BiAn
BiAn

2026

wir leben in einer schützenswerten Umgebung - dieser Blick ist einfach einzigartig!

 

30.05.2026 - Weißes Wandl - Brenner Demo - Bogenfest 

 

Heute ist für die Tiroler Bevölkerung ein aufregender Tag - die lang und groß angeküdigte Brennerblockade findet heute Mittag in Matrei bei der Autobahn Ausfahrt statt. Und nachdem wir in Innsbruck indirekt (durch die Luftverschmutzung der LKW und Fahrzeuge auf der Autobahn) darunter leiden, vor allem aber die, durch diese Verkehrsflut über den Brenner am meisten betroffen sind unterstützen wollen, planen wir eine Unternehmung in  der Nähe der Demo um dann auch daran teilzunehmen. Also fahren wir zeitig in der Früh per Bahn nach Matrei, noch ist der Zug fast leer, das wird sich gegen Mittag hin ändern (wie wir von Anreisenden später hören - obwohl Doppelgarnituren im Einsatz waren, waren die Züge komplett voll). Zu Fuss geht es vom Bahnhof in Matrei kurz durch das Dorf zum Sportplatz und hier dann die Strasse hinauf zum Koflerhof. Die Strasse führt unter der Autobahnh indurch und dann ein kurzes Stück entlang dieser, und auch wenn es erst 08:30Uhr ist (die Sperre beginnt um 11:00Uhr) so ist jetzt schon merklich wenig los auf der Autobahn - die Reisenden haben sich also darauf eingestellt. Für uns geht es nach dem Koflerhof hinein in einen schönen Wald und über den Quellenweg hinauf zur Antonius Kapelle. Ab hier wird der Steig so richtig steil und die Sonne brennt auch schon gehörig auf die Hänge, aber wir sind früh dran und so ist es noch halbwegs angenehm zum Aufsteigen. Ab dem Götterblick (traumhaftes Platzl mit Blick zur Serles und auf Maria Waldrast) wird es dann wieder feiner zu gehen und so sind die letzten 100Hm bald erledigt. Am Weissen Wandl lädt uns dann eine Bank mit Tisch direkt neben dem kleinen Gipfelkreuz zum Verweilen und den Ausblick genießen ein. Der Abstieg erfolgt über denselben Weg, und kurz vor Matrei treffen wir auf Reporter von Servus TV - Bini wird gleich bezüglich der Brenner Demo interviewt - :-). Wir kommen gerade rechtzeitig zum Beginn der Demo, und sind freudig erstaunt wieviele Menschen an diesem Protest gegen diese Verkehrsflut über den Brenner teilnehmen wollen. Wir marschieren hinauf zum Veranstaltungsplatz - dieser ist viel zu klein für alle Teilnehmer und so wird die Autobahn (derzeit ja "frei") gleich mitbenutzt. Nach einer Weile wandern wir wieder retour zum Bahnhof nach Matrei, wo wir punktgenau (ok, ein bischen haben wir rennen müssen) auf den Zug nach Innsbruck treffen. Und hier besuchen wir noch kurz das Bogenfest, auch hier ist schon einiges los, es werden aber sicher noch viel mehr Besucher werden, eventuell auch jene welche derzeit noch bei der Veranstaltung in Matrei sind. Ein traumhaft schöner, ereignisreicher Tag, mit vielen schönen Eindrücken, sowohl von der Natur, als auch von Menschen die sich für Ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität zusammen tun und wehren, sowie das schöne Leben feiern - siehe Bogenfest.

 

auf einem steilen Felsen thront dieses schöne Kirchlein - ein Genussplatzl! 

 

25.05.2026 - Steinach - St.Magdalena - Steinach 

 

Ein weiterer Sommertag begrüßt uns, und das bereits Ende Mai. Wir nehmen dieses schöne Wetter gerne an und fahren mit der Bahn von Innsbruck Hauptbahnhof nach Steinach am Brenner. Wir fahren sehr gerne mit der Bahn, aber die OEBB MUSS sich langsam etwas überlegen, denn natürlich werden die Radfahrer immer mehr, und was sich auch heute wieder bezüglich Platznot im Zug abgespielt hat ist auf lange Sicht nicht tragbar. Wir hoffen das hier die Zuständigen reagieren, die Sportler und Natursuchenden sind ja wohl nicht das Problem. Aber nun zur Bike und Hike Tour: In Steinach angekommen fahren wir dem gut markierten Radlweg hinein ins Gschnitztal. Immer dem Bach entlang geht es vorbei an Trins und der Pumafalle bis zum Steig hinauf zu St. Magdalena. Dort verstauen wir unsere Radelen und per Pedes geht es flott über den relativ steilen Anstieg hinauf zum Kirchlein und zum Gasthof. Die alten Fresken in dem mystischen Ort sind allein schon einen Aufstieg wert, aber die Lebensfreude und ein "Willkommens Gefühl" welche die jungen Wirtsleute hier heroben jedem Gast entgegenbringen ist als Grund minestens gleichwertig. Allein die Speisekarte ist sehenswert (beeindruckend), liebevoller gestaltet geht wohl kaum noch. Und das Essen (auch die Getränke) sind allesamt nachhaltig und von lokalen Erzeugern (bis auf Kuchen die Anteile - Kokos gibt es lokal leider nicht - besagter Kuchen - ein Spinat-Kokos Kuchen!!! - war übrigens köstlich). Nach einer feinen Einkehr wandern wir wieder hinunter zu den Radl welche zu unserem Glück immer noch auf uns warten - :-). Jetzt geht es gemütlich rollend hinaus nach Steinach wo wir punktgenau auf die S-Bahn nach Innsbruck treffen. Die letzten drei Tage haben viele (kalte) der vergangenen Wochen wettgemacht - Pfingsten zu Hause war wunderschön!

 

unbarmherzig wie immer - die Arzler Reisn! 

 

24.05.2026 - Arzler Reisn - Richtstattl - Rumer Alm - Enzianhütte 

 

Richtstattl - schon einmal gehört? Ehrlich sein!! - wo könnte sich das wohl befinden?
Die Antwort - sehr nahe bei Innsbruck und wir werden heute den Besuch dieses genialen Aussichtspunktes mit einer Rundwanderung verbinden. Los geht es zeitig in der Früh in Pradl direkt von der Haustüre weg. Unser Weg führt uns wie bei den Scharnitz Wanderungen über Mühlau und durch die Mühlauer Klamm hinauf zum Einstieg in die Arzler Reisn. Diese ist Unbarmherzig wie immer, aber jammern hilft nichts, wir müssen hier hinauf. Bei ca. 1700m Seehöhe (genau bei einem markierten Stein - kein Hinweisschild) zweigt dann ein Steig Richtung Osten ab. Diesem schmalen, aber gut begehbaren Steig folgen wir. Es ist nicht schwierig hier zu wandern, allerdings hat die Natur schon viel Platz zurückerobert und daher muss man sich
immer wieder zwischen den Latschen durchzwängen - da hat Bini mir gegenüber einen großen Vorteil - :-). Nach ein paar Minuten erreichen wir das Richtstattl - eine kleine Wiese auf einem vorgeschobenen Kopf unterhalb der Rumer Spitze. Der Ausblick auf Innsbruck und ins Inntal von hier aus ist natürlich grandios. Weiter geht es dann über einen nach wie vor schmalen und schlecht gewarteten (falls überhaupt) Steig hinunter zur Gritschhütte und von dort weiter zur Rumer Alm. Diese ist am heutigen Tag "übervoll" aber unser Ziel war so oder so die Enzianhütte mit Wirtin Birgit - sie war früher Wirtin von der Möslalm und daher verbinden uns viele Geschichten und Erinnerungen über ein Jahrzehnt lang, bei unseren Innsbruck - Scharnitz Touren. Andreas - der Sohn von Birgit, welcher heute offiziell die Enzianhütte führt, war zu Beginn unserer Wanderungen noch ein kleiner Bub. Nach einer feinen Einkehr geht es dann die restlichen Kilometer retour nach Pradl. Eine ca. 17km lange Runde, fordernd (für uns), aber im Nahbereich von Innsbruck wunderschön, und bis auf den Bereich der Rumer Alm und Enzianhütte sehr einsam und ruhig.

 

zwar vom TVB Stubai geschaffen (Danke!) - aber ohne diese Natur wäre die Schaukel kaum von Interesse! 

 

23.05.2026 - Pfarrachalm Runde 

 

Das traumhafte (Sommer-)Wetter wollen wir natürlich für eine schöne Wanderung nutzen. Allerdings OHNE Auto, denn es ist Pfingstwochenende und wie die Lemminge kommt eine Flut an Autos von Norden Richtung Süden, als wäre es NUR dort lebenswert. Wir fahren daher gemütlich mit der Stubaitalbahn nach Telfes, Freund Wolfgang hat sich angeschlossen - :-). Vom Bahnhof in Telfes geht es hinauf zum Ortsteil Gagers und hier weiter hinauf zum Forstweg/Rodelbahn Richtung Pfarrach Alm. Kurz folgen wir diesem bis wir bei der ersten Kehre auf den Hirtensteig treffen.
Diesen Steig wandern wir in angenehmer Steigung hinauf zur Pfarrach Alm und vorerst noch ein Stück weiter bis zum alten "Gipfel-"Kreuz und einem schönen Aussichtsplatz mit Bankerl oberhalb der Alm. Der Blick auf die Stubaier Berge ist einfach grandios und im Westen dominiert eindeutig der Ampferstein die Kulisse, da können selbst Zuckerhütl, Freiger und Pfaff nicht mithalten. Nach einer kurzen Rast beginnt dann der vergnügliche Teil im Sinne einer Einkehr bei der Pfarrach Alm. Auch hier werden wir wieder an das jährliche "Pfingstphänomen" erinnert, es ist fast nichts los, und dies bei so einem schönen Wetter mit fast Sommertemperaturen - alle scheinen in den Süden gefahren zu sein. Jedenfalls lohnt sich die Einkehr und wir werden neben feinem Essen von Wirt Hannes auch noch mit viel Informationen und Neuigkeiten "gefüttert" - Danke Hannes! Beeindruckend auch ein "zuagroaster" Wiener (87 Jahre!!!) welcher mit seinem E-Bike heute schon das 3. Mal zur Alm heraufgefahren ist. Laut Hannes macht er das fast jeden Tag und bei jedem Wetter und das meistens 5 Mal. Nach dieser feinen Erholung wandern wir hinunter ins Halsltal und dem gleichnamigen Bach entlang hinaus zum Forstweg welcher uns wieder nach Telfes führt. Retour geht es dann wieder gemütlich mit der Strassenbahn. Ein Tag ohne Stress mit viel Erholung in wunderschöner, stiller Landschaft, ob das bei den Pilgern Richtung Süden auch so ein Tag war? - wir wissen es nicht, aber es dürfte sehr unwahrscheinlich sein.