den Besuch dieses genialen Aussichtspunktes mit einer Rundwanderung verbinden. Los geht es zeitig in der Früh in Pradl direkt von der Haustüre weg. Unser Weg führt uns wie bei den Scharnitz Wanderungen über Mühlau und durch die Mühlauer Klamm hinauf zum Einstieg in die Arzler Reisn. Diese ist Unbarmherzig wie immer, aber jammern hilft nichts, wir müssen hier hinauf. Bei ca. 1700m Seehöhe (genau bei einem markierten Stein - kein Hinweisschild) zweigt dann ein Steig Richtung Osten ab. Diesem schmalen, aber gut begehbaren Steig folgen wir. Es ist nicht schwierig hier zu wandern, allerdings hat die Natur schon viel Platz zurückerobert und daher muss man sich
immer wieder zwischen den Latschen durchzwängen - da hat Bini mir gegenüber einen großen Vorteil - :-). Nach ein paar Minuten erreichen wir das Richtstattl - eine kleine Wiese auf einem vorgeschobenen Kopf unterhalb der Rumer Spitze. Der Ausblick auf Innsbruck und ins Inntal von hier aus ist natürlich grandios. Weiter geht es dann über einen nach wie vor schmalen und schlecht gewarteten (falls überhaupt) Steig hinunter zur Gritschhütte und von dort weiter zur Rumer Alm. Diese ist am heutigen Tag "übervoll" aber unser Ziel war so oder so die Enzianhütte mit Wirtin Birgit - sie war früher Wirtin von der Möslalm und daher verbinden uns viele Geschichten und Erinnerungen über ein Jahrzehnt lang, bei unseren Innsbruck - Scharnitz Touren. Andreas - der Sohn von Birgit, welcher heute offiziell die Enzianhütte führt, war zu Beginn unserer Wanderungen noch ein kleiner Bub. Nach einer feinen Einkehr geht es dann die restlichen Kilometer retour nach Pradl. Eine ca. 17km lange Runde, fordernd (für uns), aber im Nahbereich von Innsbruck wunderschön, und bis auf den Bereich der Rumer Alm und Enzianhütte sehr einsam und ruhig.

 

zwar vom TVB Stubai geschaffen (Danke!) - aber ohne diese Natur wäre die Schaukel kaum von Interesse! 

 

23.05.2026 - Pfarrachalm Runde 

 

Das traumhafte (Sommer-)Wetter wollen wir natürlich für eine schöne Wanderung nutzen. Allerdings OHNE Auto, denn es ist Pfingstwochenende und wie die Lemminge kommt eine Flut an Autos von Norden Richtung Süden, als wäre es NUR dort lebenswert. Wir fahren daher gemütlich mit der Stubaitalbahn nach Telfes, Freund Wolfgang hat sich angeschlossen - :-). Vom Bahnhof in Telfes geht es hinauf zum Ortsteil Gagers und hier weiter hinauf zum Forstweg/Rodelbahn Richtung Pfarrach Alm. Kurz folgen wir diesem bis wir bei der ersten Kehre auf den Hirtensteig treffen.
Diesen Steig wandern wir in angenehmer Steigung hinauf zur Pfarrach Alm und vorerst noch ein Stück weiter bis zum alten "Gipfel-"Kreuz und einem schönen Aussichtsplatz mit Bankerl oberhalb der Alm. Der Blick auf die Stubaier Berge ist einfach grandios und im Westen dominiert eindeutig der Ampferstein die Kulisse, da können selbst Zuckerhütl, Freiger und Pfaff nicht mithalten. Nach einer kurzen Rast beginnt dann der vergnügliche Teil im Sinne einer Einkehr bei der Pfarrach Alm. Auch hier werden wir wieder an das jährliche "Pfingstphänomen" erinnert, es ist fast nichts los, und dies bei so einem schönen Wetter mit fast Sommertemperaturen - alle scheinen in den Süden gefahren zu sein. Jedenfalls lohnt sich die Einkehr und wir werden neben feinem Essen von Wirt Hannes auch noch mit viel Informationen und Neuigkeiten "gefüttert" - Danke Hannes! Beeindruckend auch ein "zuagroaster" Wiener (87 Jahre!!!) welcher mit seinem E-Bike heute schon das 3. Mal zur Alm heraufgefahren ist. Laut Hannes macht er das fast jeden Tag und bei jedem Wetter und das meistens 5 Mal. Nach dieser feinen Erholung wandern wir hinunter ins Halsltal und dem gleichnamigen Bach entlang hinaus zum Forstweg welcher uns wieder nach Telfes führt. Retour geht es dann wieder gemütlich mit der Strassenbahn. Ein Tag ohne Stress mit viel Erholung in wunderschöner, stiller Landschaft, ob das bei den Pilgern Richtung Süden auch so ein Tag war? - wir wissen es nicht, aber es dürfte sehr unwahrscheinlich sein.